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Volkswirte beurteilen Konjunkturlage etwas skeptischer
03.08.2007

Das Ökonomen-Barometer fällt im August um fast vier Punkte auf 71,39 Punkte. Die deutschen Volkswirte schätzen die wirtschaftliche Lage in Deutschland etwas schlechter ein als noch im Vormonat. Das geht aus dem neuen Ökonomen-Barometer von €uro am Sonntag und n-tv hervor.

Mit 71,39 Punkten lag der Wert für August knapp vier Punkte unter dem Juli-Stand. Damals hatte das Ökonomen-Barometer mit 75,25 Punkten seinen bisherigen Höchststand (seit Start im Dezember 2006) erreicht. Insgesamt schätzen die Ökonomen die aktuelle wirtschaftliche Situation in Deutschland aber weiterhin als recht gut ein. Auch für die Entwicklung der deutschen Konjunktur in den nächsten zwölf Monaten sind die Volkswirte skeptischer.

Der Wert für erwartete Entwicklung sank von 73,59 Punkten (Juli) auf 69,60 Punkte. Damit erwarten die Experten, dass sich die Konjunktur auf Jahressicht etwas langsamer entwickelt als derzeit. Gründe für die nachlassende Dynamik sind unter anderem der starke Euro und der hohe Ölpreis. Mehrheitlich sprachen sich die Ökonomen zudem gegen die Pläne der Bundesregierung aus, ausländische Staatsfonds bei Beteiligungen an deutschen Firmen bestimmter Branchen stärker als bisher zu regulieren. 55,4 Prozent der Befragten bezeichneten entsprechende Vorhaben als nicht sinnvoll beziehungsweise nicht notwendig. Dagegen erklärten nur 14,9 Prozent der Volkswirte, eine stärkere Regulierung für die Beteiligung in bestimmten Branchen sei sinnvoll beziehungsweise vertretbar.

Für das Ökonomen-Barometer wurden vom 25. Juli bis 1. August 2007 über 300 Volkswirte in Banken, Forschungsinstituten, Universitäten und Wirtschaftsverbänden befragt. Es ist damit der größte Stimmungsindikator der Branche.

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Oskar

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