27.02.2013 15:13
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MÄRKTE USA/Nahende Ausgabenkürzungen rücken in den Fokus

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   Von Hans Bielefeld

   Ähnlich wie in Europa dürften sich auch die Börsen in den USA am Mittwoch nur mühsam über Wasser halten. Die Futures auf die US-Aktienindizes notieren kaum verändert und deuten zur Wochenmitte auf stabile Kurse hin. Obgleich die politischen Unwägbarkeiten in Italien die Stimmung weiter dämpfen dürften, werden sich die US-Anleger zunächst wohl mehr für die Lage im eigenen Land interessieren und vor allem die am Freitag wahrscheinlich in Kraft tretenden Ausgabenkürzungen im Blick haben. Etwas stützend könnten die Daten zu den Auftragseingängen bei langlebigen Wirtschaftsgütern wirken. Der Rückgang im Januar war nicht ganz so deutlich wie erwartet.

   "Auch wenn die Aussagen von US-Notenbankpräsident Ben Bernanke dem Markt am Dienstag geholfen haben, hat er uns auch daran erinnert, dass die automatischen Ausgabenkürzungen in den kommenden Tagen ein wichtiges Thema sein werden", sagte Chris Beauchamp von IG. Positiv aufgenommen wurde auch die erfolgreich verlaufene Auktion italienischer Anleihen. Das Land musste zwar höhere Zinsen zahlen, doch war das Interesse an der Auktion recht groß.

   Bei den Einzelwerten dürften unter anderem die Aktien von First Solar im Fokus der Anleger stehen. First Solar hatte am Dienstag nach Börsenschluss enttäuschende Zahlen zum vierten Quartal vorgelegt. Das Unternehmen erwartet für das erste Quartal einen Umsatz von 650 bis 750 Millionen Dollar und liegt damit klar unter der Erwartung der Analysten von 822 Millionen Dollar. Zudem wird mit einem operativen Cashflow von 100 Millionen Dollar gerechnet, während die Erwartungen des Marktes mit 214 Millionen Dollar hier mehr als doppelt so hoch liegen. Der Gewinn je Aktie für das vierte Quartal von First Solar traf mit 1,74 Dollar je Anteilsschein die Prognosen der Analysten. Vorbörslich fallen die Aktien des Solarkonzerns um 14,6 Prozent.

   Der S&P-Future notiert kaum verändert. Der Nasdaq-Future steigt um 0,1 Prozent. Die US-Anleihen profitieren weiter von der politischen Unsicherheit in Italien. Zehnjährige Treasurys rentieren mit 1,87 Prozent. Nachdem sich am Montag nach dem Ende der italienischen Parlamentswahlen kein eindeutiger Sieger herauskristallisiert hatte, waren Anleihen als sicherer Hafen gesucht. Dieser Trend setzt sich am Mittwoch fort. Die Angst vor einer neuerlichen Verschärfung der europäischen Schuldenkrise lastete auf dem Ölpreis. Das Barrel WTI kostet 92,40 Dollar nach 92,63 Dollar am Dienstag. Auch der Euro hat sich von den Verlusten am Montag kaum erholt und kostet rund 1,3075 Dollar. Die Feinunze Gold sinkt um 0,3 Prozent auf 1.609 Dollar und hält sich damit über der psychologisch wichtigen Marke von 1.600 Dollar.

DEVISEN zuletzt '+/- % Mi, 10.24 Uhr Di, 17.45 Uhr EUR/USD 1,3082 0,05% 1,3076 1,3063 EUR/JPY 119,4828 -0,35% 119,8989 119,2135 EUR/CHF 1,2173 -0,02% 1,2176 1,2173 USD/JPY 91,3905 -0,34% 91,7030 91,3220 GBP/USD 1,5162 0,17% 1,5137 1,5131 Kontakt zum Autor: hans.bielefeld@dowjones.com

   DJG/DJN/hhb/cln

   (END) Dow Jones Newswires

   February 27, 2013 08:43 ET (13:43 GMT)

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