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29.11.2018 11:51
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AKTIE IM FOKUS 2: Untersuchungen bei Deutscher Bank lassen Aktien absacken

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FRANKFURT (dpa-AFX Broker) - Eine Razzia bei der Deutschen Bank (Deutsche Bank) hat am Donnerstag die jüngste Erholung der Aktien des Finanzinstituts abrupt gestoppt. Die Papiere waren am Vormittag um zwischenzeitlich bis zu 4,89 Prozent auf 8,172 Euro abgesackt. Damit näherten sie sich wieder ihrem erst am Dienstag vergangener Woche erreichten Rekordtief von 8,054 Euro.

Zuletzt verloren die Anteilscheine noch mehr als 3 Prozent auf 8,311 Euro. Damit waren sie der mit Abstand schwächste Wert im wieder freundlichen deutschen Leitindex Dax (DAX 30).

Ein Großaufgebot von Ermittlern durchsuchte unter anderem die Zentrale des größten deutschen Geldhauses in Frankfurt. Der Verdacht: Mitarbeiter des Konzerns halfen Kunden dabei, sogenannte Offshore-Gesellschaften in Steuerparadiesen zu gründen und Gelder aus Straftaten zu waschen.

Nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft richten sich die Ermittlungen gegen zwei 50 und 46 Jahre alte Mitarbeiter sowie "andere bislang nicht identifizierte Verantwortliche" des Instituts. Den Beschuldigten werde vorgeworfen, pflichtwidrig keine Geldwäscheverdachtsanzeigen erstattet zu haben, obwohl bereits seit Beginn der jeweiligen Geschäftsbeziehungen ausreichende Anhaltspunkte dafür vorgelegen hätten, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Verdacht gegen die Mitarbeiter der Deutschen Bank ergab sich den Angaben der Ermittler zufolge nach einer Auswertung der Daten der sogenannten Offshore-Leaks und Panama Papers durch das Bundeskriminalamt.

Die Deutsche Bank erklärte: "Es ist richtig, dass die Polizei aktuell an verschiedenen Standorten unserer Bank in Deutschland ermittelt. Es geht um einen Sachverhalt mit Bezug auf Panama Papers. Wir werden umgehend kommunizieren, sobald wir mehr Details haben. Wir werden mit den Behörden vollumfassend kooperieren."

Der Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft MB Fund, Thilo Müller, sagte: "Dass dies für die Deutsche Bank eine peinliche Angelegenheit ist, überrascht ja kaum - Razzia bei der Deutschen Bank ist ja quasi ein Dauerzustand. Langsam wird es aber für Staatsanwaltschaft und Bundeskriminalamt peinlich." Man stelle sich doch die Frage, ob bei diversen Durchsuchungen beziehungsweise Razzien in den zurückliegenden Jahren nicht "ordentlich und gründlich" genug gesucht wurde.

Im Zuge der allgemeinen Markterholung hatten sich die Deutsche-Bank-Aktien zuletzt noch etwas von ihrem Anfang vergangener Woche erreichten Rekordtief absetzen können. Am 20. November hatten unter anderem globale Konjunktursorgen und die trübe Stimmung an den Börsen die Papiere auf den tiefsten Stand ihrer Geschichte gedrückt.

Durch den erneuten Kursrutsch aber droht den Anteilsscheinen eine Fortsetzung des Abwärtstrends der vergangenen Wochen. Eine zeitweise Erholung nach dem Juni-Tief bis über die Marke von 11 Euro liegt damit längst wieder bei den Akten.

Im bisherigen Jahresverlauf steht bei den Aktien ein Verlust von aktuell knapp 48 Prozent zu Buche. Damit sind die Papiere derzeit der schlechteste Dax-Wert. Die angepeilte Rückkehr der Deutschen Bank in die Gewinnzone hat die Anleger damit bislang nicht überzeugt./la/bek/fba

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24.05.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
22.05.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
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29.04.2019Deutsche Bank NeutralGoldman Sachs Group Inc.
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21.05.2019Deutsche Bank SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
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