18.01.2013 11:03
Bewerten
(0)

ROUNDUP 2/'FAZ': Commerzbank erwägt Abbau von 6.500 Stellen - Drohkulisse?

DRUCKEN
    (Neu: Gewerkschaftsposition)

 

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Drohkulisse für anstehende Verhandlungen mit dem Betriebsrat oder ernsthafte Pläne? Bei der Commerzbank machen erneut Berichte über einen Kahlschlag im Inlandsgeschäft die Runde. Die Bank erwägt einem Pressebericht zufolge den Abbau von 4.000 bis 6.500 Stellen in Deutschland. Beim geplanten Umbau der teilverstaatlichten Bank könnten 10 bis 15 Prozent der zuletzt rund 43.400 Stellen im Inland auf der Kippe stehen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" ("FAZ"/Freitagausgabe) unter Berufung auf Finanzkreise.

 

    In dem Bericht hieß es jedoch auch, dass es sich bei der Zahl nur um eine vorläufige Größenordnung handelt. Bei den im Februar startenden Gesprächen mit dem Betriebsrat könnte die Zahl noch deutlich sinken. Die Bank selbst wollte die Informationen nicht kommentieren. Spekulationen über einen massiven Abbau von bis zu 6.000 Stellen gibt es bereits seit mehreren Monaten, nachdem Commerzbank-Chef Martin Blessing im Sommer 2012 angekündigt hatte, den Gewinn im bisher schwachen Geschäft mit Privatkunden deutlich steigern zu wollen.

 

    Die Gewerkschaft Verdi hatte sich schon damals strikt gegen einen Stellenabbau gewandt, der sich schädlich und kontraproduktiv beim geplanten Ausbau des Privatkundengeschäfts auswirken werde. Laut Verdi gilt der Kündigungsschutz aus der Integration von Commerzbank und Dresdner Bank noch bis Ende 2013. Dieser Schutz müsse auf jeden Fall eingehalten und verlängert werde, hatte die Gewerkschaft schon im November verlangt.

 

    Bei der Strategiekonferenz Anfang November blieb Blessing konkrete Antworten auf den möglichen Stellenabbau schuldig. Er kündigte lediglich an, das Privatkundengeschäft mit einer Milliardeninvestition profitabler machen zu wollen. "Ich glaube, dass vier weitere anstrengende Jahre vor uns liegen", hatte er damals gesagt. Details zum Stellenabbau sollen erst nach den Gesprächen mit den Arbeitnehmervertretern bekannt gegeben werden. Dabei geht es unter anderem auch um flexiblere Arbeitszeiten für die Angestellten.

 

    Dies sei ein wichtiger Baustein, um gegen die Konkurrenz zu bestehen und die Erträge in dem Bereich zu steigern, heißt von Seiten der Bank immer wieder. Privatkundenvorstand Martin Zielke hatte dies in der vergangenen Woche in einem Interview erneut betont: "Ziel ist, die Öffnungszeiten während der Woche für jede Filiale so individuell zu regeln, dass sie der konkreten Kundennachfrage vor Ort entsprechen. Das bedeutet auch, dass wir die Einsatzzeiten der Mitarbeiter flexibilisieren müssen", hatte er der "FAZ" gesagt.

 

    Zu den Verhandlungen oder dem möglichen Stellenabbau im großen Stil sagte er dabei folgendes: "Diese Drohkulisse werde ich nicht aufbauen. Aber klar ist: Je besser unser Angebot ist, je zufriedener unsere Kunden sind, umso stärker sind wir damit auf der Ertragsseite und umso weniger Personal müssen wir abbauen." Auch in puncto Filialen hielt er sich erneut bedeckt. "Es geht nicht darum, Filialen zu schließen." Die Commerzbank hatte erst nach der Übernahme der Dresdner Bank zahlreiche Filialen geschlossen und verfügt noch über zirka 1.200 Zweigstellen.

 

    Die Gewerkschaft Verdi hatte sich schon damals strikt gegen einen Stellenabbau gewandt, der sich schädlich und kontraproduktiv beim geplanten Ausbau des Privatkundengeschäfts auswirken werde. Laut Verdi gilt der Kündigungsschutz aus der Integration von Commerzbank und Dresdner Bank noch bis Ende 2013. Dieser Schutz müsse auf jeden Fall eingehalten und verlängert werde, hatte die Gewerkschaft schon im November verlangt./zb/stk/she

 

Anzeige

Nachrichten zu Commerzbank

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Commerzbank

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
09.02.2018Commerzbank HaltenDZ BANK
09.02.2018Commerzbank HoldS&P Capital IQ
09.02.2018Commerzbank NeutralJP Morgan Chase & Co.
08.02.2018Commerzbank VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
08.02.2018Commerzbank HaltenIndependent Research GmbH
08.02.2018Commerzbank overweightMorgan Stanley
19.01.2018Commerzbank overweightMorgan Stanley
19.12.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
21.11.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
13.11.2017Commerzbank buyCitigroup Corp.
09.02.2018Commerzbank HaltenDZ BANK
09.02.2018Commerzbank HoldS&P Capital IQ
09.02.2018Commerzbank NeutralJP Morgan Chase & Co.
08.02.2018Commerzbank HaltenIndependent Research GmbH
08.02.2018Commerzbank Sector PerformRBC Capital Markets
08.02.2018Commerzbank VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
08.02.2018Commerzbank SellUBS AG
29.01.2018Commerzbank SellUBS AG
23.01.2018Commerzbank UnderperformMacquarie Research
18.01.2018Commerzbank VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Commerzbank nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Top-Thema: Künstliche Intelligenz

Im neuen Anlegermagazin stellen wir Ihnen drei Aktien aus dem Software-Sektor vor, die beim Megatrend "Künstliche Intelligenz" gut positioniert sind. Außerdem: Der US-Medienkonzern Walt Disney verspricht langfristigen Anlegern die Chance auf attraktive Renditen. Gilt das auch für RTL und ProSiebenSat1?
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht mit Mini-Plus ins Wochenende -- US-Börsen schließen höher -- Neue Mitglieder bescheren XING kräftiges Wachstum -- Tweet von Kylie Jenner löst Snap-Kursrutsch aus -- T-Aktie, HP im Fokus

Kooperation zwischen RIB Software und Microsoft treibt RIB-Aktie an. McDonald's auf Sparkurs? Blue Buffalo-Aktie legt vorbörslich zweistellig zu: General Mills will Blue Buffalo kaufen. Kein Cheeseburger im Happy Meal. US-Investor zu Bitcoin: Warum sollte ich die Währung der Zukunft verkaufen? Bank of America hebt Zinsprognose für USA an.

Top-Rankings

KW 8: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
Sechsstelliges Einkommen
So viel Geld lässt sich in Deutschland mit YouTube verdienen
Regionen mit guten Gehältern
In diesen Städten sind Arbeitnehmer am zufriedensten

Umfrage

Welche Kryptowährung hat das größte Zukunftspotenzial?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Deutsche Telekom AG555750
Apple Inc.865985
E.ON SEENAG99
Amazon906866
Allianz840400
GeelyA0CACX
BMW AG519000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
adidas AGA1EWWW
Steinhoff International N.V.A14XB9
Siemens AG723610
AlibabaA117ME