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29.07.2015 11:07
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Atomrückstellungen von E.ON und RWE wohl nicht in Gefahr

Hohe Verbindlichkeiten: Atomrückstellungen von E.ON und RWE wohl nicht in Gefahr | Nachricht | finanzen.net
Hohe Verbindlichkeiten
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Die durch die Energiewende unter Druck geratenen AKW-Betreiber RWE, E.ON & Co. haben nach eigenen Angaben ausreichende Rückstellungen für die Verschrottung ihrer Meiler zurückgelegt.
E.ON, RWE & Co wiesen am Mittwoch einmal mehr Zweifel zurück, dass sie sich den Abriss und die Müllbeseitigung wegen ihrer schwindenden Gewinne nicht mehr leisten könnten. "Die Angemessenheit unserer Rückstellungen für Verpflichtungen

aus der Kernenergie wird regelmäßig von unabhängigen Wirtschaftsprüfern bestätigt", betonte E.ON. Der "Süddeutschen Zeitung" zufolge nährt ein von den Grünen in Auftrag gegebenes Gutachten Zweifel. Die Bundesregierung nimmt die Versorger derzeit in der Frage genau unter die Lupe.

"Sowohl bei E.ON als auch bei RWE ist festzustellen, dass die vorhandene materielle Substanz derzeit höchstens annähernd ausreicht, um die Gesamtheit langfristiger Verpflichtungen decken zu können", zitierte die "Süddeutsche Zeitung" am Mittwoch aus einer Studie der Professoren Wolfgang Irrek und Michael Vorfeld von der Hochschule Ruhr West. Nur E.ON wäre in der Lage, mit Vermögenswerten und Beteiligungen in Höhe von 56 Milliarden Euro Langfrist-Verpflichtungen von 55 Milliarden Euro zu bedienen. Die RWE-Vermögenswerte dagegen lägen mit 41 Milliarden Euro derzeit zehn Milliarden Euro unter Verpflichtungen von 51 Milliarden Euro. In den nächsten Jahren könne die Lage der Unternehmen noch kritischer werden. Zu den Verpflichtungen zählten neben den Atomrückstellungen auch Rückstellungen für die Braunkohletagebaue sowie finanzielle Verbindlichkeiten etwa durch Kredite.

ERGEBNISSE AUS STRESSTEST DER AKW-BETREIBER ENDE SEPTEMBER

Die vier AKW-Betreiber in Deutschland E.ON, RWE, EnBW und Vattenfall haben insgesamt für den Abriss ihrer Meiler und die Lagerung des Atommülls Rückstellungen in Höhe von 38,5 Milliarden Euro gebildet. Bei E.ON sind es 16,6 Milliarden Euro und bei RWE 10,3 Milliarden. Die Summen liegen aber nicht auf dem Tagesgeldkonto, sondern sind teilweise in Sachwerten wie Kraftwerke und Stromnetze gebunden, deren Wert sich in den vergangenen Jahren verringert hat. Im europäischen Vergleich seien die AKW-Rückstellungen in Deutschland am höchsten, betonen die Betreiber. "Wir gehen davon aus, dass die Rückstellungen korrekt und angemessen sind", bekräftigte RWE am Mittwoch.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel lässt derzeit durch einen Wirtschaftsprüfer die Bilanzen der Versorger danach überprüfen, ob die Kostenschätzungen und die dafür gebildeten Vermögen ausreichen. Ergebnisse werden Ende September erwartet. Eine Kommission soll danach anhand der Ergebnisse bis November Empfehlungen zur Abdeckung der Kosten geben.

Berlin (Reuters)

Bildquellen: E.ON, RWE
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