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Pflegeheimbetreiber Marseille-Kliniken will Akut-Krankenhäuser übernehmen
08.07.2008 18:19:00

Von Carl Batisweiler

„Wir wollen definitiv ins Geschäft mit Akut-Kliniken einsteigen. Der Abschluss einer Übernahme eines Akut-Krankenhauses wird in den nächsten zwölf Monaten erfolgen“, erklärte jetzt Axel Hölzer, Vorstandsvorsitzender von Marseille-Kiniken, im Gespräch mit Euro am Sonntag. Marseille ist mit rund 9000 stationären Betten einer der größten börsennotierten Betreiber von Pflegeheimen in Deutschland.

Offensichtlich befindet sich das Unternehmen mit Verwaltungssitz in Hamburg derzeit noch in Verhandlungen mit anderen kommunalen Betreibern von Krankenhäusern. „Vielleicht werden es in diesem Zeitraum auch noch mehr“, deutete Hölzer weitere mögliche Übernahmen an. Die Strategie, neben den Bereichen Pflege und Betreutes Wohnen auch noch auf den Betrieb von Akut-Kliniken zu setzen, hatte sich jüngst durch die Bekanntgabe von Peter Paul Gardosch (49) als neuem Vorstandsmitglied bei Marseille angekündigt. Der Humanmediziner war jahrelang als Notarzt tätig, bevor er unter anderem bei Roland Berger oder der Humaine-Gruppe als Berater der Klinikbranche arbeitete.

Gardosch wird bei Marseille die operativen Bereiche Akutkliniken und Rehabilitation verantworten. „Der Bereich Akutkliniken soll mit seiner Hilfe um weitere Standorte ausgebaut und zeitgleich die Chance genutzt werden, sich an Akutkliniken im mittleren Segment zu beteiligen, die größere Wettbewerber aus kartellrechtlichen Gründen nicht übernehmen dürfen“, so Hölzer. So hatte das Bundeskartellamt dem Klinikbetreiber Rhön Klinikum mehrfach den Kauf von regionalen Häusern untersagt, etwa in Eisenhüttenstadt oder im Kreis Rhön-Grabfeld.

Anleger lässt auch der Einstieg eines neuen Großaktionärs aufhorchen. Am Dienstag gab Marseille-Kliniken bekannt, dass der US-Finanzinvestor Artio Global Holdings an diesem Tag die Schwellen von drei und fünf Prozent überschritten und nun 9,40 Prozent an dem Unternehmen hält. Artio handelt im Auftrag von institutionellen Kunden wie Pensionsfonds oder Stiftungen.

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