Altersvorsorge mit ETF-Sparplänen

Wer die steigenden Aktienkurse nicht nur für ein kurzfristiges Phänomen, sondern für einen langfristigen Trend hält, der kann mit Exchange Trade Funds (ETFs) auf diesen Trend setzen und seinen Vermögensaufbau planen. Nichtsdestotrotz gibt es auch belastende Faktoren wie die Euro-Krise oder die nachlassende Konjunkturdynamik in Asien. Solche Faktoren können jederzeit zu Korrekturen an den Aktienmärkten führen.

Anleger, die regelmäßig einen bestimmten Betrag ansparen möchten, beispielsweise mit ETFs, muss die Möglichkeit temporärer Rückschläge an den Börsen nicht aus der Ruhe bringen. Sie können langfristig trotzdem ein stattliches Vermögen ansammeln. Mit dem richtigen Timing können Anleger, die in einem langen Aufwärtstrend an den Aktienmärkten einmalig eine Summe investieren, theoretisch große Gewinne erzielen. In der Praxis sind die optimalen Ein- und Ausstiegszeitpunkte aber schwer zu identifizieren. Selbst professionellen Fondsmanagern gelingt es in der Regel nicht, mit dem perfekten Timing am maximalen Wertzuwachs einer Aufwärtsbewegung zu partizipieren.

Die Idee: Regelmäßig investieren

Durch das regelmäßige Zurücklegen kleinerer Beträge brauchen sich Anleger weniger Gedanken um das richtige Timing machen. Durch das kontinuierliche Sparen gleichbleibender Beträge über einen längeren Zeitraum - beispielsweise 100 Euro monatlich - investieren Anleger in nahezu allen Marktphasen. Durch den Automatismus wird die Psyche ausgetrickst. Viele Sparer machen sich bei niedrigen Kursen Sorgen, dass sie in einen "schwachen" Markt investieren und die Kurse weiter fallen könnten. Umgekehrt fragen sie sich, ob es nach einem Kursanstieg noch weiter nach oben gehen kann. Durch das disziplinierte Anlegen mit gleichbleibenden Beträgen kommt es zu einer Nivellierung kurzfristiger Schwankungen.

Cost-Average-Effekt nutzen

Der sogenannte Cost-Average-Effekt, auch Durchschnittskosten-Effekt genannt, führt dazu, dass Anleger bei niedrigen Kursen relativ gesehen für die zuvor genannten 100 Euro Sparrate mehr Anteile an einem ETF erwerben, als dies bei höheren Kursen der Fall wäre. Steigen die Kurse nach dem Erwerb der ETF-Anteile wieder, dann partizipiert der Anleger mit einer größeren Anzahl an Anteilen, als dies der Fall gewesen wäre, wenn er die Anteile im Erwerbszeitpunkt teurer eingekauft hätte. Umgekehrt werden bei hohen Kursen weniger Anteile für den Sparbeitrag erworben. Durch den regelmäßigen Kauf profitieren Anleger also in der Regel von den Börsenschwankungen. Die Auswirkungen dieses Cost-Average-Effekts fallen umso stärker aus, je länger der Fondssparplan läuft und je schwankungsintensiver die Kurse der ETFs sind, in die investiert wird. Anschaulich macht dies ein Rechenbeispiel:

Anleger haben in den vergangenen sechs Jahren jeden Monat 100 Euro in einen ETF-Sparplan eingezahlt. Der Marktpreis für einen ETF-Anteil schwankte in diesem Beispiel nach unten oder nach oben. Entsprechend mehr oder weniger Anteile wurden jeden Monat für 100 Euro erworben. Greift man drei beliebige Zeitpunkte mit unterschiedlichen ETF-Preisen heraus, ergibt sich folgendes Bild:

Unter dem Strich wurden 300 Euro eingezahlt und zu einem durchschnittlichen Marktpreis von 61,67 Euro insgesamt 5,00 Anteile erworben. Dabei sollte man meinen, für 300 Euro nur 4,86 Anteile zu 61,67 Euro zu bekommen - das Plus entsteht durch den Cost-Average-Effekt.

ETF-Sparpläne bieten hohe Flexibilität

Direktbanken, wie beispielsweise die comdirect bank und Cortal Consors, bieten ETF-Sparpläne bereits ab einer Sparrate von 25 Euro im Monat an. Alleine oder als Beimischung zu Altersvorsorge-Produkten sind sie interessant. So kann die Sparrate jederzeit angepasst oder auch einmal ausgesetzt werden. Sogar der Tausch von einem ETF in einen anderen ist jederzeit möglich. Damit lassen sich ganz bequem Schritt für Schritt ETF-Portfolios aufbauen. Auch bei der Altersvorsorge helfen ETF-Sparpläne die Aktienquote im Gesamtvermögen zu erhöhen. Gerade vor dem Hintergrund der niedrigen Zinsen rücken Aktienanlagen verstärkt in den Fokus der Anleger. Denn neben möglichen Kursgewinnen bietet sich die Chance auf attraktive Dividendenzahlungen, die langfristig einen hohen Anteil an der Wertentwicklung einer Aktienanlage ausmachen können. Bei Swap-basierten ComStage ETFs profitiert der Anleger von der Berücksichtigung anfallender Dividendenzahlungen, und zwar unabhängig davon, ob es sich um einen Performance oder einen Kursindex handelt.

Anlagekosten im Griff

Sparpläne mit ETFs sind gegenüber Fondssparplänen kosteneffizienter. Dies liegt vor allem an den geringen jährlichen Gebühren auf Ebene des ETF. Die Transaktionskosten variieren von Anbieter zu Anbieter. Sie setzen sich teilweise aus einer Basiskomponente und aus einer variablen Komponente zusammen. Welches Angebot das kostengünstigste ist, entscheidet in der Regel die Höhe der Sparrate und der Sparrhythmus. Die comdirect bank beispielsweise bietet regelmäßig zeitlich begrenzte Aktionen, bei denen ausgewählte ETFs sogar ganz ohne Kaufgebühren zu erwerben sind.

Unsere Sparplanpartner

Unter www.comstage.de/sparplan finden interessierte Anleger einen Überblick über die ComStage Sparplan-Partner und deren Angebot. Depotentgelte fallen bei Direktbanken in der Regel nicht an. Sparer in Aktien-ETFs profitieren also in doppeltem Sinne: vom Cost-Average-Effekt, der Börsenschwankungen weitgehend ausgleicht, und niedrigen Gebühren - so sollte ETF-Sparen langfristig zum Erfolg führen.

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