28.06.2013 16:32
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Stellungnahme von Adblock Plus: Zum Beitrag von Sascha Pallenberg auf Mobilegeeks.de

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Webseite von Adblock Plus http://ots.de/uPLuF
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Köln (ots) -

Stellungnahme von Till Faida, Mitgründer von Adblock Plus, zum Beitrag von Sascha Pallenberg auf Mobilegeeks.de

Falschbehauptung #1: Adblock Plus begünstigt nahestehende Unternehmen.

Fakt: Es gelten für alle werbetreibenden Unternehmen exakt dieselben Kriterien, nachlesbar unter www.adblockplus.org/de/acceptable-ads

Dass Firmen aus dem persönlichen Netzwerk als Testkandidaten in einzelnen Fällen frühzeitig an der Acceptable-Ads-Initiative teilgenommen haben ist naheliegend und keinesfalls ein Skandal. Wichtig: Es galten und gelten immer die gleichen Regeln (http://www.adblockplus.org/de/acceptable-ads) für alle, das Whitelisting steht allen Websites gleichermaßen offen. Die Community entscheidet final über jede Art von Whitelisting, und viele Vorschläge wurden von ihr bereits abgelehnt. Bei bis jetzt über 100 Whitelist-Anträgen (https://adblockplus.org/forum/viewforum.php?f=12) sich auf die fünf nahestehenden Unternehmen zu stürzen ist in keinster Weise seriös. Die von Pallenberg kolportierte Freischaltung von Layer-Werbung hat es nie gegeben und wurde frei erfunden.

Die Kriterien sind seit Ende 2011, als "Acceptable Ads" gestartet wurde, transparent und öffentlich, viele Medien haben seit damals darüber berichtet (exemplarisch ein Artikel aus der ZEIT von 2011 - http://ots.de/2hEij . Wir haben darüber hinaus Reportern die Möglichkeit gegeben, uns zu Gesprächen mit Webseiten und Werbenetzwerken zu begleiten (ZEIT, 2012 - http://ots.de/fwKdX . Dies verdeutlicht unser Streben nach maximaler Transparenz.

Falschbehauptung #2: Die handelnden Personen arbeiten "mafiös" und sind unseriös.

Fakt: Alle unternehmerischen Strukturen und handelnden Personen sind klar nachvollziehbar, unterliegen - im Unterschied zu Herrn Pallenberg - deutschem Recht und sind in deutschen Handelsregistern sauber verzeichnet. Lebensläufe und vorherige Tätigkeitsfelder sind auf den üblichen sozialen Netzwerken wie XING oder LINKEDIN klar und deutlich einsehbar.

Pallenberg versucht, jede auffindbare Information über die beteiligten Personen negativ auszulegen und scheut dabei nicht vor bewussten Falschaussagen zurück. Beispiele:

- So hat zum Beispiel Till Faida noch vor der Gründung der Eyeo GmbH Seiten wie chrome-plugins.org gestartet. Wir haben diesbezüglich einen Fehler gemacht, dass wir diese Domains weiterhin für SEO-Zwecke genutzt haben. Es hätte längst eine klare Kennzeichnung erfolgen sollen, dafür möchten wir uns entschuldigen, und das wird nachgeholt. - Selbst veraltete Wordpress-Plugins auf denselben Seiten werden hier ins Feld geführt. Anders als der Autor behauptet, haben diese angeblichen Sicherheitslücken nichts mit Adblock Plus als Software zu tun. - Till Faida hat zwei Auslandssemester in Schweden absolviert. Selbstverständlich unterbricht ein Auslandssemester ein Studium nicht. - Die konstruierten Verbindungen zu Porno-Seiten sind abstrus. Der Autor bleibt jeden Beweis schuldig. Es gibt keinerlei Verbindungen zu solchen Seiten oder Unternehmen. - Wir haben keine Wikipedia-Artikel geändert. Die erwähnten Änderungen wurden offensichtlich von der Wikipedia Community gelöscht, weil es sich um Falschmeldungen handelt. - Tweets von Tim Schumacher über Adblock Plus werden polemisch als "aus dem Loch kriechen" bezeichnet. Eigentlich sind sie nur ein Zeichen dafür, dass der Verfasser in Wirklichkeit keinen geheimen Skandal aufgedeckt hat.

Falschbehauptung #3: Adblock Plus zensiert das Web.

Fakt: Adblock Plus blockiert alles, was die freikonfigurierbaren Filterlisten enthalten. Diese Listen werden von Freiwilligen auf der ganzen Welt erstellt. Dieselben Listen werden übrigens von allen anderen Adblockern ebenfalls benutzt. Die Acceptable Ads werden in einer separaten Liste (https://easylist-downloads.adblockplus.org/exceptionrules.txt) freigeschaltet, nur diese wird von Eyeo erstellt, und ist wie alle anderen Listen auch individuell an- und abschaltbar.

Die Community der Filterlisten-Autoren behandelt alle Seiten gleich (Werbung wird blockiert, Fehler werden behoben). Darin eine Verbindung von Adblock Plus zu Porno- und Filesharing Seiten zu sehen ist an den Haaren herbeigezogen und eine bewusste Falschaussage. Störende Elemente werden von der EasyList Community ebenfalls gemäß ihren transparent veröffentlichten Kriterien (http://easylist.adblockplus.org/blog/) blockiert. Das hat - anderes als Pallenberg behauptet - weder etwas mit Adblock Plus, noch mit Zensur zu tun.

