01.04.2015 11:06
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Allianz und Lufthansa versprechen schnelle Schadensbearbeitung

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   Von Isabel Gomez

   MÜNCHEN/FRANKFRUT (Dow Jones)--Die Versicherer der Lufthansa wollen gemeinsam mit dem Unternehmen "alle Schäden infolge des Absturzes des Germanwings-Flugs 4U9525 umfassend, fair und so schnell wie möglich bearbeiten". Das teilte die Allianz, die das aus zehn Unternehmen bestehende Versicherungskonsortium anführt, am Mittwoch mit. Die genaue Bestimmung der endgültigen Schadenhöhe könne jedoch "erst mittelfristig" erfolgen.

   Bereits am Dienstag wurde bekannt, dass die Versicherer einen vorläufigen Betrag von rund 300 Millionen Dollar zurückgestellt haben, um alle Ansprüche und Kosten zu decken. Endgültig ist diese Summe indes nicht. Es handele sich um eine "erste, vorläufige Reserve", die sowohl Entschädigungszahlungen an die Angehörigen der Passagiere umfasse als auch den Versicherungswert des Flugzeugs.

   Der Versicherungswert des Airbus wird von einem anderen Konsortium von Kriegsrisikoversicherern reguliert. Dabei handelt es sich einer Studie der auf Versicherungen spezialisierten Ratingagentur A.M. Best zufolge um den britischen Versicherungsmarkt Lloyds. Die A320 war laut A.M. Best mit 6,5 Millionen Euro bewertet. Kosten für Sicherungs- und Untersuchungsmaßnahmen am Absturzort, rechtliche Unterstützung oder die Betreuung der Angehörigen gehören ebenfalls zu den Leistungen, die aus der vorläufigen Reserve gedeckt werden.

   Das Konsortium und die Lufthansa wollen jeden Schadenersatzanspruch individuell prüfen. Angesichts der Umstände werde die vollständige Analyse und Bewertung jedes einzelnen Falles "einige Zeit" in Anspruch nehmen. Die Lufthansa hatte am vergangenen Freitag mitgeteilt, dass sie den Angehörigen eine sofortige Überbrückungshilfe in Höhe von 50.000 Euro zahle. Dieser Betrag sei unabhängig von weiteren Schadenersatzforderungen.

   In der ersten Zeit nach einem Unglück dieses Ausmaßes sind nur beschränkt offizielle und valide Informationen verfügbar. Daher bilden Versicherer erste Reserven auf einer "vorsichtigen Grundlage", wie die Allianz schreibt. Wenn die letztendliche Schadenhöhe feststehe, würden die Reserven entsprechend angepasst.

   Zu den Kosten, deren Höhe noch kaum absehbar ist, zählen auch die Entschädigungsleistungen an die Betroffenen, die "in Anwendung der jeweils gültigen Rechtsgrundlage geleistet werden". Von den 150 Passagieren und Crew-Mitgliedern stammen nach den letzten Aussagen des Auswärtigen Amtes 75 aus Deutschland und drei aus den USA. In Europa erhielten Hinterbliebene in vergleichbaren Fällen in der Vergangenheit rund 1 Million Dollar als Entschädigung. In den USA werden oft deutlich höhere Schadenersatzsummen eingeklagt und zugesprochen.

   Kontakt zur Autorin: isabel.gomez@wsj.com

   DJG/igo/smh

   (END) Dow Jones Newswires

   April 01, 2015 04:37 ET (08:37 GMT)

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