13.12.2012 15:33
Bewerten
(0)

GESAMT-ROUNDUP: Kompromiss zu Bankenaufsicht hebt Stimmung bei EU-Gipfel

DRUCKEN
    BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der Kompromiss zur gemeinsamen Bankenaufsicht hat die Gipfel-Stimmung der europäischen Staats- und Regierungschefs deutlich gebessert. "Ich bin zufrieden, weil wir haben wider Erwarten liefern können", bilanzierte der luxemburgische Premier und scheidende Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker am Donnerstag in Brüssel unmittelbar vor Beginn des zweitägigen Spitzentreffens. "Und eigentlich wird der Europäische Rat (Gipfel) fast gerettet durch die 27 Finanzminister."

 

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußerte sich zuversichtlich über die Aussichten des Gipfels. "Ich freue mich auf die Beratungen", sagte sie am Rande eines Treffens der konservativen Europäischen Volkspartei in Brüssel. "Alles Weitere werden wir sehen." Am Vormittag hatte die Kanzlerin in einer Regierungserklärung im Bundestag weitere Reformen für mehr Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum gefordert. Dazu sei mehr wirtschaftspolitische Koordinierung nötig.

 

UMBAU DER EUROZONE STEHT IM FOKUS

 

    Die Staatenlenker wollten vor allem über den Umbau der Eurozone beraten. Das berührt über die Bankenaufsicht hinaus Langfristvorhaben wie individuelle "Reformverträge" zwischen Eurostaaten und den EU-Institutionen oder den eigenen Haushalt für die Eurozone. Da Berlin langfristige Festlegungen vermeiden wolle, werde nicht mit Grundsatzentscheidungen gerechnet, berichteten Diplomaten.

 

    Der schwedische Premier Fredrik Reinfeldt begrüßte ausdrücklich, dass Gipfelchef Herman Van Rompuy die vorbereitete Abschlusserklärung des Spitzentreffens entschärfte und einen konkreten Mehrstufenplan zur Vertiefung der Währungsunion in der Versenkung verschwinden ließ. "Das macht das Treffen einfacher." Es sei besser, sich auf die Bankenaufsicht zu konzentrieren, und nicht auf weitreichende Zukunftsvorhaben.

 

    Ein weiteres positives Zeichen für das Mammuttreffen war die Freigabe von Milliarden-Hilfen an das krisengeschüttelte Griechenland. Die Euro-Finanzminister beschlossen, die dringend benötigten Notkredite von insgesamt 49,1 Milliarden Euro aus dem Rettungsschirm EFSF an Athen zu geben.

 

REKORDARBEITSLOSIGKEIT BEREITET SORGEN

 

    EU-Veteran Juncker resümierte, die Krise sei noch nicht ausgestanden. "Sie hat sich abgeschwächt, aber niemand sollte so tun, als ob wir am Ende Ende all unserer Mühen wären." Auch EU-Kommissionschef José Manuel Barroso hatte an die 27 Staatenlenker appelliert, nicht den Sinn für die Dringlichkeit der Krisenbekämpfung zu verlieren. Große Sorge macht die Rekordarbeitslosigkeit in der Union mit 25 Millionen Menschen ohne festen Job.

 

    Auf die Frage, wann seine Nachfolge an der Spitze der Eurogruppe geregelt werden solle, meinte Juncker: "Je schneller umso besser." Der 58 Jahre alte Christdemokrat will Ende Januar das Brüsseler Amt vorzeitig aufgeben, ein Nachfolger für den Prestigeposten steht bisher nicht bereit./cb/DP/zb

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Top-Thema: Künstliche Intelligenz

Im neuen Anlegermagazin stellen wir Ihnen drei Aktien aus dem Software-Sektor vor, die beim Megatrend "Künstliche Intelligenz" gut positioniert sind. Außerdem: Der US-Medienkonzern Walt Disney verspricht langfristigen Anlegern die Chance auf attraktive Renditen. Gilt das auch für RTL und ProSiebenSat1?
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

Japans Börse legt zu -- Software hilft Daimler offenbar bei Diesel-Abgastests in den USA -- SLM Solutions: Aufsichtsratsvorsitzender verringert Anteil um fast ein Drittel

OSRAM will Standort Schwabmünchen ausbauen. IWF für Überwachung Griechenlands auch nach Ende des Hilfsprogramms. Bayer-Aufsichtsratschef zuversichtlich für Monsanto-Übernahme. Wegroll-Gefahr: Fiat Chrysler weitet Truck-Rückruf aus. Chef des Basler Bankenausschusses warnt Banken vor Geschäften mit Bitcoin.

Top-Rankings

KW 7: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 7: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Einige Änderungen unter den Top-Positionen.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Arbeiten und Leben im Ausland: Die besten Länder für Expatriats und Auswanderer
Welches Land schneidet am besten ab?
Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Das sind die größten Privatbanken weltweit
Welche Bank macht 2017 das Rennen?
Diese deutschen Börsengänge haben sich 2017 für Anleger gelohnt
Welche Aktie verzeichnete die beste Performance?
Hier verdient man am besten
Bei diesen deutschen Unternehmen gibt es das höchste Gehalt
mehr Top Rankings

Umfrage

Wen wünschen Sie sich als künftigen deutschen Außenminister?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Sonstiges
07:00 Uhr
IG Bitcoin Seminare
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Apple Inc.865985
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
E.ON SEENAG99
Amazon906866
BMW AG519000
adidas AGA1EWWW
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Siemens AG723610
Steinhoff International N.V.A14XB9
Yamana Gold Inc.357818
CommerzbankCBK100