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16.03.2017 21:03
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Gabriel und Macron wollen mehr für Investitionen in Eurozone ausgeben

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   BERLIN (Dow Jones)--Außenminister Sigmar Gabriel (SPD) und der französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron haben für mehr Investitionen in Europa und in der Eurozone geworben. Deutschland sei nicht der Zahlmeister Europas, sondern der größte Nutznießer, sagte Gabriel bei einer Diskussionsveranstaltung mit Macron und dem Philosophen Jürgen Habermas in Berlin.

   Die 12 Milliarden Euro, die Deutschland netto nach Brüssel überweise, seien verglichen mit anderen Ausgaben im Haushalt nicht viel, legte der SPD-Politiker nach. Der scheidende Vorsitzende riet seiner Partei im Bundestagswahlkampf "erstmals offensiv" zu vermitteln, "dass wir bereit sind, mehr in Europa zu investieren".

   Macron verlangte ebenfalls mehr Investitionen in der Eurozone und warb für ein starkes Bekenntnis zur europäischen Einigung. "Wenn man ein scheuer Europäer ist, ist man schon ein geschlagener Europäer", betonte er. Derzeit werde nur noch über das Trennende gesprochen, beklagte der Gast aus Paris. Auf dem unabhängigen Mitte-links-Kandidaten ruhen die Hoffnungen der EU-Befürworter des ganzen Kontinents, bei den Präsidentschaftswahlen in Frankreich die rechtsextreme Kontrahentin Marine Le Pen zu schlagen.

   In seiner Zeit als französischer Wirtschaftsminister hatte er einst eine europäische Arbeitslosenversicherung vorgeschlagen und ein gemeinsames Budget für den Währungsblock. Am Nachmittag hatte ihn Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einem vertraulichen Gespräch empfangen. Die Kanzlerin habe sich "sehr offen für eine noch stärkere deutsch-französische Zusammenarbeit" gezeigt, so Macron. Er sprach im Anschluss an das einstündige Gespräch von großer Übereinstimmung mit der CDU-Vorsitzenden.

   Während Gabriel Macron offen unterstützte, äußerte sich Merkel nach dem Treffen nicht. Nach der reinen politischen Lehre müsste Gabriel eigentlich dem Kandidaten der Sozialisten - der SPD-Schwesterpartei in Frankreich - den Rücken stärken. Doch Benoit Hamon werden bei den Wahlen nur Außenseiterchancen eingeräumt.

   Der Philosoph Habermas sieht die Krise des Kontinents als eine Folge großer wirtschaftlicher Unterschiede. Erst wenn Deutschland diese Unterschiede beseitige, könne die Europäische Union wieder eine bessere Zukunft erreichen.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/chg/raz

   (END) Dow Jones Newswires

   March 16, 2017 15:33 ET (19:33 GMT)

   Copyright (c) 2017 Dow Jones & Company, Inc.- - 03 33 PM EDT 03-16-17

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