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10.07.2015 12:53
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"Puerto Rico für Griechenland": Schäubles derber Griechenland-Humor kommt nicht überall gut an

Umstrittener Zynismus: "Puerto Rico für Griechenland": Schäubles derber Griechenland-Humor kommt nicht überall gut an | Nachricht | finanzen.net
Umstrittener Zynismus
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Ein humoriger Vorschlag an seinen US-Amtskollegen hat Wolfgang Schäuble scharfe Kritik eingebracht: "Wenn Ihr Griechenland nehmt, holen wir Puerto Rico in den Euro".
Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble ist nicht gerade dafür bekannt, in Verhandlungen Samthandschuhe anzuziehen. Auch in der Griechenland-Krise fand der Politiker immer wieder harte Worte für die politischen Entscheider in Athen. Nun hat er mit einem zynischen Kommentar zum Thema Griechenland gegenüber dem amerikanischen Finanzminister Jack Lew Kritik heraufbeschworen.

Schäuble mit nicht ernst gemeintem Vorschlag

Bei einer Veranstaltung in Frankfurt erzählte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble eine kleine Anekdote über ein Treffen mit seinem US-Amtskollegen Jack Lew: "Ich habe meinem Freund Jack Lew angeboten, dass wir Puerto Rico in die Euro-Zone aufnehmen könnten, falls die Vereinigten Staaten willens wären, Griechenland in die Dollar-Union aufzunehmen." Lew habe dies für einen Scherz gehalten, so der deutsche Politiker.

Puerto Rico massiv verschuldet

Ähnlich wie Griechenland ist auch Puerto Rico massiv verschuldet. Mit 72 Milliarden Dollar soll das Land bei seinen Gläubigern in der Kreide stehen - bezahlen könne man diese Summe nicht, so der Gouverneur des Landes. Im Vergleich: Griechenlands Schulden belaufen sich aktuell auf 340 Milliarden Euro.

Tausch-Vorschlag kommt nicht gut an

Die US-Amerikaner haben aber offenbar befremdet auf Schäubles Vorschlag, Griechenland und Puerto Rico tauschen zu wollen, reagiert und zeigten wenig Verständnis dafür, angesichts der drohenden humanitären Ausnahmesituation in Griechenland Witze dieser Art zu machen.

Griechenland wichtig für die USA

Die US-Amerikaner drängen darauf, dass Europa Griechenland mit allen Mitteln in der Eurozone zu halten versucht. Ein Sprecher des Weißen Hauses hatte deutlich gemacht, dass dies für alle Seiten die beste Lösung sei. Dabei haben die US-Amerikaner allerdings wohl weniger das Wohl Griechenlands oder der Eurozone im Auge, stattdessen werden immer häufiger Spekulationen laut, dass Griechenland sich in Richtung Russlands oder China orientieren könnte - dies will die USA vermeiden.
In der Vergangenheit hatten der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras und der russische Kreml-Chef Wladimir Putin häufig Kontakt zueinander gesucht. Um finanzielle Unterstützung sei es dabei aber nicht gegangen - zu groß sind Russlands eigenen wirtschaftlichen Probleme.

Redaktion finanzen.net
Bildquellen: Thomas Trutschel/Photothek via Getty Images, STEFFI LOOS/AFP/Getty Images
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