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22.01.2019 01:00
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Was der Börsenfux zu Schweizer Electronic rät

Aktien-Check: Was der Börsenfux zu Schweizer Electronic rät | Nachricht | finanzen.net
Aktien-Check
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Der Leiterplatten-Hersteller Schweizer Electronic hat nicht weniger vor, als Umsatz und Gewinn zu vervielfachen. Investoren sind skeptisch. Das bietet niedrige Kaufkurse.
€uro
von Jörg Lang, Euro Magazin

Der 1999 verstorbene Börsenaltmeis­ter André Kostolany hatte für Anleger immer den einen oder anderen Ratschlag parat. Oft zitiert ist sein Bonmot mit der Schlaftablette. Demnach sollten Anleger ein solides Depot anlegen, ein Schlafmittel nehmen und sich fünf bis sechs Jahre zur Ruhe begeben. Wenn sie dann aufwachen, würden sie meistens eine angenehme Über­raschung erleben.


Lässt sich dieser Rat, langfristig anzule­gen, auch auf einzelne Titel übertragen? Was müsste so ein Wert mitbringen? Klar ist: Die Produkte sollten auch in fünf Jahren noch gefragt sein. Der Kandidat sollte eine realis­tische Chance haben, seine Umsätze zu stei­gern. Eine attraktive Bewertung und eine sta­bile Bilanz runden die Sache ab. Haben Sie einen passenden Kandidaten? Wie wäre es etwa mit Leiterplattenhersteller Schweizer Electronic aus dem beschaulichen Schram­berg im mittleren Schwarzwald?


Leiterplat­ten werden angesichts des wachsenden Be­darfs an elektronischen Produkten gefragt bleiben. Das Unternehmen hat zudem vor, sein Geschäftsvolumen in den kommenden fünf, sechs Jahren zu vervielfachen. Passend auch: Der Weg dorthin könnte erst einmal holprig werden. Also: Aktie ins Depot und Schlaftablette einwerfen.

Im Wettbewerb erprobt. Seit nun bald 30 Jahren ist die Aktie von Schweizer Electro­nic an der Börse. In dieser Zeit musste sich das Unternehmen mit einem sich schnell än­dernden Markt und mit starken Kursschwan­kungen auseinandersetzen. Die Baden­-Würt­temberger haben es immer wieder verstan­den, sich gegenüber der asiatischen Konkur­renz in Szene zu setzen und Nischen zu finden. Das ging mit Kooperationen und in­ dem man immer neue Technologien entwi­ckelt hat.


Und genau hier setzt Schweizer Electronic zu seinem nächsten Sprung an. Leiterplatten mit den sogenannten Embed­ded Systems produziert werden. Dabei wer­den die Chips direkt auf der Leiterplatte ein­gebettet. Die wird kleiner, leichter und leis­tungsfähiger - das Richtige für selbstfahren­de Autos, Internet der Dinge, digitale Fabriken. In seiner vollen Ausbaustufe soll das Werk 500 Millionen Dollar umsetzen und zweistellige Margen einfahren.

Zu niedrig bewertet. Im Moment dürfte Schweizer Electronic rund 120 Millionen Euro erlösen. Der Börsenwert liegt bei circa 54 Millionen Euro. Schon ohne die neue Fa­brik ist die Aktie niedrig bewertet. Der Buch­wert liegt 20 Prozent über dem jetzigen Kurs. Wer das Unternehmen in seiner aktuellen Aufstellung, also ohne die neue Fabrik in Chi­na auf der grünen Wiese, nachbauen wollte, müsste leicht das Doppelte aufwenden. Und der Vergleich von Ist und Plan zeigt, dass in China ein enormes Potenzial gehoben wer­den kann. Der Gewinn bei Vollauslastung der neuen Fabrik ist höher als der aktuelle Bör­senwert. Heißt: Hier könnte sich der Aktien­kurs im besten Fall vervielfachen.

Natürlich gibt es Risiken. In den kommen­ den Jahren werden die Anlaufverluste aus China den Gewinn belasten. Beruhigend ist dabei vor allem: Von den rund 150 Millionen Dollar, die die Fabrik kosten wird, zahlt Schweizer Electronic 30 Millionen als Einla­ge an die chinesische Tochter. Das verkraftet die Bilanz gut. Der Rest kommt über Kredite chinesischer Banken an die chinesische Tochter. Würde die Fabrik floppen, geht die Einlage verloren, für die Kredite muss Schweizer Electronic nicht geradestehen. Gleichwohl könnten Anlaufverluste den Kurs belasten. Vielleicht eine Chance für alle, die aus ihrem Tiefschlaf mal aufgewacht sind.





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Bildquellen: Julian Mezger für Finanzen Verlag, Börse Frankfurt

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22.02.2010Schweizer Electronic für MutigeHot Stocks Europe
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