07.02.2013 10:51
Bewerten
(0)

Solarkrise schlägt bei Wacker Chemie 2012 voll durch

Aktie unter Druck: Solarkrise schlägt bei Wacker Chemie 2012 voll durch | Nachricht | finanzen.net
Aktie unter Druck
DRUCKEN
Die Solarkrise in Deutschland schlägt beim Halbleiter-Zulieferer und Chemiekonzern Wacker Chemie 2012 voll durch.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 brach der Gewinn trotz des robusten Chemiegeschäfts um 70 Prozent auf 107 Millionen Euro ein, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Für den scharfen Ergebnisrückgang machte Wacker Chemie die Überkapazitäten in der Solarindustrie verantwortlich. Einen Ausblick auf das laufende Jahr wagt der Chemiekonzern noch nicht, sieht aber "ermutigende Signale" aus China und USA.

     "In unserem Polysiliciumgeschäft haben Preisdruck, hohe Lagerbestände und die schwierige finanzielle Situation vieler Marktteilnehmer im Jahr 2012 deutliche Spuren hinterlassen", sagte Konzernchef Rudolf Staudigl. Die erfreuliche Entwicklung des Chemiegeschäfts habe die Preisrückgänge bei Reinstsilicium 2012 nicht vollständig ausgeglichen.

    Der Umsatz sei angesichts rückläufiger Preise für Solarsilicium und Halbleiterwafer um knapp sechs Prozent auf 4,6 Milliarden Euro gesunken, hieß es weiter. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sackte im vergangenen Jahr um 29 Prozent auf 787 Millionen Euro ab. Der MDAX (MDAX)-Konzern erfüllte damit die eigenen Ziele und die Erwartungen der Analysten.

     Die Aktien büßten in einem etwas festeren Umfeld dennoch zuletzt 1,31 Prozent auf 55,09 Euro ein. DZ Bank-Analyst Peter Spengler zeigte sich positiv überrascht. Mit Blick auf die Sparten habe das Chemie-Geschäft gute Zahlen vorgelegt, während das Halbleiter- und Solargeschäft schwierig bleibe. Steubing sprach hingegen von nur auf den ersten Blick besser, tatsächlich aber schwächer als erwarteten Kennzahlen. Auch Equinet senkte den Daumen.

 PREIS FÜR SOLARSILICIUM HALBIERT

    Binnen eines Jahres hätten sich die Preise für Solarsilicium halbiert. Die Solarindustrie steht insbesondere in Deutschland wegen gekürzter staatlicher Förderungen und der Konkurrenz aus China massiv unter Druck. Einige Unternehmen gingen pleite. Wacker lässt sich deshalb bereits beim Aufbau neuer Kapazitäten in den USA mehr Zeit. Zudem wurde 2012 am Stammsitz für einen Teil der Belegschaft Kurzarbeit angemeldet.

    Auch für 2013 zeigten sich die Burghausener zurückhaltend. Konzernchef Rudolf Staudigl wagte wie üblich zu dieser Zeit noch keine Prognose. Er sprach aber von "ermutigenden Signalen", die auf einen verstärkten Ausbau der Photovoltaik speziell in China und den USA hindeuteten. Das könnte sowohl den Absatz als auch die Preise für Solarsilicium positiv beeinflussen. Gleichzeitig sei aber das Risiko noch nicht vom Tisch, dass es in der Photovoltaik zu einem Handelskonflikt zwischen China und Europa komme.

 SCHWIERIGES MARKTUMFELD IM HALBLEITERGESCHÄFT

 Auch im Halbleitergeschäft blieb das Marktumfeld im Schlussquartal 2012 laut Wacker schwierig. Kleinere Halbleiter-Formate waren in jüngster Zeit nur wenig gefragt. Nach Rekordinvestitionen von rund 1,1 Milliarden Euro im vergangenen Jahr will der Konzern diese 2013 auf etwa 550 Millionen Euro halbieren. Die Investitionen in die Silicium- und Siliconchemie seien zum großen Teil abgeschlossen, hieß es zur Begründung.

dpa-AFX

Solarpleiten: Die Verlierer der Krise
 

Platz 11: Solon

Solon wurde 1996 gegründet und galt schnell als Berlins Vorzeigefirma. Ende 2011 dann das Ende: Die Aktie stürzte massiv ab, als der Konzern Insolvenz anmeldete. Im März wurde der Konzern durch den indischen Konkurrenten Microsol übernommen.

Nachrichten zu WACKER CHEMIE AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu WACKER CHEMIE AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
20.02.2018WACKER CHEMIE buyDeutsche Bank AG
16.02.2018WACKER CHEMIE HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
15.02.2018WACKER CHEMIE ReduceKepler Cheuvreux
12.02.2018WACKER CHEMIE NeutralCredit Suisse Group
12.02.2018WACKER CHEMIE HaltenDZ BANK
20.02.2018WACKER CHEMIE buyDeutsche Bank AG
08.02.2018WACKER CHEMIE buyCommerzbank AG
06.02.2018WACKER CHEMIE buyBaader Bank
05.02.2018WACKER CHEMIE buyUBS AG
29.01.2018WACKER CHEMIE buyUBS AG
16.02.2018WACKER CHEMIE HoldSociété Générale Group S.A. (SG)
12.02.2018WACKER CHEMIE NeutralCredit Suisse Group
12.02.2018WACKER CHEMIE HaltenDZ BANK
09.02.2018WACKER CHEMIE HoldWarburg Research
08.02.2018WACKER CHEMIE HaltenIndependent Research GmbH
15.02.2018WACKER CHEMIE ReduceKepler Cheuvreux
08.02.2018WACKER CHEMIE VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
29.01.2018WACKER CHEMIE ReduceKepler Cheuvreux
19.12.2017WACKER CHEMIE VerkaufenDZ BANK
08.12.2017WACKER CHEMIE VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für WACKER CHEMIE AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Top-Thema: Künstliche Intelligenz

Im neuen Anlegermagazin stellen wir Ihnen drei Aktien aus dem Software-Sektor vor, die beim Megatrend "Künstliche Intelligenz" gut positioniert sind. Außerdem: Der US-Medienkonzern Walt Disney verspricht langfristigen Anlegern die Chance auf attraktive Renditen. Gilt das auch für RTL und ProSiebenSat1?
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX schließt kaum verändert -- US-Börsen uneinheitlich -- US-Steuerreform poliert Telekom-Bilanz - Investitionen belasten -- ifo-Geschäftsklima eingetrübt -- Deutsche Bank, Fed, Henkel im Fokus

Deutscher Autobauer zahlt über 185.000 Euro für Tesla Model 3. 'Angry Birds'-Firma Rovio verliert Hälfte des Börsenwerts - Aktie bricht um 50 Prozent ein. US-Anleiherenditen auf gefährlichem Terrain - Warnschuss für Investoren?. Apple-Gerüchteküche: Schon im März könnte es zwei neue iPad-Modelle geben. Infineon-Chef bestätigt die Prognose.

Top-Rankings

Sechsstelliges Einkommen
So viel Geld lässt sich in Deutschland mit YouTube verdienen
Regionen mit guten Gehältern
In diesen Städten sind Arbeitnehmer am zufriedensten
KW 7: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Umfrage

Welche Kryptowährung hat das größte Zukunftspotenzial?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Telekom AG555750
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Amazon906866
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
Steinhoff International N.V.A14XB9
ProSiebenSat.1 Media SEPSM777
Infineon AG623100
Baumot Group AGA2DAM1
EVOTEC AG566480
CommerzbankCBK100
Bitcoin Group SEA1TNV9
Allianz840400
Siemens AG723610