06.11.2012 20:23
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Börsen in Europa-Schluss: Fester Handel vor US-Präsidentschaftswahl

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Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes notierten am Dienstag klar im Plus. Neben der heutigen US-Präsidentenwahl richtete sich der Fokus der Investoren dabei auch auf diverse Quartalsbilanzen. Der EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) gewann 0,73 Prozent auf 2.535,94 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 legte um 0,61 Prozent zu auf 2.561,82 Zähler. Die europäischen Länderbörsen wiesen ebenfalls Aufschläge aus.

Die Erzeugerpreise der europäischen Industrie haben sich im September nach Angaben des EU-Statistikamtes Eurostat mit vermindertem Tempo erhöht. Binnen Monatsfrist stiegen die Preise in der Eurozone um 0,2 Prozent und in der gesamten Union (EU27) um 0,3 Prozent. Davor waren die Preise im August in den beiden Gebieten um 0,9 bzw. 1,1 Prozent gestiegen. Im Vorjahresvergleich kletterten die Industrie-Erzeugerpreise in der Eurozone um 2,7 Prozent und in der EU27 um 2,6 Prozent. Im August hatte die Jahresteuerungsrate bei 2,7 bzw. 2,8 Prozent gelegen.

Die Industrieproduktion in Großbritannien ist im September nach Angaben von National Statistics weiter zurückgegangen. So verringerte sich der Produktionsausstoß der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe und Versorger) binnen Jahresfrist um 2,6 Prozent. Für August war nur eine Abnahme um 1,0 Prozent ermittelt worden. Das Verarbeitende Gewerbe verzeichnete einen Produktionsrückgang um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, nach einem Minus von 1,2 Prozent im August. Auf Platz eins der Gewinnerliste im britischen Leitindex FTSE 100 ging es unterdessen für Resolution um 7 Prozent nach oben. Dahinter legten Evraz um 5,6 Prozent vor, während sich die Anleger gleichzeitig bevorzugt von den Titeln von Babcock International trennten, die sich als schwächster Wert um 3,5 Prozent verbilligten. Weiter rückten im Index-Mittelfeld Marks & Spencer (MarksSpencer) um 2,8 Prozent vor. Der Kaufhauskonzern gab bekannt, dass sein Gewinn im ersten Halbjahr angesichts von Schwierigkeiten im Bekleidungssegment gesunken ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen jedoch übertroffen. Der Umsatz konnte unterdessen ganz leicht gesteigert werden. Beim Ausblick gab man sich indes zurückhaltend, was mit dem zuletzt volatilen Handel und einem anhaltenden Druck auf die Kaufkraft der britischen Verbraucher zusammenhängt. Die International Consolidated Airlines Group (IAG) (International Consolidated Airlines Group) verzeichnete im Oktober einen Passagieranstieg. Dabei wurden im Berichtsmonat insgesamt 4,901 Millionen Fluggäste transportiert, was gegenüber dem Vorjahreswert von 4,561 Millionen Passagieren auf vergleichbarer Basis einem Plus von 3,4 Prozent entspricht. Der Sitzladefaktor lag mit 80,5 Prozent leicht über dem Vorjahreswert von 80,1 Prozent. Die Aktie von IAG gewann 2,5 Prozent. Die irische Billigfluglinie Ryanair präsentierte ebenfalls solide Passagierzahlen für den Monat Oktober. Demnach wurden im Berichtsmonat insgesamt 7,54 Millionen Fluggäste befördert, was einem Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 7,27 Millionen Fluggästen entspricht. Der Sitzladefaktor verringerte sich auf 82 Prozent, nach 84 Prozent im entsprechenden Vorjahresmonat. Die Aktie von Ryanair gewann 1,4 Prozent.

Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Pariser Investoren fanden sich im französischen Leitindex CAC 40 v.a. Banktitel wieder. So verteuerten sich Crédit Agricole, Société Générale und BNP Paribas merklich. Spitzenreiter war Crédit Agricole mit einem Plus von 4,3 Prozent. Die rote Laterne wurde unterdessen von Danone mit einem Minus von 0,8 Prozent getragen.

