ETFs von A bis Z

Glossar - Das ABC der ETFs

Asset-Allokation: Aufteilung des angelegten Kapitals auf verschiedene Anlageklassen, z.B. Aktien, Anleihen, Rohstoffe, und/oder Anlageregionen um die Risiken der Anlage zu minimieren.

Benchmark: Vergleichswert (oft Index) anhand dessen Entwicklung der Anlageerfolg eines Fonds oder ETFs beurteilt wird.

Cost-Average-Effekt: Durch regelmäßige gleichbleibende Einzahlungen in einen Fonds oder ETF werden bei fallenden Kursen mehr, bei steigenden Kursen entsprechend weniger Anteile erworben. Dadurch erhalten Anleger über einen längeren Zeitraum einen insgesamt günstigeren Durchschnittspreis.

Creation/Redemption-Prozess: Bei ETF-Herausgebern jeder Zeit möglicher Tausch von Aktienkörben, die der Zusammensetzung eines Index entsprechen, gegen entsprechend viele Anteile eines ETFs, der diesen Index abbildet, und umgekehrt.

Diversifikation: Streuung des Vermögens auf unterschiedliche und möglichst voneinander unabhängige Anlageformen bzw. -werte im Bereich der Kapitalanlage. Zielsetzung ist ein Portfolio mit einer möglichst hohen Rendite bei gleichzeitig möglichst geringem Risiko.

Dividende: Die Dividende ist Teil des Gewinnes einer Aktiengesellschaft und wird an die Aktionäre ausgeschüttet. Die Höhe der Dividende errechnet sich aus dem ausgeschüttetem Gewinn dividiert durch die Anzahl der Aktien. Am Tag nach der Dividendenausschüttung wird der Dividendenabschlag, der der Höhe der Bruttodividende entspricht, vom Kurs der Aktie abgezogen - die Aktie wird dann ex Dividende gehandelt.

Exchange Traded Commodities (ETCs): Schuldverschreibungen ohne Laufzeitbegrenzung, die die Entwicklung von Einzelrohstoffen oder Rohstoffindizes nachbilden.

Exchange Traded Fund (ETF): Börsengehandelter Indexfonds, der die Entwicklung eines Referenzindex so genau wie möglich nachbildet. Auf ein aktives Fondsmanagement wird daher verzichtet.

Fondsmanager: Bei konventionellen Fonds verantwortlich für die Anlageentscheidungen, z.B. die Zusammensetzung und Umschichtung eines Fondsportfolios.

Future: Standardisierte, unbedingte Terminkontrakte, die erfüllt oder durch Gegengeschäfte glattgestellt werden müssen. Man unterscheidet Financial Futures, die auf Anleihen, Aktien, Währungen oder Indizes lauten, und Commodity Futures, die auf Waren lauten.

Index: Eine statistische Größe für die Entwicklung einer Gruppe von Wertpapieren, die nach bestimmten Kriterien und Gemeinsamkeiten gebündelt werden.

Index-Tracking: Bemühung, die Entwicklung eines Index mit einem anderen Wertpapier so genau wie möglich nachzuvollziehen.

Indikativer Net Asset Value (iNAV): Indikativer Nettoinventarwert eines ETFs, der während der Handelszeit mindestens einmal pro Minute berechnet und veröffentlicht wird. Die Berechnung des iNAV stützt sich auf das Fondsvermögen, das auf Basis der Kurse der Einzelpositionen im Fonds-Portfolio berechnet wird, plus Barmittel des Fonds. Das so berechnete Fondsvermögen wird anschließend noch durch die Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Anteile geteilt. Der iNAV zeigt den ungefähren Wert der Fondsanteile.

Kassamarkt: Man unterscheidet beim amtlichen Handel zwischen dem variablen Markt und dem Einheitsmarkt. Zusammen bilden diese Märkte den Kassamarkt, als Gegenstück zum Terminmarkt. Der Kurs einer Ware am Kassamarkt heißt Kassakurs. Der Kassakurs wird einmal täglich zu einem festen Zeitpunkt, meist um die Mittagszeit, bestimmt, zu dem der Handel dann durchgeführt wird.

