23.11.2012 11:56
Bewerten
(0)

Aus für 'Financial Times Deutschland'

Optionen für G+J-Magazine: Aus für 'Financial Times Deutschland' | Nachricht | finanzen.net
Optionen für G+J-Magazine
DRUCKEN
Aus für die "Financial Times Deutschland": Der Medienkonzern Gruner + Jahr stellt seine tägliches Wirtschaftsblatt ein. Die letzte Ausgabe erscheint am 7. Dezember.
Am Freitag informierte der Verlag Belegschaft und Mitarbeiter.

 Das monatliche Traditionsmagazin "Capital" soll von Berlin aus weitergeführt werden, ebenso das halbjährliche Heft "Business Punk". Für die beiden Titel "Impulse" und "Börse Online" wird ein Verkauf geprüft. Alternativ wäre auch ein Management-Buy-Out - also die Übernahme durch verlagsinterne Manager - möglich. Sollten diese Gespräche nicht zu einem erfolgreichen Abschluss kommen, sei auch für die beiden Wirtschaftsmagazine die Einstellung geplant. Von den Maßnahmen bei den Titeln sind direkt 314 Mitarbeiter betroffen.

    Mit den Betriebsräten werde über einen Sozialplan verhandelt. "Capital" werde voraussichtlich mit einer verkleinerten Redaktion publiziert, teilte der Verlag mit. Bei 50 Arbeitsplätzen in angrenzenden Verlagsbereichen soll vorwiegend die Fluktuation genutzt werden.

   Der Hamburger Verlag hatte in der Finanzkrise 2008 seine Wirtschaftsmedien in einem Verlagsbereich in Hamburg zusammengezogen, um Kosten zu reduzieren. "Zwar konnten erhebliche Einsparungen erzielt werden, diese reichten jedoch nicht aus, um die rückläufigen Anzeigenumsätze auszugleichen", teilte Gruner + Jahr mit. Auch 2012 würden die Wirtschaftsmedien einen deutlichen Verlust machen. Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 ist die "FTD" nicht in die schwarzen Zahlen gekommen. "Vor diesem Hintergrund sehen wir keinen Weg, die "Financial Times Deutschland" weiter zu betreiben", teilte G+J-Vorstandsmitglied Julia Jäkel mit.

    Die Einstellung der "FTD" dürfte der G+J-Deutschland-Chefin nicht leicht gefallen sein. Sie gehörte mit zum Gründungsteam des Blattes und stieg dort zur Verlagsleiterin "Editionen" auf, bevor sie 2004 in den G+J-Zeitschriftenbereich wechselte. Die "FTD" sei eines der ambitioniertesten journalistischen Projekte der vergangenen Dekade gewesen, teilte Jäkel mit. "Es geht ein bedeutendes Kapitel deutscher Publizistik zu Ende."

  Die "FTD" habe mit einer starken journalistischen Leistung dem deutschen Wirtschaftsjournalismus einen völlig neuen, frischen Ton gegeben, meinte die Managerin. Der Chefredakteur des "Handelsblatts", Gabor Steingart, hatte den Hamburger Blattmachern bereits seine Anerkennung ausgesprochen. Das lachsfarbene Blatt aus Hamburg sorgte in der deutschen Presselandschaft - speziell in der Wirtschaftspresse - für mehr Wettbewerb.

Die Medienbranche war im November schon durch den Insolvenzantrag der "Frankfurter Rundschau" geschockt worden. Außerdem verschwindet das Stadtmagazin "Prinz" im Dezember aus den Kiosken und präsentiert sich dann nur noch im Internet.

    HAMBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: Christian Pohl / pixelio.de
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Top-Thema: Künstliche Intelligenz

Im neuen Anlegermagazin stellen wir Ihnen drei Aktien aus dem Software-Sektor vor, die beim Megatrend "Künstliche Intelligenz" gut positioniert sind. Außerdem: Der US-Medienkonzern Walt Disney verspricht langfristigen Anlegern die Chance auf attraktive Renditen. Gilt das auch für RTL und ProSiebenSat1?
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht mit Mini-Plus ins Wochenende -- US-Börsen schließen höher -- Neue Mitglieder bescheren XING kräftiges Wachstum -- Tweet von Kylie Jenner löst Snap-Kursrutsch aus -- T-Aktie, HP im Fokus

Kooperation zwischen RIB Software und Microsoft treibt RIB-Aktie an. McDonald's auf Sparkurs? Blue Buffalo-Aktie legt vorbörslich zweistellig zu: General Mills will Blue Buffalo kaufen. Kein Cheeseburger im Happy Meal. US-Investor zu Bitcoin: Warum sollte ich die Währung der Zukunft verkaufen? Bank of America hebt Zinsprognose für USA an.

Top-Rankings

KW 8: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Sechsstelliges Einkommen
So viel Geld lässt sich in Deutschland mit YouTube verdienen
Regionen mit guten Gehältern
In diesen Städten sind Arbeitnehmer am zufriedensten

Umfrage

Welche Kryptowährung hat das größte Zukunftspotenzial?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Telekom AG555750
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Steinhoff International N.V.A14XB9
E.ON SEENAG99
Apple Inc.865985
Amazon906866
Infineon AG623100
CommerzbankCBK100
AIXTRON SEA0WMPJ
EVOTEC AG566480
Allianz840400
ProSiebenSat.1 Media SEPSM777
GeelyA0CACX