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Forex - Was man wissen muss
Der Devisenmarkt ist der größte und liquideste Markt der Welt. Obwohl nahezu jeder durch den physischen Tausch von Geldscheinen ein Teilnehmer am Devisenmarkt ist, basiert dieser weitgehend auf elektronischer Abwicklung. Wie das Traden am Devisenhandel funktioniert, welche Begriffe man kennen muss und was Anleger bei Forextrades beachten müssen.
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Nach dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems, das auf festen Wechselkursen basierte, wurde der Handel mit Devisen erst möglich. Seitdem werden die Preise für Währungen durch ein weltweites Netzwerk am Interbankenmarkt bestimmt und schwanken mehr oder weniger ständig.

Der Forex Exchange Market

Der Forex Exchange-Market ist der Handelsplatz für Währungen. Gehandelt werden Devisen 24 Stunden am Tag, fünf Tage die Woche. Dabei werden keine realen Güter erworben, sondern Devisenkäufer kaufen mit einer Währung quasi Anteile an der Wirtschaft einer bestimmten Währungsunion. Dabei spiegelt der Preis, den Anleger bereit sind zu zahlen, deren Einschätzung des aktuellen Zustands sowie die Erwartungen an die zukünftige Entwicklung dieser Wirtschaftsregion wider.

Devisen werden immer paarweise gehandelt – der Kauf einer Währung bedeutet immer zeitgleich den Verkauf einer anderen. Dies führt dazu, dass der Markt ununterbrochen in Bewegung ist und sich die Kurse sekündlich ändern. Der Handel läuft dezentralisiert zwischen zwei Parteien ab. Makler oder Broker dienen als Mittler zwischen den Beteiligten. Handeln können nicht nur Privatanleger und Spekulanten. Auch für viele Unternehmen ist Traden am Forexmarkt unerlässlich, speziell wenn sie Transfers von einer Währung in eine andere vollziehen. Was den Devisenmarkt so interessant macht: Der Devisenmarkt ist riesig und enorm liquide. Beim Öffnen und Schließen von Positionen kommt es daher in der Regel nicht zu Wartezeiten.

Anleger schätzen besonders, dass aufgrund der Größe und ständigen Bewegung am Markt kaum Pushing oder Marktbeeinflussung möglich ist – lediglich Notenbanken haben die Möglichkeit, mit verschiedenen Maßnahmen in den Markt einzugreifen und die Entwicklung von Devisenkursen entscheidend zu beeinflussen. Der Devisenmarkt ist von den Handelszeiten an den Börsen und Warenterminmärkten unabhängig. Auch die Entwicklungen an den Aktienmärkten haben nur bedingt Einfluss auf den Forexmarkt. Mit kleinem Einsatz können große Summen bewegt werden, das macht den Markt auch für Privatanleger interessant.

Pips, Lots & Co.: Basiswissen zum Devisenhandel

Wer am Devisenmarkt aktiv werden will, wird mit zahlreichen Begrifflichkeiten konfrontiert. Wir statten Sie mit dem nötigen Know How aus

Pip:
Pip, die Abkürzung für Point in Percentage, bezeichnet bei einem Währungskurs die vierte Nachkommastelle. Dies ist die kleinste Einheit, um die sich ein Währungspaar verändern kann. Gewinne und Verluste am Devisenmarkt werden in „Pips“ ausgewiesen. Eine Besonderheit stellt dabei der Japanische Yen dar – hier bezieht sich der Pip auf die zweite Nachkommastelle, da dieser in einem Bündel von jeweils 100 Stück gehandelt wird. Inzwischen werden bei der Kursstellung teilweise bereits fünf Nachkommastellen berücksichtigt. Diese werden fractional Pips genannt.

Spread:
Der Spread im Forexhandel wird in Pips gemessen. Dabei handelt es sich um den Unterschied zwischen An- und Verkaufspreis einer Währung, also zwischen Bid (Geldkurs, der beim Verkauf erzielt wird) und Ask (Geldkurs, der beim Kauf bezahlt werden muss).

Lot:
Wer am Devisenmarkt aktiv ist, stößt schon bald auf den Begriff „Lot“. Im Währungshandel bezeichnet man so die Einheit, in der gehandelt wird. In der Regel wird ein Lot als 100.000 Einheiten einer Währung definiert. Zwischenzeitlich etablieren sich auch immer häufiger Mini Lots (10.000 Einheiten einer Währung) und Mikro Lots (1.000 Einheiten einer Währung) als gebräuchliche Einheiten im Forexhandel.
Lots versprechen eine höhere Rendite als Mini- oder Mikro Lots, da mit Hilfe eines Hebels eine größere Menge der Basiswährung kontrolliert werden kann. Das Risiko ist allerdings auch entsprechend höher, da sich die Währung auch in die entgegengesetzte Richtung entwickeln kann.
Entsprechend bieten sich Mini- und Mikro Lots für Anfänger im Devisenhandel an, Experten testen mit Hilfe der kleineren Einheiten oftmals neue Handelsstrategien.
Wieviele Lots man kaufen kann, richtet sich auch nach der auf dem Handelskonto hinterlegten Sicherheitsmarge.

