finanzen.net
16.12.2016 13:27
Bewerten
(0)

BWA-Untersuchung: Work-Life-Balance wichtiger, als hohes Gehalt

DRUCKEN
Bonn (ots) -

- Umfrage unter 100 Personalexperten aus der deutschen Wirtschaft
84 Prozent tendieren zu Gehaltsverzicht zugunsten von mehr Freizeit
Generation Y hat neues Verständnis von Work-Life-Balance
"Feierabend" ist ersetzt durch dauernde Erreichbarkeit
Digital Natives rebellieren gegen berufliches E-Mail-Verbot am Abend

Ein zwischen Arbeit und Freizeit ausgeglichenes Leben ist vielen Beschäftigten heutzutage wichtiger, als ein möglichst hohes Einkommen. Dies stellt eine der Schlüsselerkenntnisse des aktuellen Reports "New Work" der BWA Akademie ("Consulting, Coaching, Careers") dar. Die Studie basiert auf einer Umfrage unter 100 Personalexperten aus der deutschen Wirtschaft. Demnach nehmen 41 Prozent der Mitarbeiter Einbußen beim Gehalt in Kauf, wenn dafür die Work-Life-Balance stimmt. Weitere 43 Prozent würden einen Gehaltsverzicht zumindest in Erwägung ziehen, wenn ihnen das Work-Life-Angebot des Arbeitgebers attraktiv genug erscheint. Lediglich 17 Prozent ist das Geld auf jeden Fall wichtiger, als die Freizeit.

"Die Personalverantwortlichen in den Unternehmen sollten zunehmend berücksichtigen, dass für einen Großteil der Beschäftigten eine nur am Gehalt oder am Machteinfluss in der Firma entlang geplante Karriere immer weniger attraktiv ist", erklärt BWA-Geschäftsführer Harald Müller. Er erläutert: "Viele Firmen haben noch das Bild der Baby-Boomer vor Augen, für die es vor allem um den Balanceakt zwischen Beruf und Familie geht. Für die Generation X steht der Ausgleich zwischen Erwerbstätigkeit, Kindererziehung und Freizeit im Sinne abwechselnder Phasen im Vordergrund. Die Generation Y hat hingegen ein völlig anderes Verständnis von Work-Life-Balance. Sie legt weniger Wert auf die strikte Trennung von Erwerbstätigkeit und Berufsleben, sondern zielt vor allem darauf, die eigene Zeit sinnvoll und nützlich zu verwenden. Es geht mithin weniger darum, den Beschäftigten mehr Freizeit einzuräumen, sondern vor allem darum, ihnen mehr Sinnhaftigkeit in ihrem Berufsleben zu geben."

Feierabend ist abgeschafft

So kommen zwei Drittel (67 Prozent) der Befragten in der BWA-Studie zu der Erkenntnis, dass es heutzutage gar keinen "Feierabend" mehr gibt im herkömmlichen Sinne, weil man immer und jederzeit für den Arbeitgeber, aber auch für Kollegen und oft auch Kunden erreichbar ist. Laut Umfrage schaltet nicht einmal ein Zehntel nach getaner Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes ab.

"Verbote, dass etwa Vorgesetzte ihren Mitarbeitern nach fünf Uhr keine E-Mails schicken dürfen, sind jedoch wenig hilfreich. Sie werden bestenfalls noch von der Generation X begrüßt, wirken aber auf die Generation Y abschreckend", warnt BWA-Chef Harald Müller vor rückwärtsgewandten Lösungen. Laut BWA-Report "New Work" sind 44 Prozent der festen Überzeugung, dass sich das "Phänomen Burnout" aufgrund von ständiger Erreichbarkeit in einigen Jahren schlichtweg erledigt haben wird, weil es die Digital Natives gewohnt sind, immer und überall erreichbar zu sein. Weitere 25 Prozent sehen zumindest einen Rückgang der durch Erreichbarkeit verursachten Burnouts voraus. Immerhin ein knappes Drittel (31 Prozent) hält dies für "Wunschdenken" und geht eher von einer steigenden Burnout-Rate aus.

"Für Digital Natives ist es weniger eine Frage, ob ihnen ihr Chef zu später Stunde noch schreibt, sondern was er ihnen schreibt", sagt BWA-Geschäftsführer Harald Müller. Er erklärt: "Die Generation Y findet es eher befremdlich, wenn ihnen eine Nachricht stundenlang vorenthalten wird, weil es einfach ihrem Lebensstil entspricht, sich jederzeit auf digitalen Medien auszudrücken. Diese Einstellung schützt aber natürlich nicht vor Burnout durch zu viel Stress."

