27.11.2012 13:47
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MÄRKTE EUROPA/Griechenland-Rettung wird ausgepreist

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   Von Manuel Priego-Thimmel

   FRANKFURT--Von Begeisterung über die Rettung Griechenlands kann an Europas Märkten am Dienstagmittag keine Rede sein. Zahlreiche offene Fragen führen dazu, dass sowohl die Kurse an den Börsen von den Tageshochs zurückkommen wie auch die Notierung des Euro. Mit einer Kombination aus Zinssenkungen, Laufzeitverlängerungen und einem Rückkaufprogramm griechischer Anleihen wird dem Land mehr Zeit für Reformen eingeräumt. Griechenland erhält zudem die dringend benötigten 44 Milliarden Euro. Die Summe soll in drei Tranchen ausgezahlt werden.

   Offene Fragen gibt es insbesondere um das Anleihenrückkaufprogramm. Hier ist noch nicht einmal klar, zu welchem Preis die Papiere zurückgekauft werden sollen. Auch ist vollkommen unklar, ob die Anleiheninhaber - zumeist griechische Banken und Hedgefonds - überhaupt in ausreichender Zahl bereit sind, ihre Stücke anzudienen. Aufgrund der Unklarheiten hat sich der IWF noch Zeit für eine Überprüfung des Rückkaufprogramms gelassen. Der Dax steigt um 0,4 Prozent auf 7.322 Punkte. Der Euro-Stoxx-50 legt um 0,3 Prozent auf 2.550 Zähler zu.

   Bevor Geld fließt, wird sich Griechenland aber noch ein paar Wochen gedulden müssen. Erst Anfang nächsten Jahres soll die erste der verzögerten Kreditraten ausgezahlt werden. Und die Schecks hängen weiterhin davon ab, dass Griechenland das vereinbarte Sparprogamm auch umsetzt. "In den nächsten Tagen könnte ein Rest Unsicherheit aufkommen. Denn der deutsche Bundestag muss im Eilgalopp den neuen Maßnahmen zustimmen", gibt Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank zu bedenken.

   Nachdem der Euro zunächst von der Einigung profitierte und über die Marke von 1,3000 zum Dollar kletterte, ist er in der Folge unter Druck geraten und notiert nun bei 1,2950. "Die Bauchschmerzen, die man mit dem nächtlichen Ergebnis haben mag, waren alle bereits im Vorfeld bekannt: anhaltende Skepsis bezüglich Griechenlands Möglichkeit, eine langfristig nachhaltige fiskalische Situation zu erreichen; die Sorge, dass die Verlängerung der Kreditlaufzeiten und die Stundung der Zinszahlungen ein Schuldenschnitt auf Raten sind. All das ist längst bekannt", so Leuchtmann weiter.

   Bankenaktien legen zu

   Von der Einigung auf weiteres Geld für Athen profitieren vor allem die Bankenaktien. Papiere der Commerzbank steigen um 2,5 Prozent und die der Deutschen Bank um 2,4 Prozent. In Frankreich ziehen Aktien der BNP Paribas um 1,1 Prozent auf 42,29 Euro an, für Societe-Generale-Titel geht es 2,4 Prozent auf 27,07 Euro nach oben.

   Kursbewegende Nachrichten zu Unternehmen werden angesichts des nahen Jahresendes immer seltener. Der Telekomsektor muss in Europas die meisten Kursverluste hinnehmen. Die Rating-Agentur Moody's hat gewarnt, dass der Umsatz in der Branche im kommenden Jahr zurückgehen dürfte und dass die am schlimmsten betroffenen Unternehmen womöglich das Kapital erhöhen müssten. Aktien der Deutschen Telekom, von France Telecom und Telecom Italia geben zwischen 0,4 und 2,4 Prozent nach.

   Aktionäre von Borussia Dortmund können sich über eine Dividende von sechs Euro-Cent je Aktie freuen. Mit gut zwei Prozent bleibt die Rendite allerdings überschaubar. Ein Sieg der Borussia am Samstag beim Spitzenreiter Bayern München dürfte den Fans und vielen Aktionären aber ohnehin wichtiger sein. Die Aktie handelt trotz des Dividendenabschlags etwas fester.

=== INDEX Stand +-% Euro-Stoxx-50 2.553,91 +0,45% Stoxx-50 2.533,92 +0,42% DAX 7.334,11 +0,58% FTSE 5.814,51 +0,48% CAC 3.514,52 +0,39% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 142,18 -10

DEVISEN zuletzt '+/- % Di, 8.17 Uhr Mo, 18.37 Uhr EUR/USD 1,2960 -0,25% 1,2993 1,2966 EUR/JPY 106,4404 -0,41% 106,8831 106,4504 EUR/CHF 1,2042 -0,08% 1,2051 1,2039 USD/JPY 82,1480 -0,13% 82,2550 82,1100 GBP/USD 1,6029 -0,13% 1,6050 1,6020 === Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@dowjones.com

   DJG/mpt/raz

   (END) Dow Jones Newswires

   November 27, 2012 07:16 ET (12:16 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 07 16 AM EST 11-27-12

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21.02.2018Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
19.02.2018Deutsche Bank NeutralMerrill Lynch & Co., Inc.
09.02.2018Deutsche Bank HoldWarburg Research
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