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Vorteile und Risiken von CFDs
Vielen sind die Unterschiede zwischen CFDs und Aktien bereits bekannt. Doch was genau sind die Vor- und Nachteile von CFDs? Und wie kann man dieses doch risikoreiche Finanzprodukt möglichst gewinnbringend für sich einsetzen?
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CFDs und Aktien

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Risikomanagement

Risiko- und Money-Management bei CFDs

Die Teilnahme an den Finanzmärkten, insbesondere über Hebelprodukte, eröffnet einerseits große Gewinnchancen, andererseits existieren hier selbstverständlich auch Verlustrisiken. Um auf langfristige Sicht eine positive Performance zu erzielen, spielen nicht nur gute Marktkenntnisse eine Rolle, sondern auch das richtige Risiko- und Money-Management. Mit diesem soll ein vorteilhaftes Chance-Risiko-Verhältnis erreicht werden. Risiko- und Money-Management trägt nicht nur zum Mindestziel des Kapitalerhalts bei, sondern stellt auch einen wesentlichen Bestandteil zur Verwirklichung einer positiven Perfomance dar. Daher ist es für jeden Trader empfehlenswert, sich mit den Grundlagen des Risiko- und Moneymanagements auseinanderzusetzen und eine eigene Strategie zu entwickeln.

Das Money-Management befasst sich hauptsächlich mit der Überlegung, wie viel Kapital bei einem Trade riskiert werden kann, während sich das Risiko-Management mit der Begrenzung von Verlusten, hauptsächlich über Stoppkurse, befasst. Um eine eigenen Strategie für das Risiko- und Money-Management zu entwickeln, kann ein Trader in der folgenden Weise vorgehen.

Zunächst sollte der Trader die Höhe des Trading-Kapitals ermitteln. Unter dem Trading-Kapital versteht man die Summe, die insgesamt für das Trading zur Verfügung steht. Als Trader sollte man hierbei darauf achten, dass man dieses Kapital auch entbehren kann und kein Geld fürs Trading verwenden, das man etwa für die Begleichung der Lebenshaltungskosten benötigt.

Ist das Trading-Kapital ermittelt, folgt der wichtigste Schritt des Money-Managements: Die Ermittlung der Höhe des Risikokapitals, also der Geldsumme, die man bei einem Trade zu riskieren, sprich zu verlieren bereit ist. Das Risikokapital darf nicht mit dem Kapital gleichgesetzt werden, das man pro Trade investieren kann oder will. Es geht hierbei einzig und allein um die Verluste, die man bei einem Trade verschmerzen kann. Das insgesamt für einen Trade eingesetzte Kapital ist selbstverständlich höher, aber man möchte bei einem Trade ja auch nicht das gesamte eingesetzte Kapital riskieren, sonst wäre die Trading-Karriere sehr schnell zu Ende. Die Empfehlungen, wie viel Prozent des Gesamtkapitals man bei einem Trade riskieren kann oder sollte, schwanken zwischen 0,5 Prozent und 5 Prozent. Eine häufig genannte Faustregel besagt, dass der durchschnittliche CFD-Trader pro Trade nicht mehr als 1 Prozent seines Gesamtkapitals riskieren sollte.

Um sicherzustellen, dass man das ermittelte Risikokapital bei jedem Trade auch einhält, sollte man stets entsprechende Stops setzen, die zugleich das wichtigste Werkzeug beim Risiko-Management darstellen. (Bitte beachten Sie, dass Stop-Loss-Kurse häufig nicht oder nur gegen Aufpreis garantiert werden und die Ausführung ohne Garantie zum nächsten handelbaren Kurs erfolgt.) Das Niveau des Stops hängt dabei nicht nur davon ab, wie hoch der Prozentsatz des Trading-Kapitals ist, der riskiert werden kann, sondern auch davon, wie hoch die Positionsgröße des Trades ist. Um das richtige Stop-Level zu ermitteln, gibt es daher zwei Möglichkeiten:

Möglichkeit 1: Man legt zuerst fest, wie viele CFDs man handeln möchte, berechnet daraus die Positionsgröße und leitet daraus den passenden Stoppkurs ab.

Formel: (CFD-Preis x Anzahl CFDs - Risikokapital nach Kosten)/Anzahl der CFDs

Beispiel: Als Trading-Kapital stehen insgesamt 10.000 Euro zur Verfügung. Beim Risikokapital orientiert man sich an der Faustregel und setzt maximal 1 Prozent, also 100 Euro pro Trade aufs Spiel. Davon abzuziehen sind noch die beim Trade anfallenden Gebühren, die wir hier mit 10,00 Euro ansetzen. Nun will man 50 CFDs zu einem Kurs von 24,50 Euro handeln. Nach der obigen Formel ergibt sich dabei das Stopp-Niveau bei 22,70 Euro.

