25.05.2012 20:22
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Merck KGaA gibt am 29. Mai weiteren Personalabbau bekannt - Kreise

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   FRANKFURT (Dow Jones)--Die vor der Restrukturierung stehende Merck KGaA will offenbar in der kommenden Woche weitere Personalabbaumaßnahmen bekannt geben. Am 29. Mai sollen die Mitarbeiter in Italien und möglicherweise auch in weiteren europäischen Ländern darüber informiert werden, sagten zwei mit der Materie vertraute Personen zu Dow Jones. Für die Schweiz hatte Merck bereits Ende April entsprechende Pläne bekannt gegeben.

   Vom Personalabbau betroffen sein sollen neben der Schweiz und Deutschland vor allem Frankreich und Italien. In Frankreich wird befürchtet, dass am Standort Lyon bis zu 450 Arbeitsplätze von Streichungen betroffen sein könnten, was faktisch die Schließung des Standorts Lyon bedeuten würde. In Spanien sind bereits 230 Stellen gestrichen worden. Die Sozialplanverhandlungen laufen gerade.

   Auch in Deutschland rechnen die Arbeitnehmer mit gravierenden Einschnitten, nachdem die Geschäftsleitung intern ihre Restrukturierungspläne nun vorgestellt hat. Sie beziehen sich nicht nur auf die Pharma-Tochter Serono, sondern auf alle Bereiche. Es wird befürchtet, dass bis zu 2.500 Arbeitsplätze auf der Kippe stehen könnten, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das wäre ein Viertel der in Deutschland beschäftigten 10.000 Arbeitnehmer. Etwa 9.000 davon arbeiten am Stammsitz in Darmstadt. Bisher habe die Geschäftsleitung zwar noch keine Zahl für Deutschland genannt. Die Summe der geplanten Maßnahmen lasse aber auf eine derartige Größenordnung schließen, hieß es in den Kreisen.

   Die Stimmung bei den Arbeitnehmern in Darmstadt soll am Tiefpunkt sein. Es werde über alle Bereiche geredet und es stünden mehr als 100 Projekte im Raum, die kaum noch überschaubar seien, hieß es. Dabei gehe es sowohl um erheblichen Personalabbau als auch um Umstrukturierung. Auch die Entgeltfrage würde derzeit für alle Beschäftigten diskutiert, so die informierten Personen.

   Angestrebt werde beispielsweise eine Lösung für die Servicebereiche. So könnte zum Beispiel die Logistik an einen externen Anbieter gehen. Dort arbeiten zwischen 600 bis 700 Mitarbeiter. Des Weiteren gibt es Pläne, die Buchhaltungstochter Merck Shared Services Europe GmbH nach Osten zu verlagern. Der Bereich umfasst etwa 250 Mitarbeiter. In der Gesellschaft ist das Shared Service Center im Rechnungswesen für die Merck Gruppe angesiedelt. Am Standort in Darmstadt sind viele europäische Finanzprozesse zentralisiert.

   "Das Fass ist am Überlaufen", sagte eine mit der Materie vertraute Person. Merck plane einen Rundumschlag, die komplette Merck-Organisation soll dabei umgebaut werden. Dennoch hätten beide Seiten die Gesprächsebene bisher nicht verlassen, hieß es. Aber die geplanten Maßnahmen seien schlimmer als erwartet.

   Am 30. Mai soll es in Darmstadt auf dem Werksgelände von Merck eine Kundgebung geben, die von der Schweizer Gewerkschaft Unia sowie einer Delegation der Belegschaft von Merck Serono in der Schweiz organisiert wird. Die Proteste richten sich gegen die geplanten Entlassungen bei Merck Serono in der Schweiz und an anderen Standorten in Europa. Die Schweizer Zentrale von Merck Serono in Genf soll geschlossen werden rund 1.500 Arbeitsplätze werden dort gestrichen.

-Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires +49 (0)69 29725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/mgo (END) Dow Jones Newswires

   May 25, 2012 13:11 ET (17:11 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 01 11 PM EDT 05-25-12

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