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29.06.2011 | Euro am Sonntag Archivbericht | Ausgabe 26/11

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Internetfirma greift Hotelbranche an

Die US-Webplattform Airbnb, die Mieter und Anbieter von Privatwohnungen zusammenbringt, dringt in Deutschland auf das

Die US-Webplattform Airbnb, die Mieter und Anbieter von Privatwohnungen zusammenbringt, dringt in Deutschland auf das Terrain der Hoteliers und WG-Vermittler vor. In Hamburg hat Airbnb Accolea übernommen. "Wir werden in Europa stark wachsen", sagt Airbnb-Mitgründer Brian Chesky. Demnächst werde Airbnb auch Vermietungen für mehr als 30 Tage anbieten.

In New York ist die Firma bereits starker Konkurrent der Hotelbranche. Airbnb vermittelt dort täglich über 5000 Übernachtungen, das entspricht der fünffachen Kapazität des größten Hotels in New York. Die Anzahl registrierter Kunden, die Unterkünfte in mehr als 13 000 Städten aus 193 Ländern buchen können, liege inzwischen bei "knapp einer Million", so Chesky.

Der Name der 2008 gegründeten Firma steht für Airbed &Breakfast (Luftmatratze und Frühstück). Inzwischen vermiete man aber nicht nur Matratzen in Zimmern, sondern auch Schlafzimmer, Apartments, Boote und sogar Inseln. Im Februar überschritt Airbnb die Grenze von einer Million Übernachtungen, aktuell sind es über 1,5 Millionen.

Wie bei Ebay oder Facebook steige Airbnbs Umsatz durch die große und aktive Nutzergemeinde, sagt Chesky. "Wenn wir hier alles richtig machen, holt uns niemand ein." 2010 legte das Geschäft "um 800 Prozent zu. Das werde sich 2011 wiederholen, so der Firmengründer. Zu den Airbnb-Konkurrenten gehört die Berliner Firma Wimdu. Das im März gegründete Unternehmen bietet 10 000 Unterkünfte in 50 Ländern an und beschäftigt 400 Mitarbeiter. Bei Airbnb arbeiten 150. Wimdus Geldgeber sind die Samwer-Brüder, die mehrfach Webfirmen weiterverkauft haben, zuletzt das Gutscheinportal City Deal an Groupon. Ihre Firma Rocket Internet hat Wimdu mit 90 Millionen Dollar ausgestattet. Airbnb hat 7,8 Millionen eingesammelt. Gerüchten zufolge wollen weitere Investoren mit 100 Millionen Dollar einsteigen. Wimdus hohe Mitarbeiterzahl ficht Chesky nicht an: "Sie setzen auf Makler und Vertriebsleute. Das ist nicht unser Weg. Wir bauen auf unser soziales Netz." (kds)

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