Möglichkeit 2: Man bestimmt zuerst einen Stoppkurs in Abhängigkeit vom aktuellen Kurs des CFDs und berechnet anschließend, wie viele CFDs man handeln darf und wie hoch die Kontraktgröße dadurch maximal sein darf, damit die Festlegung für das Risikokapital eingehalten wird.

Formel: Risikokapital pro Trade nach Kosten/(CFD-Preis - Stoppkurs)

Beispiel: Als Trading-Kapital stehen wieder 10.000 Euro zur Verfügung und wieder orientieren wir uns beim Risikokapital an der Faustregel und setzt maximal 1 Prozent, also 100 Euro pro Trade aufs Spiel. Davon ziehen wir wieder 10,00 Euro für anfallende Trading-Gebühren ab. Wir wollen den gleichen CFD zu einem Kurs von 24,50 Euro kaufen und setzen den Stoppkurs dieses Mal selbst bei 21,00 Euro. Nach der obigen Formel dürften wir mit diesem Stoppkurs daher 25,7 CFDs handeln, damit wir nur 1 Prozent unseres Trading-Kapitals im Risiko haben.

Anhand des letzten Beispiels kann man auch gut sehen, dass es beim CFD-Trading mit vernünftigem Risikomanagement sehr vorteilhaft ist, wenn man die Kontraktgröße beim Broker frei wählen kann und auch Bruchteile von Kontrakten handelbar sind. Bei CMC Markets können Sie nicht nur Bruchteile von Kontrakten handeln, sondern auch direkt nach Beträgen.

Wo das Stop-Niveau liegt, sollte zu einem gewissen Grad auch von der Volatilität der Märkte abhängig gemacht werden. Ist die Volatilität besonders hoch, kann es Sinn machen den Stop etwas weiter zu setzen, damit der Trade nicht zu früh ausgestoppt wird. Zusätzlich zu normalen Stop-Loss-Limits kann beim Trading auch mit Trailing-Stops gearbeitet werden. Diese dienen in erster Linie dazu, Verluste zu begrenzen, aber Gewinne laufen zu lassen. Bei Trailing-Stops wird ein prozentualer oder absoluter Differenzwert zum Einstiegskurs angegeben. Verläuft der Trade in die gewünschte Richtung, wird der Stopp mit diesem Differenzwert nachgezogen. Läuft der Trade ungünstig, bleibt der Trailing-Stopp auf seinem Niveau und stoppt den Trade schließlich bei Erreichen des entsprechenden Kurses aus.

Zusätzlich zu Stop-Loss-Orders kann man als Trader auch noch Take-Profit-Orders setzen und somit das Chance-Risiko-Verhältnis weiter optimieren. Grundsätzlich gilt, dass bei einem Trade die Chance immer höher sein sollte, als das Risiko. Dies kann man zum Beispiel dadurch erreichen, dass man den Stop-Loss, wie bereits empfohlen, so setzt, dass er ausgelöst wird, wenn ein Prozent des Trading-Kapitals verloren wurde. Zusätzlich nutzt man noch den Orderzusatz "Take-Profit" und stellt diesen so ein, dass er automatisch ausgelöst wird, wenn durch den Trade zwei Prozent des gesamten Trading-Kapitals gewonnen wurden. Somit nähert man sich einem Chance-Risiko-Verhältnis von 2:1 an. Es müsste damit statistisch gesehen nur einer von drei Trades erfolgreich verlaufen um keine Verluste zu erleiden (wenn man eventuell zusätzlich anfallende Kosten vernachlässigt).

Wichtig bei all diesen Mechanismen, ob es sich nun um Stop-Kurse oder Take-Profit-Marken handelt, ist jedoch, dass man diese auch tatsächlich und nicht nur gedanklich setzt. Denn hat man sich nur vorgenommen, bei einem bestimmten Kurs aus dem Trade auszusteigen ohne eine entsprechende Stop-Loss-Order zu setzen, gerät dieser Vorsatz schnell einmal ins Wanken und wird nicht eingehalten. Damit sind dann auf einen Schlag alle Vorsätze des Risiko- und Money-Managements und im schlimmsten Fall auch ein beachtlicher Teil des Trading-Kapitals weg.




CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar, und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich möglicherweise nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls unabhängig beraten. Sie sollten auch die speziellen. Risikowarnung des jeweiligen CFD-Anbieters beachten. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.