Es ist kein Geheimnis, dass einer der Autoren der Filterliste, EasyList, bei Eyeo als Community Manager tätig ist. Es ist ebenfalls kein Geheimnis, dass Eyeo die Infrastruktur verwaltet, über die EasyList und andere Listen verteilt werden. Alles was diese Listen tun, ist Werbung und Tracking zu blockieren.

Die angeführten Gründe für den Rauswurf von Adblock Plus aus Google Play sind ebenfalls falsch. Der bemängelte hohe Datenverbrauch existiert nicht, es handelt sich lediglich um eine doppelte Messung in Android (https://adblockplus.org/en/android-faq#traffic). Eine hier implizierte Datensammlung findet nicht statt, Adblock Plus für Android hält sich wie alle anderen Versionen strikt an Adblock Plus extrem restriktive Privacy Policy (http://adblockplus.org/en/privacy). Außerdem 'vergisst' Herr Pallenberg zu erwähnen, dass Google alle anderen Adblocker ebenfalls aus Google Play entfernt hat, selbst all diese, die auf völlig anderen technischen Prinzipien beruhten.

Falschbehauptung #4: Adblock Plus wandelt Affiliate-Links um und beraubt Webseiten ihrer Einnahmen

Fakt: Adblock Plus wandelt keine Affiliate-Links um

Es ist eine glatte Falschbehauptung, dass beim Besuch von Amazon-Seiten über Links Affiliate-Ids angehängt werden. Dies geschieht nur, wenn der Nutzer das Typo-Correction Feature manuell aktiviert hat und wenn er sich bei einer direkten Eingabe der Amazon URL vertippt. Es wird also nur eine ID angehängt, wenn Adblock Plus auch der Referrer ist und es wird - anders als behauptet - niemandem eine Provision vorenthalten. Der Verfasser spekuliert hier lediglich, was theoretisch technisch möglich wäre, und es wurde bei der Einführung dieses optionalen (opt-in) Features die tatsächliche Vorgehensweise transparent kommuniziert (http://adblockplus.org/blog/ typo-correction-feature-in-adblock-plus).

Jeder Nutzer kann wählen, welche Filterlisten er verwenden will, und es gibt im source code von Adblock Plus keine Geheimnisse: Er ist vollständig open source, genau wie große Teile unserer Infrastruktur [http://easylist.adblockplus.org/en/development].

Falschbehauptung #5: Yieldkit bekommt "30% Schutzgeld"

Fakt: Vollkommen falsch. YieldKit gehört zu den "Acceptable Ads" von AdBlock Plus. Das ist die einzig richtige Aussage in Bezug auf YieldKit. In allen anderen Aussagen hat Herr Pallenberg leider unsauber recherchiert und bewusst Falschaussagen getätigt.

Pallenbergs Kernaussage und offensichtlicher Grund für seine ungeheuerliche 'Mafia-Unterstellung' lautet "Website-Betreiber, die ein Link-Script von Yieldkit einbauen, vergüten die Firma für diese "Dienstleistung" mit rund 30% der Einnahmen, die eigentlich ihnen selbst zustünden, wenn sie die (dann aber leider, leider, leider von Adblock Plus gesperrten) Werbeanzeigen selbst einsetzen wuerden". Diese Aussage ist eine glatte Lüge. Yiedlkit verändert keine bestehenden Affiliate-Links, sondern nimmt Publishern lediglich den mühsamen manuellen Vorgang der Linkauswahl und des Linksetzens ab. Wenn ein Publisher selber einen Affiliate-Text-Link (z.B. direkt zu Amazon oder direkt zu einem Netzwerk wie Affili.net oder Zanox) setzt, wird dieser Textlink von Adblock Plus ebenfalls nicht blockiert.

Auch praktisch alle anderen Aussagen in Bezug auf Yieldkit sind falsch (die Einzelheiten würden diesen Artikel sprengen, bei Interesse gerne ausführliches weiteres Material). Allein Tim Schumachers gesellschaftsrechtliche Minderheitsbeteiligung an Yieldkit (übrigens weniger als 10% der Anteile ohne Mitspracherechte) wurde richtig aus TechCrunch zitiert.

Über Adblock Plus:

Adblock Plus ist der einfache Werbeblocker für das Internet. Das Add-on lässt sich in Sekundenschnelle installieren und blockiert anschließend aufdringliche Werbung im Internet. Mit der Browsererweiterung wird das Surfen im Web wieder attraktiver, sicherer und schneller. Mehr als 45 Millionen Internetnutzer weltweit vertrauen täglich auf Adblock Plus. Es ist damit das beliebteste Add-on im Web. Adblock Plus ist derzeit für die Browser Firefox, Chrome und Opera verfügbar sowie als App für Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem erhältlich. Weitere Informationen unter: www.adblockplus.org

Originaltext: Adblock Plus Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/109354 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_109354.rss2

Pressekontakt: Till Faida till@adblockplus.org

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