Netz aus dem All - Deutsche Telekom-Aktie im Fokus: Neuer Starlink-Deal soll die letzten Funklöcher schließen

Die Deutsche Telekom setzt künftig auf Mobilfunk aus dem All, um die Ausfallsicherheit ihres Netzes drastisch zu erhöhen. Was man über die Zusammenarbeit mit Starlink wissen sollte.
Werte in diesem Artikel
• "Everywhere Network": Deutsche Telekom kooperiert mit Starlink
• Sattelitennetz als zusätzliche Sicherheitsebene
• Deutsche Telekom-Aktie mit leichten Verlusten
Telekom: Satellite-to-Mobile" schließt die letzte Netz-Lücke
Die Deutsche Telekom bricht in ein neues Zeitalter der Mobilfunkabdeckung auf: Durch eine strategische Partnerschaft mit dem Satellitendienst Starlink soll das Konzept des "Everywhere Network" Realität werden. Ab dem Jahr 2028 plant der Konzern, in zehn europäischen Märkten - darunter Deutschland - satellitengestützte Direktverbindungen anzubieten. Diese Technologie soll es modernen Smartphones ermöglichen, sich auch in Gebieten ohne herkömmliches Signal automatisch mit den Satelliten der nächsten Generation von Starlink zu verbinden.
Der Dienst nutzt das spezielle MSS-Frequenzband (Mobile Satellite Service) und bietet weit mehr als nur einfache Textnachrichten: Geplant sei laut Pressemitteilung eine vollumfängliche Unterstützung für Daten-, Video- und Sprachdienste. Stephanie Bednarek, VP of Starlink Sales, betont die Bedeutung dieser Zusammenarbeit: "Diese Vereinbarung ist die erste ihrer Art in Europa, mit der die V2-Technologie der nächsten Generation von Starlink eingeführt wird, die Daten-, Sprach- und Messaging-Dienste erweitert, indem sie Breitbanddirektverbindungen zu Mobiltelefonen ermöglicht."
Sicherheit und Konnektivität - auch in extremen Lagen
Die Integration der Satellitentechnik diene primär dazu, die topografischen und regulatorischen Grenzen des klassischen Netzausbaus zu überwinden. In schwer zugänglichen Regionen oder Naturschutzgebieten, in denen der Bau von Funkmasten oft unmöglich ist, sorgt die Weltraum-Anbindung künftig für eine lückenlose Versorgung. Neben der geografischen Erweiterung stehe dabei auch die Ausfallsicherheit im Fokus: Das Satellitennetz fungiert als zusätzliche Sicherheitsebene bei Naturkatastrophen oder großflächigen Stromausfällen.
"Wir bieten unseren Kunden das beste Mobilfunknetz. Und wir investieren weiterhin massiv in den Ausbau unserer Infrastruktur", sagte Abdu Mudesir, Vorstandsmitglied für Produkt und Technologie bei der Deutschen Telekom. "Gleichzeitig gibt es Regionen, in denen der Ausbau aufgrund topografischer Gegebenheiten oder behördlicher Auflagen besonders komplex ist. Wir wollen auch in diesen Gebieten eine zuverlässige Konnektivität für unsere Kunden sicherstellen. Deshalb ergänzen wir unser Netz strategisch durch Satelliten-zu-Mobilfunk-Konnektivität. Für uns ist klar: Konnektivität schafft Sicherheit und Vertrauen. Und wir liefern. Überall."
Während die Telekom bereits heute über 90 Prozent der Fläche Deutschlands mit 5G abdeckt, soll das "Everywhere Network" bis 2028 sicherstellen, dass Funklöcher endgültig der Vergangenheit angehören - egal wie anspruchsvoll das Gelände ist.
So reagiert die Telekom-Aktie
Die Deutsche Telekom-Aktie zeigt sich im bisherigen Jahresverlauf klar positiv. Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits um 13,09 Prozent zugelegt. In den vergangenen drei Monaten liegt das Plus bei 10,14 Prozent. Vor dem Wochenende zeigt sich die Aktie des DAX-Konzerns jedoch etwas schwächer. Im XETRA-Handel notierte sie letztlich 0,9 Prozent tiefer bei 30,99 Euro.
Evelyn Schmal, Martina Köhler, Redaktion finanzen.net
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