Die Vorteile von ETFs

ETFs: Effizient, transparent und flexibel

Die Abkürzung ETF könnte auch mit den Worten Effizienz, Transparenz und Flexibilität ausgeschrieben werden. Denn in diesen Bereichen weisen ETFs eine Vielzahl von Vorteilen gegenüber anderen Finanzprodukten auf:

Effizienz: ETFs bilden die Wertentwicklung des Referenzindex sehr genau nach und sind auf Kostenebene durch fehlendes aktives Management effizienter als konventionelle Fonds. Auch die jährliche Verwaltungsgebühr liegt unter der von gemanagten Fonds. Außerdem fallen bei ETFs in der Regel keine Ausgabeaufschläge oder Rücknahmegebühren an, sondern nur die üblichen Transaktionskosten für einen Kauf oder Verkauf über die Börse.

Transparenz: Mit dem iNAV wird kontinuierlich ein Preis für einen ETF-Anteil an der Börse berechnet und veröffentlicht, der sich vor allem an den Kursen der im ETF enthaltenen Einzelpositionen orientiert. Daneben wird von der Fondsgesellschaft täglich eine aktuelle Liste der Bestandteile des ETFs veröffentlicht.

Flexibilität: ETFs können während den Börsenöffnungszeiten kontinuierlich gehandelt werden. Market Maker sorgen durchgängig für die Stellung von Geld- und Briefkursen. Daneben können mit ETFs viele Anlagestrategien verfolgt werden: Sie eignen sich für eine kurzfristige wie eine langfristige Anlage und es ist mit ETFs möglich, einen breiten Markt abzudecken oder auch gezielt in aussichtsreiche Branchen und Regionen zu investieren.

Sicher und reguliert

Neben ihrer Effizienz, Transparenz und Flexibilität bieten ETFs Anlegern aber auch einiges an Sicherheit. Das eingesetzte Kapital ist als Sondervermögen bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt, so dass Anleger in diesem Fall keinen Totalverlust erleiden. Es besteht also kein Emittentenrisiko wie beispielsweise bei Zertifikaten oder Anleihen. Daneben werden ETFs von nationalen und europäischen Aufsichtsbehörden streng kontrolliert und bieten damit einen regulierten und sicheren Rahmen für die Geldanlage.

Konsequenzen der Indexnachbildung

Auch was die Wertentwicklung eines ETFs angeht, können sich die Anleger in einer Sache sicher sein: Der ETF kann grundsätzlich nicht schlechter laufen als sein zugrundeliegender Index. Während bei aktiv gemanagten Fonds die Benchmark getroffen, verfehlt oder übertroffen werden kann, entwickeln sich ETFs so wie der Referenzindex - abzüglich der Verwaltungsgebühr für den ETF. Was auf der einen Seite ein Vorteil ist, da Anleger so vor schlechten Entscheidungen eines Fondsmanagers geschützt sind, kann auf der anderen Seite aber auch ein Nachteil sein, da sie ebenso nicht von guten Fondsmanagern profitieren können und den Index nicht schlagen können. Denn auch bei fallenden Märkten bildet der ETF immer den zugrundeliegenden Index ab. Es kann keine Umschichtung vorgenommen werden, die den Wertverlust abmindern würde.

Allgemeine Risiken am Kapitalmarkt

Darüber hinaus weisen ETFs noch weitere Risiken auf, die sie mit fast allen Wertpapierarten teilen:

Wechselkursrisiko für ETFs mit Wertpapieren aus einem anderen Währungsraum: Schwankungen in den entsprechenden Wechselkursen führen zu Wertschwankungen des entsprechenden ETF-Anteils. Besteht bei allen Fremdwährungsanlagen. Anleger können dem Wechselkursrisiko vorbauen, indem sie in einen sogenannten währungsgeschützten ("currency-hedged") ETF investieren. Hier wird das Währungsrisiko größtenteils ausgeschaltet.

Zinsänderungsrisiko für ETFs die in Anleihen investieren: Änderungen des Marktzinsniveaus können zu Wertveränderungen der im ETF enthaltenen festverzinslichen Papiere führen.

Allgemeines Marktrisiko: Kursänderungen in Folge allgemeiner Markttendenzen, die durch allgemeinwirtschaftliche Faktoren ausgelöst werden, können den Wert des ETFs beeinflussen.

Risiko durch hohe Korrelation bei Branchen-ETFs: Bei einem reinen Branchen-ETF, der zum Beispiel nur Automobilhersteller enthält, führen Branchenkrisen durch die Korrelation der im ETF enthalten Aktien unmittelbar zu einem Wertverlust des ETF, da keine Wertpapiere anderer Branchen enthalten sind, die die Verluste ausgleichen könnten.

Risiken durch Swap-Geschäfte

Daneben besteht bei einigen ETFs ein Kontrahentenrisiko, abhängig davon, welche Replikationsmethode genutzt wird, um den Index nachzubilden. Einige ETFs benutzen hierfür Swapgeschäfte mit Banken, anstatt alle Aktien des Referenzindex zu kaufen. Die Bank garantiert dem ETF dabei die Wertentwicklung des Index, während die Bank im Gegenzug vom ETF die Wertentwicklung des Wertpapierkorbes erhält, aus dem der ETF tatsächlich besteht. Der Nachteil bei dieser Replikationsmethode besteht darin, dass der Swap-Partner, hier die Bank, zahlungsunfähig werden und dadurch ihren Teil der Vereinbarung nicht mehr einhalten könnte. In diesem Fall wäre ein Teil des Fondsvermögens gefährdet. In der Praxis ist dieses Risiko jedoch sehr gering, da der Anteil an Swap-Geschäften gesetzlich auf 10 Prozent des Fondsvermögens begrenzt ist und das Geschäft außerdem mit zusätzlichen Sicherheiten hinterlegt wird. In der Praxis beträgt das Kontrahentenrisiko allerdings im Durchschnitt nur rund 2 Prozent.



Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

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