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Vorteile und Risiken von CFDs
Vielen sind die Unterschiede zwischen CFDs und Aktien bereits bekannt. Doch was genau sind die Vor- und Nachteile von CFDs? Und wie kann man dieses doch risikoreiche Finanzprodukt möglichst gewinnbringend für sich einsetzen?
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CFDs und Aktien

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Risikomanagement

Das Trading von CFDs im Gegensatz zu Aktien mit Schwerpunkt auf den Möglichkeiten des Risikomanagements

Um diese Fragen zu beantworten, sehen wir uns zunächst die Basics und Eigenschaften von CFDs an. Darauf aufbauend werden die verschiedenen Möglichkeiten herausgestellt, die sich dem Trader durch diese Produkteigenschaften im Gegensatz zu Aktien eröffnen. Zur Veranschaulichung werden auch Beispiele genannt, um abschließend auf die Risiken und Schwächen dieses Finanzproduktes einzugehen.

Fangen wir mit dem Hintergrundwissen an: Ein CFD oder Differenzkontrakt ist ein derivatives Finanzinstrument. Das bedeutet, dass sich seine Kursentwicklung an einem Basiswert orientiert. Der Gewinn oder Verlust ergibt sich aus der Multiplikation des Differenzbetrages mit der Anzahl der Positionen. Bei Differenzkontrakten hinterlegt man eine Sicherheitsleistung, die einem Bruchteil der investierten Position entspricht. Dies bedeutet, dass ein CFD ein Hebelprodukt ist. Dadurch ergeben sich größere Gewinnchancen, aber auch entsprechend höhere Verlustrisiken.

Nach den wichtigsten Basics über CFDs sehen wir uns nun die Vorzüge und Möglichkeiten an, die dieses moderne Finanzprodukt bietet. Ein wesentlicher Vorteil, der bereits angesprochen wurde, ergibt sich durch die Verwendung eines Hebels, mit dem bei gleichem Kapitaleinsatz größere Summen bewegt werden können, als dies bei Aktien je möglich wäre. Dadurch ergeben sich natürlich (relativ gesehen) entsprechend größere Gewinnchancen und Verlustrisiken. Der noch interessantere Aspekt ist jedoch, dass ein Trader durch die größere Kapitalausstattung auch sein Portfolio weiter streuen und damit sein Risiko besser managen kann. Ich bitte den interessierten Leser daher, nicht alleine die potenziellen Gewinnchancen im Auge zu haben, sondern den Blick verstärkt auf die Möglichkeiten des Risikomanagements zu richten, denn hierdurch lassen sich völlig neue Wege beschreiten. Der Handlungsspielraum des Anlegers, um sein Portfolio risikotechnisch zu optimieren, wird durch die Möglichkeit, nur Bruchteile eines Wertes (beispielsweise 0,01 Aktien von XY) zu ordern, noch zusätzlich erhöht.

Ein weiterer bedeutender Vorteil liegt in der Funktion, auch "short gehen" zu können. Dies ist mit Aktien nur schwerlich möglich. Mit CFDs kann man dadurch an durchaus lukrativen fallenden Märkten partizipieren. Wenn man diesen Gedanken weiterdenkt, ermöglicht dies nicht nur, in allen Marktphasen profitabel zu agieren, sondern auch Strategien anzuwenden wie die "ganz Großen" der Branche. Ein Handelsansatz, der als Beispiel dienen soll, ist, die Wechselbeziehung von bestimmten Werten zueinander auszunutzen. So könnte bei einem Wert, der sich statistisch in Korrelation zu den Bewegungen eines anderen Wertes (beispielsweise Index, Zinssatz, Rohstoff etc.) bewegt, bei einer größeren Abweichung gegenläufig gehandelt werden. Da bei Aktien ein Shortselling nur schwerlich realisierbar ist, würde dies den Handlungsspielraum stark einschränken.

Ein Vergleich der Gebührenstruktur lohnt sich in der Regel immer. Insbesondere, wenn man über die deutschen Grenzen hinaus investieren und mit ausländischen Aktien handeln möchte. Eine kostengünstige Möglichkeit, mit Werten ausländischer Märkte zu handeln, erweitert wiederum den eigenen Spielraum hinsichtlich Risikostreuung über verschiedene Regionen hinweg. Somit wird es möglich, sein Portfolio weltweit zu streuen und die eigenen Strategien auf verschiedene Märkte anzuwenden.

Selbst der Trader, der das Kapital für eine weltweite Anlage in Aktien besitzt, sollte sich die Alternative, die CFDs bieten, durch den Kopf gehen lassen. So setzt er sich bei einem Direktinvestment einem nicht unerheblichen vollen Währungsrisiko aus. Dieses Risiko kann dazu führen, dass allein durch die üblichen Währungsschwankungen Verluste eingefahren werden, selbst wenn die Kurse der gehaltenen Positionen sich nicht bewegen. Bei CFDs haben Sie hier lediglich ein abgeschwächtes Währungsrisiko, das sich auf Wechselverluste bei der Umrechnung des Gewinnes oder Verlustes aus der Differenz zwischen dem Ausstiegs- und Einstiegskurs des CFDs in die eigene Handelskontowährung beschränkt. Viele Trader verzichten auch wegen des vollen Währungsrisikos bei Aktien auf den Handel mit Auslandswerten. Und auch hier werden potenziell lukrative Chancen vertan, die man mit CFDs kostengünstig nutzen könnte. Mit CFDs eröffnen sich somit "neue Märkte". Dem Trader, der außerhalb der deutschen Börsenzeiten live traden möchte, bietet sich durch CFDs auf ausländische Werte eine kostengünstige Alternative.

