Portfolio-Optimierung mit Immobilienfonds

Korrelation als zentrale Größe im Risikomanagement

In den ersten Monaten 2015 kletterte der DAX von Hoch zu Hoch, gleichzeitig konnten auch die Kurse von Anleihen höchster Bonität stark zulegen. Im April markierte der deutsche Leitindex ein neues Allzeithoch und die Umlaufrendite der Rentenpapiere (die sich spiegelbildlich zu den Kursen entwickelt) ein Allzeittief. Als wesentlicher Treiber für beide Märkte wurde von zahlreichen Marktbeobachtern die Geldpolitik der EZB gesehen, das angekündigte Kaufprogramm für festverzinsliche Wertapiere sorgte bereits im Vorfeld für Portfolioumschichtungen in Aktien und Anleihen. Auf diese Haussephase folgte von April bis Juni der Dämpfer, die Kurse der Anleihen erlebten eine scharfe Korrektur, die sich auch negativ auf den Aktienmarkt abfärbte.

Der beschriebene Zusammenhang der Wertentwicklung verschiedener Assetklassen kann in einer Kennzahl erfasst werden, der sogenannten Korrelation. Je höher der Gleichlauf der Kurse, desto höher die Korrelation. Für das Risikomanagement im Anlageportfolio ist das die entscheidende Kennzahl. Werden Investitionen in verschiedene Assets gemischt, deren Kurse einen geringen Gleichlauf aufweisen oder die sich sogar gegenläufig entwickeln (negative Korrelation), kann die Streuung der Ergebnisse (auch Volatilität genannt), die als zentrale Risikogröße gilt, erheblich gesenkt werden.

Darin liegt ein zentraler Vorteil von offenen Immobilenfonds für das Portfoliomanagement. Historisch betrachtet weist die Wertentwicklung dieser Investmentklasse eine relativ geringe Korrelation zu den Assetklassen Aktien und Anleihen auf, so dass sich durch eine Aufnahme in das Portfolio das Gesamtrisiko - die Volatilität - reduzieren lässt.

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