Emerging Markets mit ETFs

Unter dem Begriff "Emerging Markets" werden Schwellenländer zusammengefasst, die auf dem Weg sind, sich von einem Entwicklungsland zu einer Industrienation zu wandeln. Dieser Wandel schlägt sich vor allem in einem starken Wirtschaftswachstum und der zunehmenden Bedeutung dieser Länder für die gesamte Weltwirtschaft nieder. Neben Ländern wie Mexiko, Chile, Türkei oder Polen zählen daher auch Schwergewichte wie China und Indien zu den Emerging Markets.

Grundlage für das starke Wirtschaftswachstum in den Emerging Markets sind eine steigende Liberalisierung und Privatisierung der Wirtschaft, der zum Teil große Rohstoffreichtum und vor allem die vorteilhafte demografische Struktur. Denn in den meisten Schwellenländern wächst die Erwerbsbevölkerung überdurchschnittlich stark, während sie in den Industrienationen stagniert. Neue Arbeitskräfte können das Wirtschaftswachstum unterstützen.

Darum sind Emerging Markets für Anleger interessant

Emerging Markets bieten für Anleger interessante Chancen. Durch das steigende Pro-Kopf-Einkommen vor allem in den asiatischen Ländern zieht auch der private Konsum an und belebt die Binnenwirtschaft. Mit ETFs können Anleger ganz gezielt in Aktien der Branchen investieren, die davon profitieren werden, wie etwa die Konsumgüterbranche. Daneben kann über ETFs noch in viele weitere Wirtschaftssektoren der Emerging Markets investiert werden.

Wer lieber gezielt in eine Region investieren möchte, anstatt länderübergreifend auf das Wachstum einer Branche zu setzten, kann dies ebenfalls mit ETFs tun. Hier stehen Produkte zur Verfügung, die in Lateinamerika, Asien, Osteuropa oder Afrika anlegen.

Neben den guten Aussichten für die heimische Wirtschaft können viele Nationen der Emerging Markets auch durch eine niedrige Staatsverschuldung überzeugen, was eine Investition in entsprechende Anleihen attraktiv macht. Dafür gibt es beispielsweise beim ETF-Anbieter Xtrackers ETFs einen Indexfonds auf den Deutsche Bank Emerging Markets Liquid Eurobond Euro Index. Dieser enthält Anleihen von maximal 15 staatlichen oder quasi-staatlichen Emittenten aus Lateinamerika, Asien und der EMEA-Region, die mindestens ein Rating von B- bei S&P oder B3 bei Moody’s besitzen. Mit der Eingrenzung der zulässigen Ratings und der weiteren Tatsache, dass es sich nicht um kündbare Anleihe, Wandel- oder Umtauschanleihen handeln darf, wird eine gewisse Sicherheit für den Anleger geschaffen.

Mit ETFs das Liquiditätsproblem umgehen

Mit ETFs können Anleger also einfach in den Aktien- oder Anleihemarkt der verschiedensten Emerging Markets investieren - und oft sind ETFs auch die einzige Möglichkeit, die Anlegern dafür haben. Denn es werden mittlerweile zwar viele Aktien und Anleihen aus den Schwellenländern auch an deutschen Börsen gehandelt, praktisch ist deren Handelbarkeit aber sehr eingeschränkt, da kaum Umsätze zu Stande kommen. Mit ETFs auf Emerging Markets können Anleger dagegen diese Wertpapiere problemlos in ihr Depot einbuchen und somit von den aufstrebenden Nationen profitieren. Zudem investieren Anleger über einen ETF automatisch gestreut in eine Vielzahl von Wertpapieren.

Doch wie bei jeder Anlage, die hohe Renditechancen verspricht, ist auch die Investition in die aufstrebenden Schwellenländer mit Risiken behaftet. Bei allen positiven Entwicklungen, die die Schwellenländer bereits hinter sich haben, muss dennoch berücksichtigt werden, dass es sich bei Emerging Markets eben nicht um Industrienationen handelt. Sie weisen daher noch keine dauerhafte wirtschaftliche oder politische Stabilität auf und sind in besonderem Maße anfällig für Währungsschwankungen. Am Renten- oder Aktienmarkt kann sich das ebenfalls durch starke Schwankungen auswirken. Verwerfungen in einem Schwellenland können jedoch durch ein Portfolio abgefedert werden, das breit über verschiedene Emerging Markets und Industrienationen diversifiziert ist.



Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

pagehit