Bei CFDs kann man die eigenen Positionen komfortabel mobil verwalten und hat eine große Produktauswahl. Dadurch kann man jederzeit und überall schnell auf alle Marktsituationen reagieren. Auch überzeugten Aktientradern bieten CFDs zahlreiche Vorteile. Hierzu ein Beispiel: Angenommen, ein Investor hält seit vielen Jahren Aktien und möchte diese auch weiterhin behalten, sei es wegen der Dividenden oder weil er langfristig ein Portfolio aufbauen will (als Anmerkung: Bei CFDs sind alle Kapitalmaßnahmen, Dividenden etc. eingepreist, sodass hier eventuell entstehende Nachteile so weit wie möglich kompensiert werden). In diesem Fall könnten sich CFDs als Hedging-Instrument anbieten. Wenn besagter Investor beispielsweise von kurzfristig fallenden Märkten ausgeht und seine Positionen absichern möchte, so könnte er mit CFDs dieses Risiko ausgleichen. Er könnte entsprechend seiner Aktienposition "short gehen" und damit Kursverluste der Aktien durch Shortpositionen im CFD ausgleichen.

Zusammenfassend handelt es sich bei einem CFD um ein modernes Finanzprodukt, das dank seiner Funktionen und Möglichkeiten ganz neue Wege eröffnet und übliche Limitierungen weitgehend aufheben kann. Es ermöglicht jedermann Investitionen, die früher nur großen Akteuren offenstanden. Für mich stellen CFDs eine Revolution dar und ein Mittel der Demokratisierung der Trading-Welt. Warum sollten nur Branchengrößen in den Genuss der Möglichkeiten von Shortselling, Risikostreuung und Währungsabsicherung kommen? Durch die Features der CFDs kann das Risikomanagement erheblich optimiert werden. Genauso wie "Hedging" ein Begriff ist, der oftmals leichtfertig mit "Risiko" assoziiert wird, in seiner tatsächlichen Funktion jedoch gerade für das "Absichern von Risiken" steht, lohnt es sich, im Hinblick auf die erweiterten Möglichkeiten des Risikomanagements einen genaueren Blick auf CFDs zu werfen. Selbstverständlich muss man sich der absoluten Notwendigkeit eines gewissenhaften Umgangs mit dieser Produktgattung bewusst sein. Allerdings wird ein Anleger, der nicht immer gewissenhaft seine Trades vorbereitet und ausführt, auch mit Aktien keine Garantie für risikolose Gewinne haben. Der ernsthafte Trader wiederum, der sich mit CFDs gründlich auseinandersetzt, darf sich über ein hocheffizientes Werkzeug mit neuen Chancen für seine Tradingstrategien und sein Risikomanagement freuen. Vielleicht kann man CFDs und Aktien mit einem Auto und einem Zug vergleichen. Zwar muss man zum Autofahren erst seinen Führerschein machen. Und man sollte sich auch immer anschnallen. Dafür kann man aber seine Route selbst bestimmen und optimieren und kommt im Zweifelsfall auch schneller ans Ziel.

Produkteigenschaften und Risiken von CFDs

Stets sollte auf das Risiko hingewiesen werden, das sich aus der Produkteigenschaft eines Hebelproduktes ergibt. Wie bereits in der Einleitung beschrieben, ermöglicht der Einsatz eines Hebels, dass mit einem geringeren Kapitaleinsatz eine größere Summe bewegt werden kann, als es bei einer Direktinvestition möglich wäre. Dadurch ergeben sich größere Gewinnchancen, allerdings auch entsprechend höhere Verlustrisiken. Verluste können auch das eingesetzte Kapital übersteigen. Ein weiterer Aspekt, den Sie bei Aktien nicht finden können, ist das sogenannte Emittentenrisiko. Bei einem CFD handelt es sich um eine schuldrechtliche Vereinbarung mit Ihrem Broker, während Sie bei einer Aktie Eigentum am Basiswert erwerben und somit auch Rechte wie beispielsweise das Stimmrecht. Darüber hinaus entstehen bei Aktien-CFDs Haltekosten. Es ist allerdings auch möglich, im Falle einer Shortposition positive Haltekosten ausbezahlt zu bekommen. Dies hängt von der Gebührenstruktur Ihres Brokers ab.




CFDs unterliegen Kursschwankungen. Ihr Verlustrisiko ist unbestimmbar, und kann Ihre Einlagen in unbegrenzter Höhe übersteigen. Verluste können auch Ihr sonstiges Vermögen betreffen. Dieses Produkt eignet sich möglicherweise nicht für alle Investoren. Stellen Sie daher bitte sicher, dass Sie die damit verbundenen Risiken verstehen und lassen Sie sich gegebenenfalls unabhängig beraten. Sie sollten auch die speziellen. Risikowarnung des jeweiligen CFD-Anbieters beachten. Anlageerfolge in der Vergangenheit garantieren keine Erfolge in der Zukunft.