finanzen.net
11.11.2014 06:45
Bewerten
(0)

Jüngste Gewalt in Nahost schürt Angst vor Eskalation

DRUCKEN

   JERUSALEM (AFP)--Die jüngsten Gewaltangriffe auf Israelis haben die Furcht vor einer Eskalation der Spannungen im Nahen Osten geschürt. Die USA und die Europäische Union verurteilten die Messerangriffe radikaler Palästinenser, bei denen zwei Israelis getötet worden waren. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon richtete unterdessen ein Untersuchungsgremium ein, das sich mit den Angriffen Israels auf UN-Einrichtungen im Gazastreifen im Sommer beschäftigen soll.

   US-Außenamtssprecherin Jen Psaki sagte in Washington, die USA bedauerten den "Verlust von Menschenleben" zutiefst. Die Konfliktparteien müssten jede mögliche Maßnahme ergreifen, um Zivilisten zu schützen und die Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern abzubauen. Bei zwei Messerangriffen waren am Eingang einer israelischen Siedlung im Westjordanland sowie in der bislang von den Spannungen verschonten Metropole Tel Aviv am Montag eine junge Siedlerin und ein Soldat getötet worden.

   Die EU sprach von "furchtbaren Terrorakten". Die Lage könne sich noch verschärfen, wenn sich nicht bald eine "politische Perspektive" auftue, erklärte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Sie rief die politischen Führungen zum verantwortungsvollen Handeln auf.

   Der palästinensische Angreifer nahe der Siedlung wurde von einem dortigen Wachmann angeschossen und lebensgefährlich verletzt. Er wurde in ein Krankenhaus in Jerusalem gebracht. Die Bewegung Islamischer Dschihad erklärte, der Angreifer sei ein Mitglied gewesen. Seine Tat sei die "Antwort" auf den Tod eines arabischen israelischen Bürgers, der am Samstag von Polizisten im Norden Israels erschossen wurde. Washington forderte Aufklärung über die Umstände seines Todes.

   Der jugendliche Angreifer in Tel Aviv stammt aus einem Flüchtlingslager bei Nablus. Er hatte sein Opfer vor einem Bahnhof in Tel Aviv zunächst lebensgefährlich verletzt, am Abend starb der Soldat im Krankenhaus. Der 17-jährige Angreifer konnte zunächst fliehen, wurde später aber gefasst.

   Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu berief ein Treffen mehrerer Vertreter der Sicherheitskräfte ein. Nach Angaben aus seinem Umfeld forderte er stärkere Sicherheitsvorkehrungen sowie die Zerstörung von "Häusern von Terroristen". Zwischen Israelis und Palästinensern gibt es derzeit wieder verstärkt Spannungen, die sich lange auf den von Israel besetzten arabischen Ostteil Jerusalems konzentriert hatten. Zuletzt griffen die Auseinandersetzungen aber auf andere Gebiete über.

   Die jüngste Gewalt dürfte auch das Gedenken der Palästinenser an ihren verstorbenen Präsidenten Jassir Arafat am Dienstag überschatten. Anlässlich des zehnten Todestages sind Gedenkfeiern im Westjordanland geplant. Die im Gazastreifen geplante Feier war kürzlich aus Sicherheitsgründen abgesagt worden.

   Die Vereinten Nationen begannen unterdessen mit der Untersuchung von israelischen Luftangriffen auf UN-Einrichtungen während des Gaza-Kriegs im Sommer. Generalsekretär Ban beauftragte ein fünfköpfiges Gremium mit der Aufgabe, zum Leiter der Untersuchung bestimmte er den früheren niederländischen General Patrick Cammaert. Bei den Angriffen waren zwischen Anfang Juli und Ende August zahlreiche Palästinenser getötet worden, die in den UN-Gebäuden Zuflucht gesucht hatten.

   Israel hatte der radikalislamischen Hamas vorgeworfen, in den Gebäuden, darunter in Schulen, Waffen zu verstecken und so die Angriffe zu provozieren. Auch das ist nun Bestandteil der UN-Untersuchung.

   Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

   DJG/smh

   (END) Dow Jones Newswires

   November 11, 2014 00:14 ET (05:14 GMT)- - 12 14 AM EST 11-11-14

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht fester ins Oster-Wochenende -- Gewinnmitnahmen bei Wirecard-Aktie -- Pinterest-Aktie mit fulminantem Börsendebüt -- Daimler, Senvion, Deutsche Post, OSRAM, Zoom-IPO im Fokus

Apple nimmt zweite Roboter-Linie zum iPhone-Recycling in Betrieb. PUMA-Aktionäre segnen Aktiensplit ab. Samsung nimmt Falt-Handy wegen möglicher Mängel unter die Lupe. 3,4 Milliarden Dollar: Cannabis-Megadeal in Nordamerika eingefädelt. Nestlé: Robuster Start ins neue Geschäftsjahr. US-Versicherer Travelers steigert Gewinn.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland
Hier gibt es die beliebtesten Jobs
Die zehn größten Kapitalvernichter
Hier wurde am meisten Anlegergeld verbrannt
DIe innovativsten Unternehmen
Diese Unternehmen sind am fortschrittlichsten
Das hat sich geändert
Diese Aktien hat George Soros im Depot
Diese Aktien hat Warren Buffett im Depot
Einige Änderungen unter den Top-Positionen
mehr Top Rankings

Umfrage

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sieht sich derzeit starker Kritik ausgesetzt. Zu Recht?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Wirecard AG747206
Apple Inc.865985
Amazon906866
Allianz840400
TeslaA1CX3T
CommerzbankCBK100
BMW AG519000
AMD (Advanced Micro Devices) Inc.863186
E.ON SEENAG99
adidasA1EWWW
BASFBASF11
PinterestA2PGMG