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09.02.2018 21:48
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Airbus meldet Probleme mit Triebwerken von Pratt & Whitney

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Von Robert Wall

LONDON (Dow Jones)--Der Flugzeughersteller Airbus hat am Freitag von neuen Problemen mit Pratt & Whitney-Triebwerken in seinen Maschinen vom Typ A320neo berichtet. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit teilte in diesem Zusammenhang mit, dass sie von "mehreren Vorkommnissen bei der Abschaltung von Triebwerken während des Fluges" und anderen Ereignissen mit dem Triebwerk beim A320neo, dem meistverkauften Flugzeug von Airbus, Kenntnis hatte. Die Behörde ordnete daher Flugbeschränkungen für Flugzeuge an, die mit den betroffenen Triebwerken ausgerüstet sind. Damit werden Fluggesellschaften, die A320neo-Maschinen mit den betroffenen Triebwerken betreiben, dazu gezwungen, einige ihrer Flugzeuge am Boden zu lassen.

Die Probleme sind ein erneuter Rückschlag für Pratt & Whitney, einem Tochterunternehmen von United Technologies. So war Airbus im vergangenen Jahr nicht in der Lage, die Fluggesellschaften mit Flugzeugen zu beliefern, da es Lieferprobleme bei Pratt & Whitney gab. Seit der Typ A320neo vor etwas mehr als zwei Jahren in Dienst gestellt wurde, musste Pratt wegen Komponentenausfällen auch schon die Triebwerke austauschen. Die Behebung der Probleme hat dabei länger gedauert als erwartet und "finanziellen Gegenwind" für United Technologies erzeugt.

Der Flugzeugbauer Airbus erklärte, dass er Pratt & Whitney dabei unterstütze, die Ursache für das jüngste Problem zu identifizieren. Pratt & Whitney teilte am Freitag mit, dass "das Problem auf eine begrenzte Anzahl von Triebwerken beschränkt ist" und dass Fluggesellschaften mit potenziell betroffenen Triebwerken benachrichtigt wurden.

Airbus sagte, es sei unklar, welche Auswirkungen das jüngste Problem auf die Auslieferungen in diesem Jahr haben werde. Der Flugzeughersteller will in der nächsten Woche formelle Ziele für die Flugzeugauslieferungen in diesem Jahr vorgeben, obwohl er darauf hingewiesen hat, dass er hofft, fast 800 Flugzeuge aller Typen auszuliefern, nach 718 Flugzeugen im vergangenen Jahr. Airbus blieb im vergangenen Jahr bei den A320neo-Auslieferungen aufgrund von Problemen bei der Bereitstellung von Triebwerken hinter den Erwartungen zurück.

Laut Airbus sind 113 A320neo Flugzeuge, verteilt auf 18 Fluggesellschaften, mit Triebwerken von Pratt & Whitney ausgerüstet. Allerdings seien nicht alle diese Triebwerke vom aktuellen Problem betroffen.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros

(END) Dow Jones Newswires

February 09, 2018 15:49 ET (20:49 GMT)

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