28.12.2012 11:18
Bewerten
(0)

ROUNDUP: Japans Industrieschwäche erhöht Druck für Konjunkturmaßnahmen

DRUCKEN
    TOKIO (dpa-AFX) - Ein überraschend starker Einbruch der japanischen Industrieproduktion hat den Druck für weitere Konjunkturmaßnahmen in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt erhöht. An den asiatischen Börsen spekulierten Anleger auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik. Im November fiel die Produktion in den Industriebetrieben laut Regierungsangaben vom Freitag um 1,7 Prozent zurück. Ein Rückgang der Verbraucherpreise verstärkte ebenfalls die Spekulationen zu Maßnahmen der japanischen Notenbank, während ein Rückgang der Arbeitslosenquote am Markt nur wenig beachtet wurde.  

 

    Für den neuen japanischen Regierungschef Shinzo Abe hat die Ankurbelung der Wirtschaft und die Bekämpfung der Deflation ohnehin oberste Priorität. Bereits im Januar will er nach Medienberichten ein Konjunkturpaket in Höhe von 10 Billionen Yen (88 Milliarden Euro) auflegen.

 

DIE ZEIT DRÄNGT

 

     Die Zeit drängt: Der Rückgang der Industrieproduktion fiel im November deutlich stärker aus als erwartet. Volkswirte hatten nur mit einen Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet. Auch im Jahresvergleich meldete die Regierung für November einen überraschend starken Einbruch von 5,8 Prozent. Im Oktober war die Industrieproduktion hingegen noch um 1,6 Prozent zum Vormonat gestiegen.

 

   Der Trend bei der japanischen Industrieproduktion zeigt nach unten: In den vergangenen acht Monaten war der Ausstoß in sechs Monaten rückläufig. Unter anderem macht die schwache Weltwirtschaft der stark vom Export abhängigen Industrie zu schaffen. Die Daten dürften den Druck auf die Regierung in Tokio für mehr Wirtschaftsförderung und auf die japanische Notenbank für eine noch expansivere Geldpolitik erhöhen.

 

    Eine positive Entwicklung gab es hingegen auf dem japanischen Arbeitsmarkt. Im November sank die Arbeitslosenquote nach Regierungsangaben leicht von 4,2 Prozent im Vormonat auf 4,1 Prozent. Volkswirte hatten zuvor einen unveränderten Wert erwartet. Eine Quote von knapp über vier Prozent gilt für japanische Verhältnisse aber immer noch als vergleichsweise hoch.

 

PREISE SINKEN WIE ERWARTET

 

    Dagegen gingen die Verbraucherpreise im November wie erwartet zurück. Die Preise seien um 0,2 Prozent zum Vorjahr gesunken, teilte die Regierung mit. Dies war der sechste Rückgang in Folge. Volkswirte hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. Im Vormonat waren die Preise um 0,4 Prozent zurückgegangen. Der Kernindex (ohne frische Nahrungsmittel, aber mit Energie) ging laut Regierung im Jahresvergleich um 0,1 Prozent zurück.

 

    In der Hauptstadt Tokio, wo die Verbraucherpreise einen Monat früher veröffentlicht werden, fiel der Kernindex im Dezember um 0,6 Prozent. Im Vormonat hatte der Rückgang bei 0,5 Prozent gelegen. Experten hatten erneut ein Minus von 0,5 Prozent erwartet. Die Preisentwicklung in der Metropole gilt als Indikator für die landesweite Teuerung.

 

KURSGEWINNE AN ASIATISCHEN BÖRSEN

 

      An der Börsen spekulierten Anleger auf weitere Konjunkturmaßnahmen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 am letzten Handelstag des Jahres um 0,70 Prozent auf 10.395,18 Punkte - dem höchsten Stand seit März 2011. Die schwache Industrieproduktion erhöhe den Druck auf die Notenbank des Landes, die Wirtschaft weiter zu stimulieren, sagte Marktstratege Stan Shamu vom Broker IG. Angesichts der nach wie vor herrschenden Deflation und des von der neuen Regierung gesetzten Inflationszieles gebe bei der japanischen Geldpolitik ausreichend Spielraum./jkr/jsl/zb

 

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Bechtle - Der Favorit im IT-Segment!

Ein breit aufgestelltes, gut diversifiziertes Produkt- und Serviceangebot, eine solide Finanzbasis und ein gutes Gespür für chancenreiche Trends und wachstumsstarke Marktsegmente - diese Mischung ist das Erfolgsgeheimnis von Bechtle. Lesen Sie im aktuellen Anlegermagazin die ganze Story über Bechtle.
Kostenfrei registrieren und dabei sein!

Heute im Fokus

DAX geht mit deutlichem Plus ins Wochenende -- Wall Street ebenfalls fester -- BASF mit Rekordhoch -- Ceconomy-Aktie fällt zweistellig -- KUKA, Apple, American Express, IBM im Fokus

Biotest nimmt letzte Hürde für Übernahme durch Chinesen. Airbus verhandelt offenbar mit British Airways über A380-Deal. Alphabet-Tochter Google schließt in China Patentdeal mit Techkonzern Tencent. Morgan Stanley: Diese Tech-Aktien sollten Sie 2018 im Depot haben. Untergang einer Bitcoin-Börse - Betrüger konnte den Kurs innerhalb weniger Minuten verachtfachen.

Top-Rankings

KW 3: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten
KW 3: Analysten-Tops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Kauflisten der Experten
KW 2: Analysten-Flops der Woche
Diese Aktien stehen auf den Verkauflisten der Experten

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Das sind die größten Privatbanken weltweit
Welche Bank macht 2017 das Rennen?
Die Länder mit den größten Goldreserven 2017
Wo lagert das meiste Gold?
Die mächtigsten Frauen der Welt 2017
Welche Frau belegt den ersten Platz?
Das Wachstum der Schulden in verschiedenen Regionen
Welche Region konnte ihren Schuldenberg am meisten verkleinern?
mehr Top Rankings

Umfrage

Wünschen Sie sich, dass sich Union und SPD erneut auf eine große Koalition (GroKo) einigen?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Steinhoff International N.V.A14XB9
Daimler AG710000
Deutsche Bank AG514000
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
adidas AGA1EWWW
BASFBASF11
EVOTEC AG566480
Apple Inc.865985
Infineon AG623100
CommerzbankCBK100
Deutsche Telekom AG555750
Allianz840400
Amazon906866
General Electric Co.851144
E.ON SEENAG99