Diese ETF-Anbieter gibt es

Markt und Anbieter - Der ETF-Markt in Deutschland

Seit der Einführung des ersten ETF in Deutschland im Jahr 2000 ist der ETF-Markt kräftig gewachsen. Bis Ende Juni 2015 ist das durch ETFs verwaltete Vermögen in Europa auf rund 429 Milliarden Euro angestiegen. Auch die Anzahl der verfügbaren ETFs ist seit Auflage des ersten Indexfonds fast durchgängig gewachsen und liegt nun weltweit bei über 3.000. In den letzten Jahren hat sich das Wachstum bei der Anzahl der neu aufgelegten ETFs jedoch etwas abgeschwächt. Da es mittlerweile aber für fast jede Branche, jedes Land und jede Assetklasse zahlreiche ETFs gibt, geht auch das Innovationspotenzial für neue Indexfonds stetig zurück und es wird für die ETF-Anbieter immer schwerer eine lohnende Marktlücke zu entdecken.

Verwaltetes Vermögen im europäischen ETF-Markt nach Assetklassen und Replikationsmethode

Bildquelle: Deutsche Bank, Bloomberg Finance LP, Reuters.

Auch die Zahl der ETF-Anbieter, von denen deutsche Anleger Produkte beziehen können, ist seit dem Jahr 2000 deutlich gestiegen. Wir stellen die größten Anbieter in einer alphabethischen Auflistung vor.

Amundi: Amundi ETF zählt zu den Pionieren des europäischen ETF-Markts und nimmt mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 20 Milliarden Euro* einen Platz unter den fünf größten ETF-Anbietern* ein. Wichtigste Antriebskräfte des Geschäfts von Amundi ETF sind der stetige Ausbau des ETF-Angebots sowie die Ausweitung der Aktivitäten in Europa und kürzlich auch in Asien. Kunden können auf lokale Spezialisten-Teams in elf Ländern - darunter auch Deutschland - zugreifen.
Stand: 30.06.2016

ComStage: Die Commerzbank bietet unter der Marke ComStage seit Herbst 2008 Exchange Traded Funds an. Dabei reicht das Angebot von ETFs auf Bluechip Indizes wie DAX, EuroStoxx oder Dow Jones über Schwellenländerindizes wie MSCI Emerging Markets bis hin zu verschiedenen Strategie-Indizes wie ShortDAX.

Xtrackers ETFs: Bei Xtrackers ETFs handelt es sich um die ETF-Sparte der Deutsche Asset Management, welche wiederum zur Deutschen Bank gehört. Seit Beginn 2007 bietet Xtrackers ETFs zahlreiche ETFs auf Aktien, Renten, Währungen, Rohstoffe und alternative Anlageklassen an und war außerdem der erste Anbieter, der ETFs auf Staatsanleihen aus Schwellenländern im Angebot hatte. Die breite Produktpalette und tiefe Marktdurchdringung macht Xtrackers ETFs zum ETF-Anbieter mit dem größten Angebot in Europa. Mit der Umstellung von 18 Aktien ETFs von synthetischer auf physische Indexreplikation im ersten Quartal 2014 gehört Xtrackers ETFs außerdem zu den führenden Anbietern von ETFs mit physischer Indexreplikation in Europa.

Deka ETFs: Bis Juli 2013 firmierte die ETF-Sparte der DekaBank unter dem Namen ETFlab, wurde dann jedoch auf die Deka Investment GmbH verschmolzen und trägt nun den Namen Deka ETFs. Deka ETFs bietet Produkte und Serviceleistungen rund um börsengehandelte Indexfonds, die sich speziell an institutionelle Investoren wie Vermögensverwalter, Banken, Versicherungen oder Stiftungen richten.

EasyETF: Bei EasyETF handelt es sich um die ETF-Sparte der BNP Paribas Asset Management. Angeboten werden unter anderem ETFs auf Rohstoffe und verschiedene Branchen-ETFs. In beiden Bereichen war EasyETF auch der erste Anbieter weltweit, der entsprechende Produkte aufgelegt hat.

iShares: iShares ist ein Tochterunternehmen des amerikanischen Vermögensverwalters BlackRock. 2013 übernahm der Anbieter auch die ETF-Sparte der Credit Suisse und konnte damit seine Präsenz auf dem europäischen Markt weiter ausbauen. Zum Repertoire von iShares gehören zahlreiche Indexfonds auf Aktien, Rohstoffe und festverzinsliche Papiere. Für viele Indizes werden gleich zwei ETFs angeboten, da Produkte des 2007 übernommen deutschen ETF-Anbieters Indexchange noch weitergeführt werden.

Lyxor: Lyxor Asset Management ist eine 100-prozentige Tochter der Société Générale und seit 2001 auf dem europäischen ETF-Markt vertreten. Das Produktangebot von Lyxor Asset Management deckt die größten internationalen Aktien-, Rohstoff-, Fixed-Income- und Geldmarktindizes ab. Außerdem war Lyxor lange Zeit der einzige Anbieter, der russische Aktien handelbar machte. Auch der weltweit erste ETF auf die EuroMTS-Indizes, die Benchmarks für Staatsschuldtitel der Eurozone, stammt von Lyxor Asset Management.

Source Markets: Unter der Marke Source vertreiben die Großbanken Bank of America, Goldman Sachs, J.P. Morgan, Nomura und Morgan Stanley seit dem Jahr 2009 gemeinsam ETFs in Europa. Das Angebot deckt dabei hauptsächlich die wichtigsten Indizes ab, ETFs auf Rohstoffe oder Anleihen gibt es in kleiner Anzahl.

State Street: Die State Street Corporation vertreibt ETFs über ihre Investmentsparte State Street Global Advisors. Die ETFs von State Street sind unter dem Namen SPDR, informell auch Spiders genannt, handelbar und beinhalten alle großen Assetklassen. State Street war einer der ersten Anbieter, der ETFs auf Gold, den internationalen Immobilienmarkt und einzelne Industriesektoren herausgebracht hat. In Deutschland sind SPDR-ETFs seit Ende 2010 handelbar.

UBS: Die Schweizer Großbank UBS vertrieb Ihre Indexfonds zunächst unter dem Namen Fresco Index Shares. Erst Ende 2004 fand eine Umbenennung in UBS Exchange Traded Funds statt. Der Hauptsitz von UBS ETFs ist in Luxemburg, wo auch die erste UBS Plattform für ETFs eingerichtet wurde. Weitere ETF-Plattformen der UBS befinden sich in Irland und der Schweiz. Für viele UBS ETFs gibt es zwei verschiedene Anteilsklassen - eine für Privatanleger und eine weitere speziell für institutionelle Anleger.

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