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03.12.2012 18:17
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Börse Frankfurt Schluss: Leichte Zugewinne, SAP fester

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Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standardwerte beendeten den ersten Tag der neuen Handelswoche mit leichten Aufschlägen. Dabei trübte die Stimmung am Nachmittag nach schwachen Konjunkturdaten aus den USA ein. Der DAX gewann zuletzt 0,40 Prozent auf 7.435,21 Punkte. Der MDAX legte um 0,11 Prozent zu auf 11.625,89 Punkte. Für den SDAX ging es derweil um 0,12 Prozent nach oben auf 5.111,97 Zähler, während der TecDAX 0,22 Prozent auf 842,64 Punkte anzog. Der Bund Future verlor zuletzt 0,28 Prozent auf 142,54 Zähler, während der Euro um 0,53 Prozent auf 1,3064 Dollar gewann.

Die US-Börsen notieren zur Stunde nahezu unverändert. In den USA stehen am Dienstag konjunkturseitig der ICSC-UBS-Index der wöchentlichen Kaufhausumsätze auf der Agenda. In Deutschland wird der Außenhandel nach Ländern gemeldet.

Nokia Siemens Networks (NSN), ein Joint Venture der finnischen Nokia und des Industriekonzerns Siemens , hat sich im Rahmen der weiteren Fokussierung auf das Kerngeschäft von einem weiteren Unternehmensbereich getrennt. So verkauft man die Glasfasersparte Optical Networks an den Finanzinvestor Marlin Equity Partners. Die Sparte soll künftig als eigenständiges Unternehmen mit Sitz in München operieren. Die neue Gesellschaft mit Aktivitäten auf der ganzen Welt wird weiterhin vom bestehenden Management-Team geführt werden, wobei Herbert Merz als CEO fungieren wird. Finanzielle Einzelheiten der Transaktion, die im ersten Quartal 2013 abgeschlossen werden dürfte, wurden nicht genannt. Siemens stiegen um 0,4 Prozent.

Bereits am Samstag teilte der Stahl- und Industriekonzern ThyssenKrupp mit, dass Dr. Jürgen Claassen (54) den Aufsichtsrat gebeten hat, ihn bis auf weiteres von seinen Vorstandsaufgaben zu entbinden. Dr. Jürgen Claassen: "Durch diesen Schritt möchte ich angesichts der derzeitigen öffentlichen Berichterstattung Schaden vom Unternehmen fernhalten, dem ich mich seit über 28 Jahren tief verbunden fühle". Der Aufsichtsrat wird sich mit dieser Angelegenheit den Angaben zufolge in seiner bereits terminierten Sitzung am 10. Dezember 2012 beschäftigen. Derweil soll ThyssenKrupp einem Medienbericht zufolge seinen Wettbewerber Salzgitter übers Ohr gehauen haben. Im Zentrum der Vorwürfe steht die GfT Bautechnik, an der Salzgitter bis vor einem Jahr beteiligt war und die exklusiv die Spundwände der Niedersachsen vertrieben hatte. Bei einer Prüfung im Sommer 2011 sei Salzgitter aufgefallen, dass der Ruhrkonzern zu wenig Geld an die Niedersachsen für die Lieferung dieser Stahlprodukte überwiesen habe, heißt es unter Verweis auf Branchenkreise. Der Titel von ThyssenKrupp legte um 0,4 Prozent zu, während Salzgitter im MDAX um 0,2 Prozent nachgaben.

Für die Aktie von Volkswagen (Volkswagen vz) ging es heute um 0,2 Prozent nach unten, obwohl der Automobilkonzern im November eine deutliche Steigerung beim US-Absatz vorweisen konnte. Unterdessen verlautbarte die Deutsche Börse AG (Deutsche Boerse) am Sonntag, dass die China Futures Association (CFA) und die Eurex Group auf dem 8. International Derivatives Forum in Shenzhen eine umfassende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet haben. Die Aktie verbesserte sich daraufhin um 1,1 Prozent. Die rote Laterne wurde gleichzeitig von Commerzbank mit einem Minus von 1,1 Prozent getragen. Zuletzt stiegen vorne SAP um 1,3 Prozent.

GERRY WEBER (GERRY WEBER International) rückten heute um 1,3 Prozent vor. Der Modekonzern meldete, dass der Vorstandsvertrag von Gerhard Weber, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft, vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert wurde. So wurde der ursprünglich im Oktober 2013 auslaufende Vertrag durch den Aufsichtsrat entsprechend bis Oktober 2014 fortgeschrieben. Daneben verteuerten sich Bilfinger (Bilfinger SE) um 0,4 Prozent. Der Konzern meldete, dass er sein Immobilienservicegeschäft nach Norditalien ausweitet. So übernimmt Bilfinger die in der Nähe von Venedig ansässige S.I.E.L.V. S.p.A., einen etablierten Spezialisten für technisches Facility Management. S.I.E.L.V. erbringt mit 220 Mitarbeitern eine Jahresleistung von rund 50 Mio. Euro. Die Gesellschaft befand sich bisher im Besitz des Managements, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Schließlich ging es bei GEA Group um 1 Prozent nach oben. Der Technologiekonzern hat mit der Ausgabe der letzten von drei Aktientranchen am 3. Dezember 2012 den Vergleich zum Spruchverfahren vom Januar 2012 erfüllt. In diesem Zusammenhang wurden insgesamt rund 8,7 Millionen Aktien mit Gewinnberechtigung bereits für das Geschäftsjahr 2012 neu ausgegeben. Auf die dritte Tranche entfielen dabei 4,6 Millionen Aktien. Die Verwässerung infolge des Spruchverfahrens blieb somit auf 4,5 Prozent begrenzt, wovon die letzte Tranche 2,4 Prozentpunkte ausmachte. Das Spruchverfahren betrifft den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag aus dem Jahr 1999 zwischen der Metallgesellschaft AG (deren Rechtsnachfolgerin die GEA Group AG ist) und der später auf sie verschmolzenen ehemaligen GEA AG. In dem Vergleich hat sich die GEA Group AG in Anlehnung an den gerichtlichen Vorschlag zu einer erhöhten Abfindung in Aktien und einer erhöhten Ausgleichsgewährung (Garantiedividende) verpflichtet.

Nordex (Nordex) passt seine Produktionskapazitäten in China an. So hat der Windturbinenhersteller mit Wirkung zum Jahresende rund 130 Stellen im Rotorblattwerk in Dongying gestrichen. Damit zieht man die Konsequenzen aus der rückläufigen Auslastung der chinesischen Rotorblattproduktion und dem in der Region China erwirtschafteten Verlust. Der Titel gab heute um 0,4 Prozent nach.

DAX: 7.435,21 (+0,40 Prozent) MDAX: 11.625,89 (+0,11 Prozent) SDAX: 5.111,97 (+0,12 Prozent) TecDAX: 842,64 (+0,22 Prozent) (03.12.2012/ac/n/m)

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