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05.09.2019 07:43
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thyssenkrupp-Chef will DAX-Schlappe schnell abhaken

Abstieg: thyssenkrupp-Chef will DAX-Schlappe schnell abhaken | Nachricht | finanzen.net
Abstieg
thyssenkrupp-Chef Guido Kerkhoff will nach dem Abschied aus dem deutschen Leitindex DAX den Umbau des Konzerns rasch vorantreiben.
"Dass uns der Abstieg aus dem DAX enttäuscht, steht außerfrage", erklärte der Manager am späten Mittwochabend. Als Gründungsmitglied wäre thyssenkrupp gerne in dem Index geblieben. "Man muss aber auch ehrlich sein: Unsere Performance war zu schwach, daher ist der Gang in den M-DAX die logische Konsequenz." Der Blick richte sich jetzt nach vorn: "Wichtig ist, dass wir den Konzern jetzt neu und profitabler aufstellen, um so das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen." Darauf liegt unser Fokus, daran arbeiten wir mit aller Kraft."

Die Deutsche Börse hatte zuvor entschieden, dass thyssenkrupp nach 31 Jahren den Index verlassen muss.

Aufsteigen soll stattdessen MTU. "Der MTU Aero gratulieren wir zum Aufstieg in den DAX", zeigte sich Kerkhoff als fairer Verlierer.

Experte: Wichtiger ist ein erfolgreicher Elevatorverkauf

Auch die Krupp-Stiftung, die mit 21 Prozent größter Einzelaktionär des über 200 Jahre alten Ruhrkonzerns ist, wollte die Entscheidung nicht überbewerten. "Für die Stiftung steht das Wohl des Unternehmens im Vordergrund - nicht, in welchem Index es gelistet ist", betonte sie.

Der Traditionskonzern kämpft mit hohen Verlusten, steigenden Schulden und steht im Visier der Ratingagenturen. Der Aktienkurs schmilzt dahin und notiert nur noch bei etwa elf Euro - weit entfernt von seinen besten Zeiten, als das Papier über 40 Euro wert war. Kerkhoff setzt nun auf einen Börsengang oder Verkauf der milliardenschweren Aufzussparte. Mit den Einnahmen soll der Konzern neu aufgestellt werden.

"Es ist ein Abstieg. Der hat jedoch für das Unternehmen zunächst keine Auswirkungen", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Thomas Hechtfischer, der Nachrichtenagentur Reuters. Es sei natürlich schlecht für das Image. Kerkhoff habe aber zu Recht darauf hingewiesen, dass der Konzern derzeit ganz andere Sorgen habe. "Wichtiger ist, dass der Börsengang oder Verkauf der Aufzugssparte ein Erfolg wird."

Düsseldorf/Frankfurt (Reuters)

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