16.02.2017 10:12
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Trump twittert den Dollar schwach – das sind die Folgen!

Trump twittert den Dollar schwach – das sind die Folgen! | Nachricht | finanzen.net
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Der Euro-Dollar-Wechselkurs hat seit der US-Wahl eine gehörige Achterbahnfahrt hingelegt. Bis zum Jahreswechsel sahen wir eine erhebliche Kursschwäche, danach Stärke und jüngst wieder eine Korrektur. Wichtigster Grund für das Auf und Ab sind Widersprüchlichkeiten der US-Politik.

Thomas Timmermann, Bereichsleiter Asset Management, und Ulrich Leuchtmann, Leiter Devisenanalyse der Commerzbank, im Marktgespräch zu Trump, der USA, dem US-Dollar und die Rolle von Europa in diesem Gleichgewicht des Schreckens.

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Thomas Timmermann, Bereichsleiter Asset Management der Commerzbank, sieht die aktuelle Situation rund um den US-Dollar so:

„Amerika hat keine dauerhaften Freunde oder Feinde, nur Interessen.“ Dieses Zitat des ehemaligen US-Außenministers Henry Kissinger hat an Präsenz gewonnen, seitdem Donald Trump mit dem Credo „America first“ in den Wahlkampf zog. Um die USA wieder groß zu machen, kündigte der Geschäftsmann enorme Steuererleichterungen, Infrastrukturmaßnahmen und vor allem das Schaffen neuer Arbeitsplätze an.
Einen Strich durch die Rechnung macht Trump nun die Tatsache, dass sich die US-Wirtschaft keineswegs in dem erbärmlichen Zustand befindet, den er auf seiner Wahlkampftour wieder und wieder an die Wand malte. Vielmehr fiel die Erwerbslosenquote im November 2016 erstmals auf 4,6 Prozent und erreichte damit nach Definition der US-Notenbank die Vollbeschäftigung. Die im Dezember erfolgte zweite Zinsanhebung durch die US-Notenbank seit 2006 war nur die logische Konsequenz aus dieser Entwicklung. Fed-Chefin Janet Yellen kündigte damals in einer Presseerklärung drei weitere Anhebungen für 2017 an. Gestern gab Yellen vor dem Bankenausschuss des Senats bekannt, die Zinsschraube nun sogar eher früher als später anzuziehen. Für Donald Trump stellt diese Aussage ein gewaltiges Problem dar.

Denn um die einheimische Wirtschaft wettbewerbsfähiger zu machen, scheut sich Trump nicht davor, ein ungeschriebenes Gesetz zu brechen. Als erster gewählter Präsident redet er den Dollar bei jeder sich bietenden Gelegenheit schwach. „Sie bringt uns um“, sagte er in einem Interview mit dem Wall Street Journal in Bezug auf die Stärke des Greenback. Kaum im Amt warf Trump China genauso wie Japan vor, seine Landeswährung zugunsten von Handelsvorteilen künstlich zu schwächen. Deutschland nutze seiner Ansicht nach einen „bei Weitem unterbewerteten“ Euro, um sich auf Kosten der USA und seiner EU-Partner zu bereichern. Kein Wunder also, dass so mancher Volkswirt bereits einen Währungskrieg heraufziehen sieht. Einen Wettlauf abwertender Währungen dürfte wohl nur Verlierer zur Folge haben.

Trotz der unterschiedlichen Geldpolitik der US-Notenbank und der EZB und trotz der politischen Unsicherheit in Europa ist ein Euro noch mehr wert als ein US-Dollar. Nach Einschätzung von Ulrich Leuchtmann bleiben die beiden Währungen in einem Gleichgewicht verschiedener Schreckensszenarien gefangen. Warum eine Wette auf den Euro-Dollar-Verlauf vorerst unattraktiv bleibt, erläutert der Leiter der Devisenanalyse der Commerzbank in der aktuellen Sendung von ideasTV.

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Disclaimer Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Bildquellen: Commerzbank
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