13.09.2012 05:44
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Apple: Neues iPhone 5 vorgestellt

Neues Smartphone von Apple: Apple: Neues iPhone 5 vorgestellt | Nachricht | finanzen.net
Apple hat am Mittwoch sein mit Spannung erwartetes nächstes iPhone vorgestellt
Neues Smartphone von Apple
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Apple geht mit einem runderneuerten iPhone in die Offensive am Smartphone-Markt. Das iPhone 5 bekommt wie erwartet einen etwas größeren Bildschirm und ist deutlich dünner und leichter.
Es unterstützt auch den schnellen Datenfunk LTE. Damit sind Download-Geschwindigkeiten bis 100 Megabit pro Sekunde möglich - 100 Mal schneller als bei der einfachsten DSL-Leitung im Festnetz. Das Gerät kommt auch in Deutschland am 21. September auf den Markt.

Das Design des Vorgängermodells iPhone 4S bleibt weitgehend erhalten, nur die Rückseite besteht jetzt aus Metall statt Glas. Die durchgesickerten Bilder und Videos der vergangenen Wochen erwiesen sich damit als echt. Eine Überraschung war hingegen die erneuerte Modellreihe des Players iPod nano. Er sieht jetzt aus wie ein gut fünf Millimeter dickes Mini-iPhone. Sein großer Bruder iPod touch wurde im Funktionsumfang aufgewertet. Außerdem gibt es neue futuristisch aussehende Ohrhörer, an denen Apple drei Jahre gearbeitet hat.

Das iPhone 5 ist mit 112 Gramm um ein Fünftel leichter als das Vorgängermodell und mit 7,6 Millimetern um 18 Prozent dünner. Der Bildschirm hat jetzt eine Diagonale von 4 Zoll (10,16 cm) und ein Seitenverhältnis von 16:9 wie bei einem Flachbildfernseher. Mit dieser Größe könne man das iPhone immer noch bequem mit einer Hand bedienen, sagte Apple-Marketingchef Phil Schiller bei der Vorstellung in San Francisco am Mittwoch. Seit der ersten iPhone-Generation betrug die Bildschirm-Diagonale unverändert 3,5 Zoll (8,9 cm), während die Touchscreens fast aller Konkurrenzgeräte immer größer wurden. Als LTE-Partner in Deutschland nannte Schiller die Deutsche Telekom mit ihrer Tochter T-Mobile.

Unmittelbar nach der Präsentation begann die Diskussion, ob das neue iPhone nicht zuwenig Neues biete, während in ihm Funktionen von Konkurrenzgeräten fehlen. Schiller verteidigte den Verzicht auf einen NFC-Funkchip, der für mobile Bezahldienste eingesetzt werden kann. Es sei nicht klar, ob NFC irgendein aktuelles Problem löse, sagte Schiller dem Blog "All Things D". Apple brachte stattdessen die App Passbook auf das iPhone, in der Tickets und Treuekarten lagern können.

Auch die drahtlosen Akku-Ladesysteme einiger Konkurrenzgeräte findet Schiller wenig sinnvoll. Man brauche dafür immer noch ein zusätzliches Gerät, das in die Steckdose müsse, argumentierte er. Mit einem USB-Kabel könne man hingegen ein iPhone auch etwa an einem Computer nachladen.

Zusammen mit dem neuen iPhone bringt Apple die nächste Generation seines mobilen Betriebssystems an den Start. Die Software iOS 6 bietet unter anderem verbesserte Navigationsfunktionen und eine vertiefte Integration des Online-Speicherdienstes iCloud. Die bisherigen Google-Karten werden durch ein Apple-Angebot ersetzt. Den Videotelefonie-Dienst Facetime kann man nun auch in Mobilfunk-Netzen nutzen und nicht nur in einem WLAN. Und die Multimedia-Software iTunes bekommt Cloud-Funktionen, damit die Nutzer bei Musik und Videos besser zwischen ihren Geräten wechseln können.

Der Wechsel zu einem neuen Anschluss-System dürfte zwar viele Nutzer verärgern - laut Apple gab es jedoch keine Alternative dazu. Man hätte das Telefon mit dem bisherigen Anschluss nicht so dünn machen können, betonte Schiller. Apple wechselt mit dem neuen iPhone von dem seit fast einem Jahrzehnt verwendeten breiten Anschluss mit 30 Kontakten zu einer kleineren Version mit dem Namen "Lightning" (Blitz). Das wird für viele Nutzer Unannehmlichkeiten bedeuten: Die Kabel früherer Ladegeräte passen genauso wenig wie die Anschlüsse von Weckern oder Lautsprechern mit iPhone-Docks. Apple bietet zwar einen Adapter an, doch er kostet 29 Euro und ist relativ klobig. Schiller zugleich, dass der neue Anschluss "viele Jahre" bleiben werde.

Das iPhone ist das wichtigste Apple-Produkt, das den einstigen Nischen-Anbieter zum wertvollsten Unternehmen der Welt mit Bargeldreserven von fast 120 Milliarden Dollar gemacht hat. Das iPhone 5 ist die erste neue Version seit dem Tod des legendären Apple-Gründers Steve Jobs im vergangenen Oktober und wurde weitgehend unter Regie des neuen Chefs Tim Cook entwickelt.

Apple muss die Nutzer mit dem iPhone 5 unbedingt überzeugen, wenn es seine Position halten will. In den vergangenen Monaten ging der Absatz bisheriger Modelle merklich zurück, weil Kunden auf die nächste Generation warteten. Und im Smartphone-Markt mangelt es nicht an Alternativen wie Samsungs Galaxy S3.

Samsung ist der Marktführer im Smartphone-Geschäft mit seiner Vielzahl an Computer-Handys in verschiedenen Preisklassen. Im Herbst versucht zudem der einstige Branchenprimus Nokia ein Comeback mit dem neuen Betriebssystem Windows Phone 8 von Microsoft. Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android machen mehr als die Hälfte des Marktes aus. Apple kommt laut Marktforschern auf rund 17 Prozent.

Die Apple-Aktie reagierte auf das iPhone 5 mit einem Plus von 1,39 Prozent - nach den vielen Berichten der vergangenen Wochen gab es keine großen Überraschungen. Mit 669,79 Dollar schloss das Papier gute zehn Dollar unter dem Allzeithoch von Montag.

SAN FRANCISCO (dpa-AFX)
Bildquellen: nui7711 / Shutterstock.com, Songquan Deng / Shutterstock.com

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