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10.06.2007 | Euro am Sonntag Archivbericht | Ausgabe 23/07

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LHS sorgt für Freude

Es kommt selten genug vor, dass ein und dieselbe Gesellschaft im Lauf der Zeit gleich zweimal an die Börse geht. Dass

TOBIAS MEISTER

Es kommt selten genug vor, dass ein und dieselbe Gesellschaft im Lauf der Zeit gleich zweimal an die Börse geht. Dass das Unternehmen aber wenig später zum zweiten Mal übernommen wird, ist wohl die absolute Ausnahme.

So geschehen bei LHS. Das Software-Unternehmen wurde im Jahr 2000 vom britischen Konkurrenten Sema für 4,7 Milliarden Euro geschluckt. Für die Aktionäre und vor allem für Firmengründer Hartmut Lademacher brachte dieser Deal einen warmen Geldsegen. Über Umwege kaufte Lademacher LHS zusammen mit anderen Investoren im Jahr 2004 zurück - angeblich für gerade einmal 50 Millionen Euro. Ein Glücksfall für Lademacher war der zweite Börsengang von LHS im Oktober 2006. Eigentlich wollte er damals Kasse machen und den Großteil seines Aktienpakets verkaufen. Da sich die Begeisterung der Investoren aber in Grenzen hielt, behielt Lademacher seinen Anteil. Der Emissionspreis wurde dabei von neun bis elf auf acht Euro gesenkt.

Knapp sieben Monate später hat der LHS-Großaktionär nun sein Paket an den schwedischen Netzwerkausrüster Ericsson verkauft - für 22,50 Euro je Aktie! Die Skandinavier haben sich bereits 55 Prozent an LHS gesichert. Ein Übernahmeangebot für die Aktionäre wird folgen. Anleger sollten verkaufen und hoffen, dass Lademacher ein drittes Mal zurückkommt.

Zwar keinen zweiten Börsengang, aber eine zweite Chance bekommt Ehlebracht. Der Konzern, der vor Jahren wegen innovativer CD-Verpackungen von sich reden gemacht hatte, stand lange Zeit mit dem Rücken zur Wand. Jetzt hat sich die Beteiligungsgesellschaft TFG der Ostwestfalen angenommen. TFG hat den Banken einen Forderungsverzicht abgerungen und übernimmt Stücke aus einer Kapitalerhöhung, die nicht von Altaktionären gezeichnet werden. Vielleicht ist dies der Grundstein für ein Comeback des Nebenwerts.

Dank des neuen Umweltbewusstseins jenseits des Atlantiks rücken langsam auch Spezialisten für erneuerbare Energien aus den USA hierzulande ins Blickfeld. Worldwater & Power zum Beispiel wird in Frankfurt rege gehandelt. In Kürze soll ein bedeutender Auftrag eines Großflughafens vermeldet werden. Allerdings ist die Aktie nur für spekulative Anleger geeignet.

Positive Nachrichten soll es auch in Kürze beim Biotech-Unternehmen Cytotools geben. Angeblich sollen die zum Teil nach Indien ausgelagerten Forschungen zuletzt gute Ergebnisse gebracht haben.

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