30.03.2012 13:37
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UPDATE: Commerzbank einigt sich mit EU-Kommission wegen Eurohypo

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   --Commerzbank darf Teile der Immobilienfinanzierung der Eurohypo integrieren

   --Konzerninterne Bad Bank 131 Milliarden Euro schwer

   --Bilanzsumme der Commerzbank muss bis 2012 auf 600 Milliarden Euro schrumpfen

   --Verlängerung des Übernahmeverbots bis März 2014

   (Durchgehend neu)

Von Alexandra Edinger DOW JONES NEWSWIRES FRANKFURT (Dow Jones)--Die Katze ist aus dem Sack: Die Commerzbank darf die Eurohypo mit Erlaubnis der EU-Kommission in den Konzern integrieren. Dabei gibt es einen Kahlschlag im Portfolio der Eurohypo, das aktuell noch 166 Milliarden Euro schwer ist. 80 Prozent des Instituts werden abgewickelt und der Name der Eurohypo wird als Marke verschwinden. Außerdem muss die Commerzbank ihre eigene Bilanzsumme ohne das Abbauportfolio bis Ende 2012 auf 600 Milliarden Euro reduzieren - derzeit sind es noch 660 Milliarden Euro - und der DAX-Konzern darf bis März 2014 keine neuen Unternehmen zukaufen.

   Die Vorgaben der EU-Kommission bezüglich der Immobilientochter Eurohypo sind eindeutig. Alle Aktivitäten, die die Commerzbank nicht als Kernaktivitäten definiert, werden in eine konzerninterne Bad Bank ausgelagert und abgewickelt. Zu den abzubauenden Geschäftsbereichen zählen die Staats- und die gewerbliche Immobilienfinanzierung (CRE) außerhalb der Märkte Deutschland, Vereinigtes Königreich, Frankreich und Polen.

   Für die Bank bedeutet dies einen Rückzug aus 29 der ursprünglichen Zielmärkte der Eurohypo. Das Portfolio der Bad Bank beträgt 131 Milliarden Euro. Davon sind 31 Milliarden Euro dem Bereich Immobilienfinanzierung zuzurechnen. Die neue Abbaueinheit trägt bankintern den Namen "None Core Assets" und ist nicht Teil der Kernbank der Commerzbank, teilte die Commerzbank am Freitag mit. Im Vorstand des Frankfurter Instituts ist Ulrich Sieber für die Bad Bank verantwortlich.

   Bei der Eurohypo dürften nach Informationen von Dow Jones Newswires auf Grund der Umbauten mehr als 300 Stellen wegfallen. Genaue Zahlen nannte die Commerzbank nicht. In einem internen Schreiben bestätigte Commerzbank-Chef Martin Blessing jedoch, dass mit der Neuausrichtung auch ein Personalabbau verbunden sein werde. "Einzelheiten dazu werden wir in den anstehenden Verhandlungen mit den Gremien der Eurohypo festlegen", heißt es in dem Schreiben.

   Zur Kernbank wird künftig ein 35 Milliarden Euro schweres Portfolio der Ex-Eurohypo gehören. Darin enthalten sind 25 Milliarden Euro aus dem CRE-Geschäft. Nach Auflage der EU-Kommission muss bis zum 31. Dezember 2013 dieses Volumen erreicht sein und darf sich dann bis Ende 2015 nicht wieder erhöhen.

   Das deutlich reduzierte CRE-Geschäft wird Bestandteil des neu formierten Kernbank-Segments 'Real Estate and Ship Finance' (RES) der Commerzbank. Blessing bezeichnete das neue Segment als eine "sinnvolle Beimischung in unserem Portfolio". Er ergänzte: "Mit einer Größenordnung von 25 Milliarden Euro in der Immobilienfinanzierung und 10 bis 15 Milliarden Euro in der Schiffsfinanzierung fühlen wir uns wohl."

   Wieviel Geld die Commerzbank allerdings mit dem restlichen Geschäft der Eurohypo verdienen kann, sei fraglich. Analyst Stefan Bongardt von Independent Research sagte: "Der ganz große Ergebnistreiber wird das nicht sein."

   Ursprünglich sollte die Commerzbank ihre Tochter Eurohypo bis 2014 verkaufen. Das war allerdings wegen ihres großen Kapitalbedarfs und der umfangreichen Risikopositionen bei Staatsanleihen bei der aktuellen Marktlage nicht möglich.

   Die Maßnahmen sind eine Kompensation für 2008 und 2009 erhaltene Staatshilfe. Damals hatte die Commerzbank im Zuge der Rettung durch den Staat 16,4 Milliarden Euro in Form stiller Beteiligungen erhalten. Zudem erwarb der Bankenrettungsfonds SoFFin für 1,8 Milliarden Euro Stammaktien und hält seither 25 Prozent plus einer Aktie an der Commerzbank.

-Von Alexandra Edinger, Dow Jones Newswires, +49 69 29 725 112, alexandra.edinger@dowjones.com (Madeleine Nissen hat zu diesem Artikel beigetragen) DJG/aed/jhe (END) Dow Jones Newswires

   March 30, 2012 07:07 ET (11:07 GMT)

   Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.- - 07 07 AM EDT 03-30-12

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