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CFDs handeln
CFDs werden im Normalfall nicht über die Börse sondern über den Broker gehandelt. Dieser stellt als Market Maker somit auch die Geld- und Briefkurse für den Handel mit CFDs.
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Kosten beim Handel mit CFDs

Kosten beim Handel mit CFDs

Spreads und Komissionen
Wie bei anderen Wertpapieren muss auch beim Kauf und Verkauf von CFDs der Spread bezahlt werden. Dieser ergibt sich aus der Differenz von Geld und Briefkurs und wird bei einigen CFD-Brokern wie CMC Markets auch explizit bei der Kursanzeige ausgewiesen. Liegt der Geldkurs beispielsweise bei 13,94 Euro und der Briefkurs bei 13,95 Euro, beträgt der Spread 0,01 Euro. Damit der Trade für den Investor Gewinn abwirft, muss sich der Markt also zunächst zu Gunsten des Traders entwickeln, bis die Höhe des Spreads wieder ausgeglichen wurde. Erst anschließend werden Gewinne erzielt.

Bei CFDs auf bestimmte Basiswerte verlangen einige Broker daneben auch eine Kommission. Diese berechnet sich meist als Prozentsatz des Auftragswerts. Der Prozentsatz liegt dabei meist unter 0,1 Prozent, es muss aber in den meisten Fällen ein festgelegter Mindestbetrag bezahlt werden, so dass die Berechnung der Kommission nach dem festen Prozentsatz erst dann erfolgt, wenn der Mindestbetrag überschritten wurde. Dabei sollte auch beachtet werden, dass die Kommission meist doppelt anfällt: Einmal bei der Eröffnung des Trades und ein weiteres Mal, wenn dieser wieder geschlossen wird. Daneben gilt für die Kommission das gleiche wie für den Spread: Erst wenn der Trade sich so gut entwickelt hat, dass auch die Kosten für die Kommission eingefahren wurden, hat sich der Handel mit dem CFD gelohnt.

Haltekosten bei Overnight-Positionen
In der Regel werden CFDs für den Intraday-Handel genutzt, um auch von kleinen Kursschwankungen des Basiswertes profitieren zu können. Die mit CFDs gehandelten Positionen werden also innerhalb eines Tages geöffnet und auch wieder geschlossen. Da CFDs aber eine unbegrenzte Laufzeit besitzen, können sie theoretisch auch über mehrere Tage hinweg beziehungsweise unbegrenzt gehalten werden. Dabei müssen natürlich jederzeit die Margin-Verpflichtungen eingehalten werden und es müssen die Gebühren beachtet werden, die anfallen, wenn CFDs über mehrere Tage hinweg, also als sogenannte Overnight-Positionen, gehalten werden.

Kosten für Overnight-Positionen fallen in der Regel dann an, wenn eine Position nach 23:00 Uhr deutscher Zeit beziehungsweise 17:00 Uhr New Yorker Zeit noch geöffnet ist. Auch beim Halten von Positionen über das Wochenende, also von Freitagabend bis Montagmorgen, sind Haltekosten zu bezahlen. Sie verstehen sich als Ausleihgebühr für den Betrag, den der Broker für den Trader finanziert, damit am Markt durch den CFD-Handel der gewünschte Hebel erzielt werden kann.

Die Haltekosten berechnen sich aus der Positionsgröße, einem Haltekostensatz und gegebenenfalls einem Währungsumrechnungskurs, wenn der Basiswert des CFDs nicht in Euro gehandelt wird. Der Haltekostensatz wiederum ergibt sich aus einem Referenzzinssatz und einer weiteren Abschlagszahlung, abhängig von der Art des Basiswertes und des Trades. Als Referenzzinssatz wird bei Aktien-CFDs, deren Basiswert in Euro notiert, in der Regel der 1-Monats-Euribor herangezogen. Ausgewiesen werden die Haltekosten als jährlicher Prozentsatz.

Overnight-Position Long

(Positionsgröße x Haltekostensatz "Kauf") / 365 x Währungsumrechnungskurs.

Overnight-Position Short

(Positionsgröße x Haltekostensatz "Verkauf") / 365 x Währungsumrechnungskurs.

Sollte bei einer Short-Position der Fall eintreten, dass der Referenzzinssatz höher ist als die Abschlagszahlung für den entsprechenden Basiswert, wird der entsprechende Betrag auf dem CFD-Konto gutgeschrieben.




CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar, und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich möglicherweise nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls unabhängig beraten. Sie sollten auch die speziellen. Risikowarnung des jeweiligen CFD-Anbieters beachten. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.