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22.08.2013 05:17
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Westfalen-Blatt: Güterzugunfälle in NRW: Auch die Staatsanwaltschaft Bielefeld hat die Ermittlungen gegen beschuldigte Bahnmitarbeiter eingestellt.

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Bielefeld (ots) - Dreieinhalb Jahre nach zwei Güterzugunfällen, die sich innerhalb von 24 Stunden auf der Hauptstraße Köln - Berlin ereignet hatten, hat auch die Staatsanwaltschaft Bielefeld die Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Deutschen Bahn eingestellt. Das berichtet das Bielefelder Westfalen-Blatt (Donnerstags-Ausgabe).

Die Güterzüge waren am 5. Januar 2010 in Neubeckum (Kreis Warendorf) und am 6. Januar 2010 in Porta Westfalica-Vennebeck (Kreis Minden-Lübbecke) entgleist. Durch die Unfälle war es auf der Hauptstrecke mehrere Tage zu erheblichen Behinderungen gekommen. In Neubeckum entstand Sachschaden von zwei Millionen Euro, in Vennebeck von 900 000 Euro. Ursache für die beiden Unfälle sollten fehlerhafte Gleisbauarbeiten sein. Diese Fehler wurden von den Staatsanwaltschaften Bielefeld und Münster insgesamt neun Bahnbeschäftigten angelastet, die für Planung und Ausführung der Arbeiten die Verantwortung trugen, schreibt die Zeitung.

Im Fall Neubeckum hatte die Staatsanwaltschaft Münster gegen drei Beschuldigte ermittelt. Alle drei Verfahren wurden vor bereits vor einiger Zeit wegen Geringfügigkeit der Schuld eingestellt. Im Fall Vennebeck hat die Staatsanwaltschaft Bielefeld ihre Ermittlungen gegen sechs Bahnmitarbeiter im Alter von 40 bis 64 Jahren jetzt ebenfalls eingestellt. Es hätten überhaupt keine strafbaren Handlungen vorgelegen, sagte Staatsanwalt Christoph Zielke dem Westfalen-Blatt. Es habe weder einen gefährlichen Eingriff in den Bahnverkehr noch eine Gefährdung des Bahnverkehrs aufgrund der Gleisbauarbeiten gegeben. Sollten dennoch Mitarbeiter gegen bahninterne Richtlinien verstoßen haben, sei dies kein grob pflichtwidriges Verhalten im Sinne des Gesetzes. Denn diese Richtlinien seien keine Rechtsvorschriften. Es habe zudem nicht mehr festgestellt werden können, ob unzulässige Schweißarbeiten bei Temperaturen von bis zu minus 18 Grad durchgeführt wurden. Die Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle (EUB) hatte festgestellt, dass fehlerhafte Gleisanlagen Grund für die beiden Unglücke waren. Auch nach Meinung der EUB lasse sich die genaue Ursache für diese so genannten Gleislagefehler nicht mehr sicher ermitteln, heißt es in dem Zeitungsbericht.

OTS: Westfalen-Blatt newsroom: http://www.presseportal.de/pm/66306 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2

Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261

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