Korrelation: Statistische Kennzahl, die misst, wie sich die Entwicklung einer Variablen auf eine andere Variable auswirkt. Bei einer positiven Korrelation bewegen sich beide Variablen in die gleiche Richtung, bei einer negativen Korrelation in die entgegengesetzte Richtung. Die Korrelation liegt bei null, wenn kein Zusammenhang zwischen den beiden Variablen besteht.

Liquidität: Handelsvolumen eines Wertpapiers. Die Liquidität eines Wertpapiers ist umso höher, je mehr Käufer und Verkäufer sich im Markt befinden und je größer das Volumen an Handelsaktivitäten ist.

Market Maker: Offizielle Börsenmitglieder, meist Banken oder Broker, die für bestimmte Wertpapiere ständig Geld- und Briefkurse stellt. Diese handeln auf eigene Rechnung und eigenes Risiko und sorgen für Marktliquidität.

Net Asset Value (NAV): Der NAV, zu Deutsch Nettoinventarwert, wird einmal täglich von der Fondsgesellschaft berechnet. Er ergibt sich aus der Summe der Vermögensgegenstände des ETF, abzüglich der Verbindlichkeiten, bewertet zum Schlusskurs des Tages. Der NAV liegt in der Regel eng am iNAV.

Performanceindex: Ein Performanceindex berücksichtigt nicht nur die Kursentwicklung der enthalten Aktien, sondern auch Ausschüttungen wie Dividenden. Der bekannteste Performanceindex ist der DAX.

Preisindex: Im Gegensatz zum Performanceindex werden in einem Preisindex nur die Kursentwicklungen der im Index enthaltenen Aktien berücksichtigt. Er wird daher auch Kursindex genannt. Ausschüttungen wie Dividenden werden bei der Berechnung des Index nicht berücksichtigt, stattdessen reagiert der Kursindex in einem solchen Fall mit Abschlägen. Einer der bekanntesten Preisindizes ist der Dow Jones Industrial Average.

Rollen: Bei der Investition in Futures wollen Anleger in der Regel die Lieferung der entsprechenden Ware vermeiden. Sie verkaufen den gehaltenen Future daher kurz vor Laufzeitende und kaufen dafür einen Future mit längerer Laufzeit. Dieses Verhalten wird Rollen genannt. Dabei kann entweder ein Rollverlust (Contango) erzielt werden, oder ein Rollgewinn (Backwardation). Contango bezeichnet eine Situation, in der Futures mit längerer Laufzeit teurer sind als Futures mit kurzer Laufzeit, Backwardation bezeichnet die entgegengesetzte Situation, in der Futures billiger sind, je länger sie laufen.

Stock-Picking: Anlagestrategie, bei der nach einer ausführlichen Analyse nur solche Aktien gekauft werden, von denen angenommen wird, dass sie sich besser entwickeln als der Gesamtmarkt.

Swap: Im ETF-Bereich Vereinbarung zwischen zwei Partnern über den Tausch der Wertentwicklung eines Aktienkorbs mit der Wertentwicklung eines definierten Index.

Terminkontrakt: Ein Terminkontrakt verpflichtet den Verkäufer und den Käufer, den Handel zu einem festgelegten Termin in der Zukunft zu tätigen. Hierzu muss eine Lieferung des Underlyings stattfinden, außer der Kontrakt wird vor Ablauf der Zeit glattgestellt.

Total Expense Ratio (TER): Die Total Expense Ratio, auch Gesamtkostenquote genannt, gibt Aufschluss darüber, welche Verwaltungsgebühren und fixe Gebühren bei einem Fonds oder ETF anfallen. Die entsprechenden Kosten werden anteilig täglich vom Nettoinventarwert des Fonds oder ETFs abgezogen.

Tracking Error: Der Tracking Error bezeichnet die Abweichungen in der täglichen Wertentwicklung eines ETFs im Vergleich zu seinem Referenzindex. Er ist ein Maß für die Effizienz, mit der der ETF den Index abbildet.



Weiterführende Informationen rund um Xtrackers ETFs:

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