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12.04.2019 18:04
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Amazon Go Stores sollen zukünftig auch Bargeld akzeptieren

"Neue" Art des Bezahlens: Amazon Go Stores sollen zukünftig auch Bargeld akzeptieren | Nachricht | finanzen.net
"Neue" Art des Bezahlens
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Amazon plant für seine personalfreien Go Stores neue Zahlungsmethoden einzuführen. Ein Grund dafür sind Diskriminierungsvorwürfe: Unternehmen, die keine Barzahlung akzeptieren, würden einen Teil der Bevölkerung vom Einkauf in deren Läden ausschließen.
2018 eröffnete der Tech-Riese seine ersten Amazon Go Stores, bisher gibt es davon zehn Stück. Angeboten werden vor allem Speisen für unterwegs, Snacks, aber auch frische Lebensmittel. In den Stores können Kunden ohne Warteschlange an der Kasse einkaufen - da es dort kein Kassenpersonal gibt. Bloomberg meldete im vergangenen Jahr, dass das Unternehmen in Betracht zieht bis zu 3.000 solcher Stores ohne Personal bis 2021 zu eröffnen.

In Zukunft Barzahlung möglich

Bisher funktioniert das Bezahlen in Amazon Go Stores so, dass die Produkte in den Taschen automatisch erfasst werden. Die Einkäufe werden am Ausgang berechnet. Die Kunden begleichen mit einer speziellen Amazon Go App, die mit dem Bankkonto verknüpft ist, automatisch ihre Rechnung. Damit wollte Amazon ein neues Einkaufserlebnis schaffen. Die Kunden sollten einfach in die Stores gehen, zugreifen und wieder gehen können. Demnächst werden sie vermutlich die Wahl zwischen dieser zukunftsorientierten Variante und dem altbewährten Einkaufen haben.

Steve Kessel, Geschäftsführer der Amazon Stores, habe nun den Angestellten in einem internen Meeting verkündet, dass das Unternehmen plane, neue Zahlungsmethoden in den Amazon Go Stores einzuführen. Er hob außerdem die bereits ergänzten neuen Zahlungsmethoden hervor. Darunter gibt es ein Pilot-Projekt, bei dem eine elektronische Karte vom Staat für beispielsweise Familien mit geringem Einkommen (SNAP-Programm), was dem Prinzip von Essensmarken ähnelt, akzeptiert wird. Ein anderes neues Programm ist Amazon Cash. Mit diesem können Kunden in einem lokalen Laden Bargeld auf ihre digitalen Accounts laden. Kessel sagte, das Unternehmen wolle die Zahlungsmethoden dennoch erweitern. Genauere Angaben darüber, was das Unternehmen plane und bis zu welchem Zeitpunkt die Neuerungen erfolgen sollen, gab er allerdings noch nicht. Ein Sprecher bestätigte in einer E-Mail gegenüber CNBC die Aussagen Kessels und die Pläne des Unternehmens neue Zahlungsmethoden in den Amazon Go Stores einzuführen. "Wir arbeiten daran Bargeld bei Amazon Go zu akzeptieren", bekräftigte der Sprecher.

Diskriminierung durch Zahlungsmethoden

Ein Grund für diese Umstellung bei Amazon sei, dass einige Städte und Staaten derzeit Gesetze beschließen, die Geschäfte dazu verpflichten Barzahlungen anzunehmen, erklärt CNBC. Zuvor gab es Vorwürfe, dass Personen ohne Bank- oder Kreditkarte diskriminiert würden, wenn sie keine Möglichkeit hätten mit Bargeld zu bezahlen. In Massachusetts gibt es schon seit Jahrzehnten ein Gesetz, das es dem Einzelhandel vorschreibt Bargeld als Zahlungsmethode zu akzeptieren. Philadelphia startete dann als erste größere Stadt im vergangenen Monat die Möglichkeit zur Barzahlung gesetzlich vorzuschreiben. Wenige Wochen später folgte der Staat New Jersey. Nun erwägen auch andere Städte wie New York, San Francisco und Chicago ein solches Gesetz einzuführen.

Obwohl Amazon zunächst versuchte gegen das Gesetz vorzugehen, will das Unternehmen nun doch einlenken. Die Einführung von Bargeld als Zahlungsmethode könnte Kritik an Amazon zum Verstummen bringen, dass das Unternehmen mit seinem Laden-Konzept Teile der Bevölkerung benachteilige. Zudem könnte der Tech-Konzern damit seinen Kundenkreis auf Personen, die weniger verdienen, ausweiten. Einer Studie der Federal Deposit Insurance Corporation zufolge besitzen immerhin etwa 6,5 Prozent, also ca. 8,4 Millionen US-Haushalte kein eigenes Bankkonto. Mit der Aufnahme der SNAP-Karte als Zahlungsmittel könnte sich ebenso einer von vielen Zukunftsmärkten für das Unternehmen öffnen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: VDB Photos / Shutterstock.com, Gil C / Shutterstock.com

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