13.07.2005 18:01
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USD weiter unter Aufwertungsdruck (devisen-trader.de)

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Die Anschläge in London am vergangenen Donnerstag brachten das Damoklesschwert der Terrorgefahr, das über den westlichen Industrieländern schwebt, wieder in Erinnerung, so Dr. Detlef Rettinger, Chefredakteur von "Devisen-Trader".

Die unmittelbaren Reaktionen am Devisenmarkt seien nicht überraschend gewesen: Zum einen sei natürlich das Britische Pfund unter Verkaufsdruck geraten, zum anderen sei auch der US-Dollar verkauft worden, da die USA der Hauptgegner der vermutlich hinter den Anschlägen steckenden Islamisten seien. Der Schweizer Franken dagegen sei als Krisenwährung wieder einmal gesucht gewesen.

Die Terroranschläge hätten die Zinsentscheidung der Bank of England in den Schatten gestellt, die ebenfalls am Donnerstag stattgefunden habe. Der Leitzins sei dabei erwartungsgemäß bei 4,75% belassen worden. Allerdings sei es möglich, dass die Notenbanker aufgrund der Terroranschläge in den nächsten Tagen zu einem außerordentlichen Treffen zusammenkämen. Die Wahrscheinlichkeit dafür sei jedoch gering, da die tatsächlichen ökonomischen Folgen der tragischen Anschläge eher gering seien. Die Bank of England würde mit einem außerordentlichen Treffen eher die Panik schüren - und das wäre kontraproduktiv.

Die zuletzt starken US-Konjunkturdaten hätten die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen in den USA geschürt. Während vor der letzten Zinsentscheidung der FED die Markterwartung davon ausgegangen sei, dass der Zinserhöhungszyklus bei 3,75% ende, werde nun ein Leitzins von 4,00% zum Jahresende und von 4,25% zum Ende des 1. Quartals 2006 eingepreist.

Insbesondere die wieder bessere Auftragslage lasse eine weiterhin positive Konjunkturentwicklung erwarten: Die für die Konjunkturprognose wichtigen ISM-Indizes (Einkaufsmanagerindizes) für das verarbeitende Gewerbe und das nicht-verarbeitende Gewerbe hätten im Juni auch wegen steigender Auftragseingänge überraschend stark zugelegt. So sei der "ISM Non-Manufacturing" von 58,5 auf 62,2 Punkte und damit über seinen Durchschnitt der letzten 12 Monate von 61,1 Punkten gestiegen. Der Arbeitsmarktbericht am Freitag sei allerdings gemischt ausgefallen. Der US-Dollar bleibe damit weiter unter Aufwertungsdruck, auch wenn die Wahrscheinlichkeit für eine charttechnische Korrektur deutlich gestiegen sei. Marktbericht-Datum: 11.07.2005

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