20.01.2013 14:32
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Stadtwerke erwarten Verbesserung durch Eon-Ausstieg

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    SUHL (dpa-AFX) - Die Thüringer Stadtwerke erwarten von der geplanten Eon -Kommunalisierung bessere Chancen für gemeinsame Vorhaben. "Es ist unser vordringliches Ziel, mehr Kooperationen zu erreichen", sagte André Ludwig, Geschäftsführer der Thüringer Landesgruppe im Verband kommunaler Unternehmen, der Nachrichtenagentur dpa. Bisher habe es immer wieder Fälle gegeben, in denen Eon Thüringen als Mitgesellschafter von Stadtwerken sein Veto eingelegt habe. Das Unternehmen ist an mehr als 20 Thüringer Stadtwerken mit Anteilen zwischen 16 und 49 Prozent beteiligt.

 

    Bisher sei die Kooperation zwischen Stadtwerken durch den Eon-Mutterkonzern "nicht gerade befördert" worden, sagte Ludwig. An den vorgesehenen künftigen kommunalen Träger gebe es die "ganz klare Erwartung" einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Der Energiekonzern Eon will 46 Prozent seiner Anteile am Gas- und Stromversorger Eon Thüringer Energie an die bisherigen kommunalen Partner verkaufen, der dafür einen Zweckverband gegründet hat, sowie weitere Anteile an den Stadtwerkeverbund Thüga. Für das rund 900 Millionen Euro schwere Geschäft steht noch die Genehmigung des Landes aus. Das Kabinett will sich am 29. Januar mit dem Thema befassen.

 

    Befürchtungen mit Blick auf den Strombezug nach einem Ausstieg von Eon gebe es nicht, sagte Ludwig. Die Stadtwerke kauften bisher schon in sehr unterschiedlichem Ausmaß bei Eon. Dass künftig im Stadtwerk einer Kommune über den Zweckverband auch andere Kommunen mitreden könnten, ließen die Unternehmen jetzt erst einmal auf sich zukommen. Pläne für eine Übernahme von Eon-Anteilen durch Stadtwerke seien ihm bisher nicht bekannt, sagte Ludwig.

 

    Keine Befürchtungen gebe es bisher auch wegen einer möglichen schärferen Konkurrenz durch Eon als Stromanbieter. Das Unternehmen habe zwar seit Jahren eine Tochter, die als Anbieter auftrete, aber bisher in Thüringen "nicht so aggressiv" um Kunden geworben habe. Ob sich dies nach dem Eon-Rückzug ändere, sei offen. Die Stadtwerke seien aber bereits seit Jahren die Konkurrenz anderer Anbieter gewohnt. Das Geschäftsvolumen des geplanten kommunalen Energieunternehmens wäre nach Angaben Ludwigs etwas kleiner als das aller Thüringer Stadtwerke zusammen./cct/DP/he

 

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