finanzen.net
09.03.2012 07:25
Bewerten
(5)

Griechenland verfehlt Ziel freiwilliger Anleiheumschuldung

DRUCKEN
Griechenland hat das Ziel einer freiwilligen Anleiheumschuldung verfehlt und muss nun einen Teil seiner privaten Gläubiger zu einem Forderungsverzicht zwingen.
Nach Mitteilung der Regierung nahmen nur 83,5 Prozent der privaten Anleihegläubiger das Umtauschangebot der Regierung an. Nötig wären 90 Prozent gewesen. Griechenland wird deshalb die für diesen Fall vorgesehenen Umschuldungsklauseln aktivieren, wodurch sich eine Beteiligung von 95,7 Prozent des ausstehenden Kapitals ergibt. Insgesamt wurden Anleihen über 172 Milliarden Euro zum Tausch angeboten.

   Die privaten Anleihegläubiger sollen auf etwas mehr als die Hälfte des Nominalwerts ihrer Anleihen verzichten, um die Schuldenbelastung Griechenlands zu vermindern. Das Euro-Mitglied soll langfristig wieder in die Lage versetzt werden, seine Schulden selbst zu tragen. Das ist die Voraussetzung für ein neues Hilfspaket im Volumen von 130 Milliarden Euro, ohne das das Land wahrscheinlich zahlungsunfähig würde. Am 20. März muss Griechenland Anleiheschulden über 14,5 Milliarden Euro zurückzahlen.

   Nach Mitteilung der Regierung willigten 69 Prozent der Inhaber von Anleihen in einen Tausch ein, die nicht nach griechischem Recht begeben wurden. Das an sie gerichtete Umtauschangebot soll nun bis 23. März verlängert werden, weil diese Gläubiger nicht über nachträgliche Umschuldungsklauseln zu einer Beteiligung gezwungen werden können.

   Die International Swaps and Derivatives Association (ISDA) will in einer um 14.00 beginnenden Sitzung über die Anfrage entscheiden, ob der Anleihetausch in der sich abzeichnenden Form ein Kreditereignis darstellt. Die ISDA entscheidet damit darüber, ob sich Zahlungsverpflichtungen aus Kreditausfallversicherungen auf Griechen-Anleihen ergeben. Der Euro gab nach Bekanntwerden der Beteiligungsquote von 1,3260 auf 1,3230 US-Dollar nach.

ATHEN (Dow Jones)

Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

Asiens Börsen etwas tiefer -- VW-Hauptaktionär Porsche SE legt Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 vor -- EU-Minister beraten in Sachen Brexit

Stada legt Zahlen vor: Wie läuft das Geschäft unter Finanzinvestoren? Roche-Tochter Genentech erhält Zulassung von FDA für Tecentriq bei Lungenkrebs. Worum es im Streit zwischen Spotify und Apple wirklich geht. Nach Kursplus von über 100 Prozent: Ist die Snap-Aktie jetzt ein Kauf?

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

In diesen Ländern ist Netflix am teuersten
Hier müssen Abonnenten tief in die Tasche greifen
Die korruptesten Länder der Welt
In diesen Staaten ist die Korruption am höchsten
Abschlüsse der DAX-Chefs
Diese Studiengänge haben die DAX-Chefs absolviert
Erster Job
Wo Absolventen am meisten Geld verdienen
Das Schwarzbuch 2018/2019
Wo 2018 sinnlos Steuern verbrannt wurden
mehr Top Rankings

Umfrage

Nun ist es bestätigt: Deutsche Bank und Commerzbank loten offiziell eine Fusion aus. Glauben Sie, dass es tatsächlich dazu kommen wird?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
CommerzbankCBK100
Deutsche Bank AG514000
Aurora Cannabis IncA12GS7
Daimler AG710000
Boeing Co.850471
Deutsche Telekom AG555750
LEONI AG540888
Amazon906866
SteinhoffA14XB9
Infineon AG623100
Apple Inc.865985
BASFBASF11
Allianz840400
TeslaA1CX3T