Margin:
Das Konzept einer Margin ermöglicht es Kleinanlegern, am Forexhandel teilzunehmen. Trader können mit verhältnismäßig kleinem Einsatz große Beträge einer Währung handeln. Um dies möglich zu machen, hinterlegen Anleger auf ihrem Handelskonto einen bestimmten Betrag als Sicherheitsleistung. Dieser Betrag wird Margin genannt.

Leverage:
Haben Anleger auf ihrem Handelskonto eine Margin hinterlegt, können sie sich vom Devisenbroker Geld „leihen“, um Devisenhandel in Größenordnung zu betreiben, die anderweitig für Kleinanleger nicht möglich wäre. Leverage ist also quasi ein Hebel, um den eigenen Einsatz zu vervielfachen und mit kleinen Beträgen deutlich größere Summen zu bewegen.

Margin Call:
Wenn der Kurs einer Währung so weit fällt, dass die Verluste höher sind, als der Einsatz des Anlegers, wird die Position vom Broker automatisch geschlossen. Mit diesem Schutzmechanismus soll sichergestellt werden, dass maximal der Ersteinsatz verloren werden kann und Anleger sich nicht beim Broker verschulden. Die hinterlegte Margin muss daher aufgefüllt werden, um den Trade aufrecht zu erhalten.

Ordertypen im Forexhandel

Im Devisenhandel stehen dem Anleger verschiedene Arten von Orders zur Verfügung.

Eine Marktorder entspricht dabei einem Auftrag zum Kauf oder Verkauf zum aktuellen Marktpreis. Anleger bedienen sich dieser Order, wenn sie einen Trade schnell eröffnen oder schließen wollen – etwa um auf kurzfristige Entwicklungen am Markt zu reagieren oder die eigenen Verluste zu begrenzen. Eine Marktorder wird ohne Limitierung so schnell wie möglich zum aktuellen Kurs ausgeführt.

Eine Limitorder bleibt hingegen so lange in der Pipeline, bis ein vorher festgelegter bestimmter Preis erreicht ist. Der Auftrag zum Kauf wird erst dann ausgelöst, wenn ein vom Anleger definierter Kurs erreicht wurde. Analog dazu wird ein Deviseninvestment erst dann verkauft, wenn ein konkreter Marktpreis getroffen wurde.

Eine Stop-Loss-Order nutzen Anleger, die ihre Verluste nach unten begrenzen wollen. Die Position wird in diesem Fall automatisch geschlossen, wenn ein vorher festgelegter Preis nach unten durchbrochen, ein Limit also gerissen wird.

Wenn sich ein Investment in die gewünschte Richtung entwickelt, die Luft aber dünn zu werden droht, lohnt sich eine Stop-Loss-Order nach oben. Bei einer so genannten Take Profit-Order wird die Position dann geschlossen, wenn eine bestimmte Gewinnschwelle erreicht wurde. Sollte sich das Investment danach in die andere Richtung entwickeln, werden die vorher erzielten Gewinne geschützt. Allerdings geht man damit auch das Risiko ein, von einer positiven Entwicklung nicht maximal profitieren zu können, weil der Ausstieg zu früh erfolgt ist.

Nicht nur Broker können Handelspositionen schließen, auch Anleger selbst haben diese Möglichkeit. Zu diesem Zweck wird eine GTC-Order (Good till canceled-Order) ausgelöst. Diese Position ist so lange geöffnet, bis der Marktteilnehmer sie selbst schließt. Damit ist der Anleger deutlich mehr in der Verantwortung, sich über die aktuellen Entwicklungen am Markt zu informieren. Dieser uneingeschränkt limitierte Auftrag hat bis auf Widerruf Gültigkeit.

Eine Order, die zum Ende des Handelstages automatisch geschlossen wird, nennt man GFD (Good for the day-Order). In diesem Fall ist die Gültigkeit des Auftrags auf einen Tag beschränkt.

OCO (One Cancels the Other) sind eher für erfahrene Anleger zu empfehlen. In diesem Fall werden zwei Aufträge im System anlegt – wenn einer die Bedingungen an eine Positions-Eröffnung erfüllt, wird der andere automatisch gelöscht.