09.01.2013 09:59
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Auch Goldman Sachs und Morgan Stanley legen Pfändungs-Rechtsstreit bei

US-Bankenstreit: Auch Goldman Sachs und Morgan Stanley legen Pfändungs-Rechtsstreit bei | Nachricht | finanzen.net
US-Bankenstreit
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Die US-Banken kommen bei der Aufarbeitung der Finanzkrise weiter voran. Weitere Finanzhäuser planen Vergleiche im Zusammenhang mit dem Pfändungs-Rechtsstreit.
Nachdem am Montag zehn Banken den Streit mit den Aufsichtsbehörden über Schlampereien bei Hauspfändungen mit einem Vergleich abgeschlossen haben, ziehen Ally Financial, Goldman Sachs, HSBC und Morgan Stanley offenbar noch in dieser Woche nach. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf zwei mit dem Verfahren vertrauten Personen. Die vier Banken sollen den Informationen zufolge mindestens 1,5 Milliarden Dollar zahlen, um diese Baustelle der Finanzkrise zu schließen.

   Zum Wochenbeginn hatten sich zehn Banken, darunter JPMorgan ChaseCo und Citigroup, mit der US-Notenbank Fed und dem US-Bankenregulierer OCC auf die Zahlung von insgesamt 8,5 Milliarden Dollar geeinigt. Davon sollen 3,8 Millionen Schuldner profitieren, deren Häuser in den Jahren 2009 und 2010 in die Zwangsvollstreckung geraten sind. Von der Gesamtsumme sind 3,3 Milliarden Dollar als direkte Zahlungen vorgesehen. Die restlichen 5,2 Milliarden Dollar entfallen auf Erleichterungen bei Kreditverträgen. Pro Fall sollen zwischen ein paar hundert und 125.000 Dollar fließen.

     Die Entschädigungssumme in den April 2011 eingeleiteten Ermittlungen würde damit auf mehr als zehn Milliarden Dollar steigen. Sollte der Vergleich mit den vier weiteren Banken gelingen, würde in dieser Angelegenheit von der Fed und OCC nur noch gegen zwei vergleichsweise kleine Häuser ermittelt. Bei der Untersuchung der beiden Aufsichtsbehörden geht es um Schlampereien bei der Pfändung von Häusern säumiger Schuldner.

   Die US-Banken stehen seit Jahren wegen fragwürdiger Methoden bei Zwangsvollstreckungen in der Kritik. Vor allem das sogenannte Robo-Signing hatte für Empörung gesorgt. Übersetzt bedeutet dies "roboterhaftes Unterschreiben". Gemeint ist damit, dass überlastete Sachbearbeiter sich angesichts der schieren Masse der Fälle kaum Zeit für eine eingehende Prüfung der Unterlagen genommen haben, sondern stattdessen im Minutentakt die Pfändungsbescheide erstellten.

    Das Thema ist in den USA brandheiß, weil durch das Platzen der Immobilienblase und die anschließende Finanz- und Wirtschaftskrise Millionen Amerikaner ihr Eigenheim verloren haben. Sie konnten ihre Kreditraten nicht mehr zahlen. Viele Schuldner landeten dabei zu Unrecht auf der Straße, wie die Bankenregulierer sagen. Bereits im Februar 2012 gab es deshalb einen 25 Milliarden Dollar schweren Vergleich zwischen den Generalstaatsanwälten der US-Bundesstaaten sowie Großbanken. Weitere Vergleiche sollen nach Auskunft der Notenbank Fed folgen.

    WASHINGTON (dpa-AFX)

Systemrelevant: Die 28 gefährlichsten Banken der Welt

 

Platz 28: Wells Fargo

Die Hypothekenzahlen boomen. Ein Vorteil für die Großbank Wells Fargo. In diesem Ranking der gefährlichsten Banken belegt das amerikanische Unternehmen den letzten Platz. Dennoch kann die Bank großen Einfluss auf die Weltwirschaft nehmen.

Quelle: Financial Stability Board/FSB Bild: Wells Fargo
Bildquellen: Morgan Stanley

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18.01.2018Goldman Sachs Equal WeightBarclays Capital
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18.01.2018Goldman Sachs Equal WeightBarclays Capital
11.08.2017Goldman Sachs HoldHSBC
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