Burnout-Prophylaxe bleibt wichtig

Laut BWA-Chef Harald Müller gehört die Burnout-Prophylaxe "zu den wichtigsten Maßnahmen, die externe Berater für das betriebliche Gesundheitsmanagement in Unternehmen anbieten". Dazu zählen in erster Linie Stressmanagement-Seminare, Potenzialanalyseverfahren und Strategieplanung. Nach Angaben von BWA können sich Mitarbeiter durch präventives Einzelcoaching oder Workshops rechtzeitig mit Stress-Situationen auseinandersetzen, eigene Werte ermitteln und hilfreiche Strategien, Methoden und Ziele erarbeiten. So lernen die Teilnehmer von Stressmanagement-Seminaren beispielsweise motivierenden Stress zu identifizieren und das eigene Stressverhalten effektiv zu managen. Potenzialanalyseverfahren helfen darüber hinaus dabei, versteckte soziale Kompetenzen aufzudecken und den eigenen Verhaltensstil zu analysieren. "Ein wichtiges Instrument ist auch die Strategieplanung", erläutert Harald Müller. "Diese ermöglicht dem Einzelnen, sich des eigenen Wertesystems bewusst zu werden, eigene Einstellungen zu reflektieren und positive Einstellungen zu entwickeln." Dadurch lassen sich psycho-soziale Stressfaktoren frühzeitig erkennen und vermeiden.

Experten sehen im Burnout-Syndrom eine der schwerwiegendsten Folgen von chronischem Stress - gleichgültig, ob es sich dabei um die Generation X oder Y handelt. Aus einer Studie der BWA Akademie geht hervor, dass beinahe 90 Prozent der Firmen in Deutschland vermehrt psychisch bedingte Krankheitsstände in ihren Betrieben zu verzeichnen haben.

Die BWA Akademie ("Consulting, Coaching, Careers") ist seit über 15 Jahren unter der Führung von Geschäftsführer Harald Müller als Spezialist für Personalentwicklung, Outplacement, Personalberatung und Training sowie für Arbeitsmarktprogramme wie Beschäftigtentransfer erfolgreich. Die BWA versteht sich als neutraler Vermittler zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften zum Vorteil der Arbeitnehmer. Mit Hilfe der BWA haben mehr als zehntausend Arbeitnehmer eine neue berufliche Zukunft gefunden. Das Spektrum reicht von der Begleitung von Change Management-Prozessen über Vermittlung und Coaching von Führungskräften bis hin zur Unterstützung bei der Gründung eines eigenen Unternehmens.

OTS: BWA Akademie newsroom: http://www.presseportal.de/nr/74029 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_74029.rss2

Pressekontakt: Weitere Informationen: BWA Akademie, Burgstraße 81, 53177 Bonn, Tel.: 0228/323005-0, E-Mail: info@bwabonn.de, Internet: www.bwabonn.de

PR-Agentur: euromarcom public relations GmbH, Tel.: 0611/973150, E-Mail: team@euromarcom.de, Internet: www.euromarcom.de

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht tiefrot ins Wochenende -- US-Börsen schließen deutlich im Minus -- Commerzbank-Chef liebäugelt mit Fusion -- Chaos-Brexit vorerst abgewendet -- Nike, Ströer, Uber, Dürr, Hapag im Fokus

Allianz bietet auf Versicherungs-Sparten von BBVA. Nokia-Warnung vor Problemen bei Alcatel-Zukauf sorgen Anleger. ProSiebenSat.1-Aktie vor Mehrjahrestief. Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erstmals seit Herbst 2016 wieder negativ. Neuer Videodienst von Apple erwartet. RWE und E.ON im Aufwind.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die zehn größten Kapitalvernichter
Hier wurde am meisten Anlegergeld verbrannt
DIe innovativsten Unternehmen
Diese Unternehmen sind am fortschrittlichsten
Die Top-Autos des Genfer Autosalon 2019
Das sind die Highlights
Das hat sich geändert
Diese Aktien hat George Soros im Depot
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Einige Änderungen unter den Top-Positionen
mehr Top Rankings

Umfrage

Nun ist es bestätigt: Deutsche Bank und Commerzbank loten offiziell eine Fusion aus. Glauben Sie, dass es tatsächlich dazu kommen wird?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
Apple Inc.865985
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
BayerBAY001
Amazon906866
Allianz840400
BMW AG519000
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
CommerzbankCBK100
Aurora Cannabis IncA12GS7
Deutsche Telekom AG555750