22.01.2013 09:31
Bewerten
(0)

Niederländer Dijsselbloem neuer 'Mister Euro'

Juncker-Nachfolger gefunden: Niederländer Dijsselbloem neuer 'Mister Euro' | Nachricht | finanzen.net
Juncker-Nachfolger gefunden
DRUCKEN
Der Niederländer Jeroen Dijsselbloem ist neuer Chef der Eurogruppe - doch seine Ernennung war umstritten.
Spanien habe im Kreise der Euro-Finanzminister nicht zugestimmt, sagte Amtsvorgänger Jean-Claude Juncker am späten Montagabend in Brüssel. "Ich habe aber nicht geglaubt, dass dies draamtische Konsequenzen nach sich ziehen wird." Für die Wahl des Vorsitzenden reicht eine einfache Mehrheit.

    Der 46-Jährige war einziger Kandidat für den Spitzenposten; das Mandat läuft zweieinhalb Jahre. Er ist der zweite ständige Präsident der Eurogruppe überhaupt. Der Sozialdemokrat wird seinen Finanzminister-Posten in Den Haag behalten, hieß es in einer Erklärung.

SCHÄUBLE: ERNENNUNG INSGESAMT REIBUNGSLOS

 Dijsselbloem stammt aus einem Land mit der Einsernote "AAA" bei den Ratingagenturen. Der Sozialdemokrat soll den Einfluss der reichen Mitgliedstaaten sichern und hat die ausdrückliche Unterstützung Deutschlands. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sagte: "Ich finde diese Entscheidung sehr gut." Insgesamt sei die Ernennung "reibungslos über die Bühne gegangen." Auch EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy gratulierte: "Ich bin zuversichtlich, dass er die richtige Wahl ist."

     Die österreichische Ressortchefin Maria Fekter forderte, der Niederländer müsse die klassische "Hartwährungspolitik" seines Heimatlandes in dem Ministerclub fortführen. Dijsselbloem präsentierte bereits sein Arbeitsprogramm. Seiner Ansicht nach sind Budgetsanierung und Wachstum keine Widersprüche. "Solidarität ist eine Top-Priorität", sagte er. "Ausgeglichene Haushalte sind nicht unvereinbar mit Solidarität."

 FRANKREICH VERWEIGERTE SCHÄUBLE DIE UNTERSTÜTZUNG

  Der Luxemburger Juncker (58) räumte nach acht Jahren auf eigenen Wunsch hin den Posten. Er war seit 2005 der erste ständige Vorsitzende des exklusiven Währungsclubs und in Europa als "Mister Euro" bekannt. Im vergangenen Sommer wurde Schäuble als Nachfolgefavorit gehandelt. Er hatte jedoch nicht die Unterstützung Frankreichs.

    In der Eurogruppe kommen monatlich die Finanzminister der 17 Eurostaaten zusammen. Es ist in der Finanz- und Schuldenkrise zu einem der weltweit wichtigsten Entscheidungsgremien geworden. So entscheiden die Minister etwa über milliardenschwere Hilfsprogramme für pleitebedrohte Euroländer.

 KEINE ENTSCHEIDUNG ZU ZYPERN

 Entscheidungen zu Krisenländern wurden am Montag nicht getroffen. Juncker sagte, das Hilfsprogramm für Zypern werde voraussichtlich im März verabschiedet werden können. Er lobte Griechenland, Portugal und Irland, die bei ihrem Hilfsprogrammen in der Spur seien. Spanien soll zusätzliche knapp zwei Milliarden Euro für seine maroden Banken aus dem Rettungsschirm ESM bekommen - damit summiert sich die Hilfe für Madrid auf rund 41 Milliarden Euro.

    BRÜSSEL (dpa-AFX)

Bildquellen: antos777 / Shutterstock.com, Rijksoverheid

Jetzt noch anmelden!

Der Krypto-Hype hielt 2017 Anleger in Atem. Dass Gold ebenfalls kräftig zulegte, bemerkten nur wenige Anleger. Wie Kryptos und Gold zusammenhängen und welche Chancen sich 2018 ergeben, erfahren Sie am Donnerstag.
Jetzt anmelden zum Online-Seminar
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Top-Thema: Künstliche Intelligenz

Im neuen Anlegermagazin stellen wir Ihnen drei Aktien aus dem Software-Sektor vor, die beim Megatrend "Künstliche Intelligenz" gut positioniert sind. Außerdem: Der US-Medienkonzern Walt Disney verspricht langfristigen Anlegern die Chance auf attraktive Renditen. Gilt das auch für RTL und ProSiebenSat1?
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX gibt nach -- Asiens Börsen grün -- Milliarden-Hedgefonds: Kryptowährungen "der brillianteste Betrug der Welt" -- Deutsche Börse, Sartorius im Fokus

Telefónica Deutschland will Umsatzschwund beenden. 40 Jahre später: Steve Wozniak bekommt immer noch Gehalt von Apple. Triebwerksbauer MTU legt 2017 kräftig zu - Dividende steigt. Blackrock hebt den Daumen für US-Aktien und stuft Europas Aktien ab. Venezuela nimmt Millionen mit erster staatlicher Kryptowährung ein.

Top-Rankings

Regionen mit guten Gehältern
In diesen Städten sind Arbeitnehmer am zufriedensten
KW 7: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 7: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Arbeiten und Leben im Ausland: Die besten Länder für Expatriats und Auswanderer
Welches Land schneidet am besten ab?
Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Das sind die größten Privatbanken weltweit
Welche Bank macht 2017 das Rennen?
Diese deutschen Börsengänge haben sich 2017 für Anleger gelohnt
Welche Aktie verzeichnete die beste Performance?
Hier verdient man am besten
Bei diesen deutschen Unternehmen gibt es das höchste Gehalt
mehr Top Rankings

Umfrage

Welche Kryptowährung hat das größte Zukunftspotenzial?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Deutsche Telekom AG555750
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Apple Inc.865985
Steinhoff International N.V.A14XB9
Amazon906866
Bitcoin Group SEA1TNV9
Infineon AG623100
EVOTEC AG566480
Allianz840400
CommerzbankCBK100
E.ON SEENAG99
Siemens AG723610
BYD Co. Ltd.A0M4W9