05.11.2012 18:13
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Börse Frankfurt Schluss: Im Minus, Deutsche Post unter Druck

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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes erwischten einen schwächeren Start in die neue Handelswoche und notierten im Montaghandel in der Verlustzone. Die Anleger hielten sich am Vortag der US-Präsidentschaftswahl mit größeren Neuengagements zurück. Zudem fielen auch die Vorgaben von den US-Börsen negativ aus. Der DAX verlor zuletzt 0,51 Prozent auf 7.326,47 Punkte. Der MDAX gab um 0,52 Prozent nach auf 11.565,58 Punkte. Der SDAX notierte derweil unverändert bei 5.049,18 Zählern, während der TecDAX um 0,22 Prozent auf 806,00 Punkte abgab. Der Bund Future legte zuletzt 0,14 Prozent zu auf 142,16 Zähler, während der Euro um 0,24 Prozent auf 1,2792 Dollar verlor.

An der Wall Street tendieren die wichtigsten Indizes zur Stunde nahezu unverändert. Am Dienstag steht in Deutschland konjunkturseitig der Dienstleistungsindex für Oktober auf der Agenda.

Deutsche Börse AG (Deutsche Boerse) rückten heute als Spitzenreiter im Dax um 2,4 Prozent vor. Der Börsenbetreiber teilte mit, dass Eurex Clearing, eines der weltweit führenden Clearing-Häuser, am 22. November Europas ersten zentralen Kontrahenten (CCP) für den Markt der bilateralen Wertpapierleihe starten wird. Volkswagen (Volkswagen vz) fuhren mit einem Abschlag von 0,7 Prozent hinterher. Der Automobilkonzern wird seine Autos einem Magazinbericht zufolge künftig weitaus günstiger anbieten können als bisher. Wie es heißt, rechnet Volkswagen mit über 1.500 Euro geringeren Produktionskosten pro Fahrzeug als bislang. Möglich wird dies durch ein völlig neuartiges Entwicklungs- und Produktionssystem. Der zur Deutschen Bank (Deutsche Bank) gehörenden Tochter BHF laufen derweil einem Medienbericht zufolge die Kundenberater davon. Die Aktie der Deutschen Bank verbilligte sich daraufhin um 1,5 Prozent.

Mit einem Abschlag von 2,1 Prozent standen unterdessen die Titel der Deutschen Post (Deutsche Post) als Schlusslicht im DAX deutlich unter Druck. Das Bundeskartellamt hat ein Verfahren gegen das Unternehmen wegen möglicher Behinderung von Briefdienstleistern eingeleitet. Dabei sind Beschwerden von unabhängigen Briefdienstleistern Anlass für das Missbrauchsverfahren, in denen der Deutschen Post vorgeworfen wird, den Wettbewerb auf dem Briefdienstleistungsmarkt zu behindern. E.ON (EON) will sein Sparprogramm weiter fortsetzen und Stellen von Führungskräften streichen. "Ein Sparprogramm darf nicht nur die Basis treffen, sondern muss auch Führungskräfte einbeziehen", sagte E.ON-Personalvorstand Regine Stachelhaus gegenüber der Presse. Man gehe aber nicht mit dem Rasenmäher durch den Konzern. Zugleich kündigte die Personal-Chefin weitere Einsparungen an. Die Titel des Energieversorgers verloren 0,4 Prozent an Wert.

Eine negative Nachricht gab es zudem zu Siemens . Der Technologiekonzern muss einem Medienbericht zufolge in Zusammenhang mit seinem Engagement im Solargeschäft weitere Einmalbelastungen hinnehmen. Wie es heißt, muss Siemens durch den Ausstieg aus dem Solargeschäft erneut Belastungen von brutto mehr als 250 Mio. Euro verbuchen. Diese setzen sich aus Firmenwertabschreibungen, operativen Verlusten sowie Abschreibungen auf bereits begonnene Solaranlagen zusammen. Das Papier fiel um 0,4 Prozent. Für die Aktie der BASF ging es um 1,1 Prozent nach unten, nachdem der Chemiekonzern bekannt gab, dass er seine Organisationsstruktur optimieren will, um Kundenbranchen besser zu bedienen und die operative und technologische Exzellenz zu steigern.

FUCHS PETROLUB (FUCHS PETROLUB vz) verbesserten sich nach Zahlen für die ersten neun Monate 2012 auf Platz zwei der Gewinnerliste im MDAX um 2,2 Prozent. Der Schmierstoffhersteller konnte in diesem Zeitraum Umsatz und Ergebnis zweistellig steigern. Neben erhöhten Absatzmengen haben sich rohstoffkostenbedingte Verkaufspreiserhöhungen sowie positive Effekte aus der Währungsumrechnung sichtlich auf den Umsatz ausgewirkt. Für das Gesamtjahr erwartet FUCHS ein EBIT, das um etwa 10 Prozent über dem Vorjahreswert liegen sollte. Klöckner & Co legten an der Spitze um 4,7 Prozent zu, während die rote Laterne von Salzgitter mit einem Wertverlust von 3,6 Prozent getragen wurde.

QSC (QSC) erzielte im dritten Quartal dank eines Steuereffekts ein Gewinnplus. Der Umsatz zeigte sich infolge der zügigen Abschmelzung des konventionellen TK-Geschäfts erwartungsgemäß rückläufig. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bekräftigt. Die Aktie des Telekommunikationsanbieters mit eigener DSL-Infrastruktur rückte als Spitzenreiter im TecDax um 9,3 Prozent vor. Bereits gestern meldete sich unterdessen QIAGEN mit seinem Zahlenausweis zu Wort. Der Biotech-Konzern hat im dritten Quartal seinen Umsatz gesteigert. Beim bereinigten Konzernergebnis konnte man ebenfalls zulegen. Das Unternehmen bestätigte ferner seinen Ausblick. Der Titel verteuerte sich um 0,2 Prozent. Die zu PSI gehörende PSIPENTA Software Systems GmbH hat einen Auftrag vom chinesischem Eisenbahnbau-Konzern CSR Qingdao Sifang Locomotive Co., Ltd. erhalten. PSI verschlechterten sich um 2,5 Prozent.

Im SDAX notierten Balda zuletzt auf Vortagesniveau. Das Unternehmen musste im ersten Fiskalquartal einen Umsatzrückgang ausweisen. Das operative Ergebnis fiel unterdessen ausgeglichen aus.

DAX: 7.326,47 (-0,51 Prozent) MDAX: 11.565,58 (-0,52 Prozent) SDAX: 5.049,18 (-0,00 Prozent) TecDAX: 806,00 (-0,22 Prozent) (05.11.2012/ac/n/m)

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