Airbus und Boeing buhlen um mehr Sitzplätze im Flugzeug
Werte in diesem Artikel
Die Flugzeugbauer Airbus Group und Boeing haben einen neuen Aufhänger für ihre Rivalität gefunden: Wer schafft es, die meisten Passagiere in seinen kleinsten Jet zu pferchen?
Diese Woche meldete Airbus, die europäischen Behörden hätten ihm erlaubt, jetzt 189 Passagiere in seinem A320 befördern - neun mehr als bisher. Das neue Modell des A320, ein Flugzeug mit einem Mittelgang, soll bereits nächstes Jahr auf den Markt kommen. Seine maximale Passagierzahl entspricht dann jener der vergleichbar großen Boeing 737.
Boeing aber lotet nach Angaben seines Programmchefs Keith Leverkuhn bereits aus, wie groß das Marktinteresse für weitere Sitzplätze in seiner 737 Max 8 ist. Die Maschine ist eine Neuauflage des Verkaufsschlagers mit einem Mittelgang.
Bisher waren Fluggesellschaften stets darauf aus, eine Mischung aus Economy- und Business-Class-Plätzen vorzuhalten, um ihre Verkaufserlöse zu maximieren. Aber weil inzwischen auch Billigflieger wichtige Auftraggeber für die Flugzeugbauer sind, konzentrieren sich Airbus und Boeing zunehmend darauf, deren Ansprüchen nach einer möglichst hohen Zahl von Sitzplätzen zu genügen. Dies gilt vor allem für Jets, die auf Kurz- und Mittelstrecken fliegen.
"Fluglinien sind sehr daran interessiert, mehr Passagiere ins Flugzeug zu bekommen", sagt Klaus Röwe, Senior Vice President bei Airbus.
Einer der Billigflieger, die sich mehr Sitze im Flieger wünschen, ist Ryanair Holdings. Das Unternehmen hat wiederholt gesagt, dass es am liebsten 199 Passagiere in Jets mitnehmen würde - das ist die maximal erlaubte Zahl, die eine Fluggesellschaft befördern darf, ohne zusätzliches Kabinenpersonal einstellen zu müssen. Die Fluglinie fliegt zurzeit mit Boeings vom Typ 737-800, in denen maximal für 189 Passagiere Platz ist.
Für den Airbus A321 - ein Jet mit einem Mittelgang, der ein bisschen größer ist als der A320 - verschiebt und überarbeitet Airbus laut Manager Röwe die Türen, damit am Ende 240 Passagiere in die Kabine passen. Das wären 20 mehr als bisher. Auch die Toiletten und die Küchenecken werden umgebaut, um Platz für mehr Sitze zu schaffen. Wenn 20 Sitze mehr in den A321 hineingehen, sinken die Kosten pro Sitzplatz um 6 Prozent, sagt Airbus.
Boeing prüfe Änderungen wie breitere Türen und engere Sitzreihen, um 10 Sitze zusätzlich in der 737Max unterzubringen, sagen Personen, die sich mit der Strategie des Konzerns auskennen.
Wegen der hohen Nachfrage stehen Airbus und Boeing vor einer langen Liste noch nicht abgearbeiteter Aufträge zum Bau kleiner Flugzeuge mit einem Mittelgang. Beide Unternehmen kurbeln deshalb die Produktion kräftig an. Airbus erwartet für das Jahr 2016, dass die Zahl der produzierten A320-Maschinen von derzeit 42 im Monat auf 46 im Monat steigt. Das Unternehmen überlegt, ob es nicht nach 2018 monatlich 50 oder gar 54 dieser Flugzeuge produzieren könne.
Boeing ist auf gutem Weg, ab 2017 jeden Monat 47 Flugzeuge mit schmaler Kabine zu bauen. Aber auch der US-Hersteller will die Produktion ausweiten. Nach Konzernangaben könnten bis zum Ende des Jahrzehnts jeden Monat 52 Flugzeuge fertig gestellt werden.
Kontakt zum Autor: redaktion@wallstreetjournal.de
DJG/WSJ/bam
(END) Dow Jones Newswires
June 13, 2014 02:37 ET (06:37 GMT)
Copyright (c) 2014 Dow Jones & Company, Inc.- - 02 37 AM EDT 06-13-14
Ausgewählte Hebelprodukte auf Airbus
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf Airbus
Der Hebel muss zwischen 2 und 20 liegen
Aktuelle Airbus Aktie News
Airbus Analysen
Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Airbus nach folgenden Kriterien zu filtern.
Alle: Alle Empfehlungen
| Datum | Rating | Analyst | |
|---|---|---|---|
| 07.08.26 | Airbus SE Outperform | RBC Capital Markets | |
| 07.08.26 | Airbus SE Hold | Jefferies & Company Inc. | |
| 03.08.26 | Airbus SE Buy | UBS AG | |
| 30.07.26 | Airbus SE Outperform | Bernstein Research | |
| 30.07.26 | Airbus SE Outperform | RBC Capital Markets |