Im schweizerischen Leitindex SMI rückten an der Indexspitze Adecco (Adecco SA) um 3,2 Prozent vor. Der Zeitarbeitsspezialist verlautbarte, dass sein Gewinn im dritten Quartal um 18 Prozent gesunken ist, was mit Restrukturierungskosten zusammenhängt. Die Erwartungen wurden jedoch erfüllt. Der Umsatz blieb unterdessen auf Vorjahresniveau. Die Großbank Credit Suisse (Credit Suisse Group (CS Group) (N)) kündigte heute an im Bereich Asset Management mit der Qatar Holding LLC zusammenzuarbeiten. Beide Unternehmen haben das Joint Venture Aventicum Capital Management gegründet. Die Aventicum Capital Management wird aus Doha (Emirat Katar) heraus diverse Anlagemöglichkeiten im Nahen Osten, der Türkei und weiteren neuen Märkten anbieten. Dazu kommt ein weiterer Standort außerhalb der Region. Aventicum wird in eine Reihe von Anlageklassen investieren und steht institutionellen Anlegern weltweit offen. Dabei kommen die bewährten Anlage- und Risikomanagementprozesse der Credit Suisse zur Anwendung. Der Standort Doha wird Anfang 2013 eröffnet. Der zweite Standort folgt im Verlauf des Jahres. Die Aktie der Credit Suisse gewann als zweitbester SMI-Wert 3 Prozent hinzu. Am Indexende verloren Novartis und Holcim knapp 0,4 Prozent.

Im österreichischen Leitindex ATX verschlechterte sich die Aktie des Technologiekonzerns Andritz als zweitschlechtester Wert um 1,4 Prozent. Das Unternehmen konnte in den ersten neun Monaten dank höherer Umsatzerlöse mit einem Ergebnisanstieg aufwarten. Im dritten Quartal musste man jedoch einen Ergebnisrückgang ausweisen, während der Umsatz anstieg. Für das Geschäftsjahr 2012 erwartet Andritz einen Umsatzanstieg auf rund 5 Mrd. Euro. Auch beim Konzern-Ergebnis wird mit einer Steigerung im Jahresvergleich gerechnet. Sollte es jedoch in den kommenden Monaten zu einer weiteren Eintrübung der globalen Wirtschaft kommen, so könnte dies die Ergebnisentwicklung der Gruppe negativ beeinflussen. Daneben gaben RHI um 1 Prozent nach. Der Industriekonzern konnte im dritten Quartal auf operativer Basis ein Gewinnwachstum verzeichnen. Der Konzernumsatz legte ebenfalls zu. Während die Umsatzerlöse der Division Stahl zurückgingen, verzeichnete die Division Industrial aufgrund von Großprojekten ein Wachstum. RHI erwartet für das Gesamtjahr 2012 ein leicht höheres Umsatzniveau sowie eine höhere EBIT-Marge als vergangenes Geschäftsjahr. Für 2013 rechnet RHI mit einem Umsatz in ähnlicher Größenordnung wie 2012. Die EBIT-Marge sollte sich aufgrund der höheren Rückwärtsintegration und konsequentes Kostenmanagement weiter verbessern. An der Indexspitze rücken Strabag um 7 Prozent vor.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.535,94 (+0,73 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.561,82 (+0,61 Prozent) FTSE 100 (London): 5.884,90 (+0,79 Prozent) CAC40 (Paris): 3.478,66 (+0,87 Prozent) MIB (Mailand): 15.683,71 (+0,90 Prozent) SMI (Zürich): 6.745,74 (+0,59 Prozent) ATX (Wien): 2.231,24 (+0,44 Prozent) (06.11.2012/ac/n/m)

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15.01.2018Ryanair market-performBernstein Research
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18.12.2017Ryanair overweightJP Morgan Chase & Co.
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09.01.2018Ryanair buyGoldman Sachs Group Inc.
18.12.2017Ryanair overweightJP Morgan Chase & Co.
18.12.2017Ryanair buyDeutsche Bank AG
15.12.2017Ryanair buyGoldman Sachs Group Inc.
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