02.12.2015 16:27
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EZB: Unternehmen kommen immer leichter an Kredite

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Unternehmen in der Eurozone haben laut einer Studie der Europäischen Zentralbank (EZB) immer weniger Schwierigkeiten an Kredite zu kommen. Der Zugang zu geliehenem Geld sei nur für einen Bruchteil der Unternehmen im Euroraum ein großes Problem, heißt es in den am Mittwoch veröffentlichten Ergebnissen einer Unternehmensumfrage. Nur elf Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gaben dies als wichtigen Problemfaktor an. Große Unternehmen haben noch weniger Schwierigkeiten bei der Finanzierung.

Allerdings gibt es bei den KMU deutliche Unterscheide nach Ländern betrachtet. Während in Deutschland, Österreich und Finnland nur sieben Prozent der Unternehmen die Finanzierung als größtes Problem betrachten, sind es in Griechenland 30 Prozent und in Irland und den Niederlanden 13 Prozent.

Insgesamt kommen die Unternehmen in der Eurozone leichter an Geld als zuletzt. Zum zweiten Mal in Folge habe die Verfügbarkeit von Bankenfinanzierungen zugenommen, so die EZB. Zum ersten Mal seit 2009 übersteige das Kreditangebot sogar die Nachfrage der Unternehmen. In der Folge gingen die Zinssätze zurück und die angebotenen Laufzeiten legten zu. Andererseits hätten die Banken aber ihre Anforderungen bezüglich Sicherheiten erhöht.

Noch besser als die KMUs haben es große Unternehmen: Sie kommen billiger an Kredite und haben eine deutlich geringere Ablehnungsquote bei Kreditanfragen. Nur ein Prozent der befragten großen Unternehmen gab an, bei Kreditanfragen einen Korb bekommen zu haben. Die Befragung bezieht sich auf den Zeitraum zwischen April und September 2015.

Am Donnerstag wird die EZB ihre neuen Entscheidungen veröffentlichen. Experten rechnen einhellig mit weiteren geldpolitischen Lockerungen. Mit Blick auf die EZB-Politik sind die aktuellen Zahlen ambivalent: Einerseits können sie so interpretiert werden, dass die Politik der Notenbank erfolgreich ist. Schließlich will die EZB mit ihrer Geldflut den Unternehmen die Kreditaufnahme erleichtern. Andererseits können sie aber auch als Signal aufgefasst werden, dass weitere Lockerungen nicht nötig sind./tos/jsl

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