Regeln für die Anlage in ETFs

1. Regel: Über ETFs informiert sein

Vor dem Kauf eines ETFs sollte die gründliche Information über diese Wertpapierart stehen. Denn wie bei jeder Anlage gilt auch hier: Kaufen Sie nichts, was Sie nicht verstehen! Erst, wenn Sie eine gründliche Recherche über die Funktionsweise sowie die Chancen und Risiken von ETFs durchgeführt haben und zwischen verschiedenen ETF-Typen differenzieren können, sollten Sie die Entscheidung treffen, Ihr Geld in dieses Produkt zu investieren.

2. Regel: Investmentziel festlegen

Auch bei einer Anlage in ETFs sollten Sie sich über Ihr Investmentziel Gedanken machen und dieses vor einem Einstieg klar definieren. Die wichtigsten Fragen, die Sie sich dabei stellen sollten, sind: Wie groß ist mein Anlagehorizont und welcher Ertrag soll am Ende durch das Investment erzielt worden sein? Ist mein Ertragsziel absolut, will ich also eine festgelegte Mindestrendite erzielen, oder ist es relativ im Vergleich zu einem Benchmark? Will ich über einen Sparplan über längere Zeit hinweg immer wieder kleinere Beträge investieren oder soll eine größere Einmalanlage erfolgen? Je nachdem, wie Ihre Antworten auf diese Fragen ausfallen, müssen auch die Produkte ausgewählt werden, in die Sie investieren möchten: Sollen dies renditestarke Aktien-ETFs sein, weniger schwankungsanfällige Renten-ETFs oder nur ETFs, die auch sparplanfähig sind? Bedenken Sie dabei auch immer, dass eine höhere Rendite mit einem höheren Risiko einhergeht.

3. Regel: Risikoprofil ermitteln

Machen Sie sich bewusst, wie hoch Ihre Risikobereitschaft ist und welche Verluste Sie verkraften können, ohne in Panik auszubrechen und sich aus dem Wertpapiermarkt zurückzuziehen. Wenn Sie sich als eher konservativer Anleger einstufen, sollte der Anteil an Renten-ETFs in Ihrem Depot überwiegen. Sind Sie eher chancenorientiert, sollten Sie Aktien-ETFs übergewichten und können auch risikoreichere ETFs wie beispielsweise auf Emerging Markets in Ihr Portfolio holen.

4. Regel: Über den zugrundeliegenden Index Bescheid wissen

Haben Sie sich über ETFs informiert und sich für einen bestimmten ETF entschieden, sollten Sie zunächst ebenfalls noch den zugrundeliegenden Index in Augenschein nehmen, denn manche Indexkonzepte sind nicht leicht nachzuvollziehen. Da Sie über den ETF letztendlich jedoch in diesen Index investieren, ist es wichtig, dass Sie verstehen, wie sich dieser zusammensetzt und berechnet. Denn nur die Entwicklung des Index entscheidet bei einem Investment in ETFs über Gewinn und Verlust.

Außerdem sollten Sie sich darüber informieren, wie breit der Index an sich gestreut ist, da je nachdem ETFs auf weitere Indizes als Ergänzung des Depots sinnvoll sein können. Sollten sich die Konzepte einiger speziellen Indizes als zu schwer verständlich herausstellen, sollten Sie bei großen und bekannten Indizes bleiben und sich auf die entsprechenden ETFs konzentrieren.

5. Regel: Über den ETF-Anbieter informiert sein

Da viele Anbieter gleiche oder ähnliche ETFs im Angebot haben, vor allem wenn es um Produkte auf die weltweit größten Indizes geht, sollten Sie auch gut auswählen, von welchem Anbieter Sie kaufen. Generell ist es ratsam, sich an einen der größeren Anbieter zu halten, da deren Produkte in der Regel nicht einfach vom Markt verschwinden und sie ihren Anlegern außerdem den besten Service und die meisten Informationen zur Kursentwicklung von ETF und zugrundeliegendem Index bieten. Des Weiteren kooperieren viele große ETF-Anbieter mit Direktbanken oder Online-Brokern und Sie erhalten dadurch deren ETFs dort günstiger, da in diesen Fällen oft die Transaktionsgebühren erlassen werden.

6. Regel: Die Ausrichtung des Depots prüfen

Machen Sie sich außerdem bewusst, wie Ihr Portfolio ausgerichtet ist oder sein soll. Passen die gewählten ETFs in Ihr Depot oder verändert sich dadurch das Gesamtrisiko des Portfolios in eine nicht gewünschte Richtung? Daneben sollten Sie außerdem prüfen, ob die Ausrichtung Ihres Depots auch Ihrem noch verbleibenden Anlagehorizont entspricht. Befinden Sie sich noch am Anfang eines auf mehrere Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg angelegten Investmenthorizonts, können Sie einen größeren Prozentteil Ihres Anlagevermögens in Aktien- oder Rohstoff-ETFs stecken. Mögliche Schwankungen können Sie in diesem Fall aussitzen. Neigt sich Ihr Investmenthorizont allerdings dem Ende entgegen oder ist generell sehr kurz, sollte der Anteil an Renten-ETFs im Portfolio überwiegen um das Risiko zu minimieren und erzielte Gewinne zu sichern.



Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

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